Münchner Monacensia in Bogenhausen holt Special Mention beim Culture 21 Award
tzMünchenStadtStand: 29.07.2026, 13:05 UhrKommentareUns auf Google folgenIn Bogenhausen erhält die Monacensia im Hildebrandhaus für ihr Projekt „#FemaleHeritage“ eine Special Mention beim internationalen Cultur...
- 3 min read
Stand: 29.07.2026, 13:05 Uhr
Kommentare

Die Monacensia in Bogenhausen erhält eine Special Mention beim internationalen Culture 21 Award – als einzige europäische Stadt.
Bogenhausen – Die Monacensia im Hildebrandhaus erhält beim 7. International Award UCLG – Mexico City – Culture 21 eine Special Mention. München ist damit die einzige europäische Stadt unter den ausgezeichneten, gibt die Stadt München bekannt. Gewürdigt wird das Projekt „#FemaleHeritage“, mit dem die Monacensia seit 2020 weibliches Kulturerbe sichtbar macht und neue Formen der Erinnerungskultur erprobt.
Für „#FemaleHeritage“: Monacensia in Bogenhausen erhält Special Mention beim Culture 21 Award
Der Culture 21 Award wird alle zwei Jahre von United Cities and Local Governments (UCLG), dem weltweit größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und regionalen Regierungen, gemeinsam mit Mexiko-Stadt vergeben. Er gilt als eine der wichtigsten internationalen Auszeichnungen für kommunale Kulturpolitik. Gewürdigt werden innovative kulturpolitische Strategien, die kulturelle Rechte, demokratische Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit und nachhaltige Stadtentwicklung stärken. Die Hauptpreise gingen in diesem Jahr an Ramallah, Palästina, sowie an São Paulo, Brasilien. Die internationale Jury sprach darüber hinaus fünf Special Mentions aus – darunter für München.
Immer gut informiert: Unsere neuen tz-Stadtteil-Newsletter
tz.de ist jetzt noch lokaler: Neben unserer ausführlichen München-Berichterstattung haben wir auch neue Stadtteil-Newsletter gestartet. Sie wollen aktuelle Themen aus dem Südosten, dem Norden, dem Südwesten oder aus der Innenstadt Münchens direkt per E-Mail bekommen? Das ist jetzt möglich.
„München Südwest" informiert über Sendling, Sendling-Westpark, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Hadern. Hier geht es zur Anmeldung.
„München City" behandelt alle Themen aus den Bezirken Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Schwanthalerhöhe. Hier geht es zur Anmeldung.
„München Südost" informiert über Au-Haidhausen, Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing-Harlaching. Hier geht es zur Anmeldung.
„München Nord" berichtet über Themen aus Schwabing-West, Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann und Feldmoching-Hasenbergl. Hier geht es zur Anmeldung.
Ihr Stadtviertel ist (noch) nicht dabei? Keine Sorge! Auch für die anderen Bezirke in München bereiten wir weitere eigene Newsletter vor.
Jury: Projekt macht historische Ungleichheiten in kollektiver Erinnerung sichtbar
Die Jury würdigt „#FemaleHeritage“ als Projekt, das historische Ungleichheiten in kollektiver Erinnerung, kulturellen Narrativen und gesellschaftlichen Vorstellungswelten sichtbar macht und ihnen entgegenwirkt. Besonders hervorgehoben wird das Engagement der Mitarbeiter der Monacensia, die das Thema durch digitale Vernetzung, kuratorische Arbeit und Kooperationen weit über München hinausgetragen haben.
Stimmen aus dem Rathaus und der Monacensia zur Auszeichnung
Die zweite Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne), Schirmpatin für „#FemaleHeritage“, erklärte: „Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Monacensia als literarisches Gedächtnis unserer Stadt München.“ Kulturreferent Marek Wiechers betonte, die Neuausrichtung des Hauses habe den Rahmen geschaffen, Erinnerungskultur aus einer feministischen und intersektionalen Perspektive neu zu denken: „#FemaleHeritage ist nicht nur ein Projekt, sondern zugleich Ausdruck einer langfristigen strategischen Entwicklung der Monacensia.“
Durchbruch durch Ausstellungen zu Frauen der Boheme und Rachel Salamander
Anke Büttner, Leiterin der Monacensia und Initiatorin von „#FemaleHeritage“, nannte zwei Projekte, die einen Durchbruch in der öffentlichen Wahrnehmung brachten: die Ausstellung „Frei leben. Frauen der Boheme 1890 – 1920“ sowie die ins Digitale gespiegelte Ausstellung „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“. „Dass „#FemaleHeritage“ so ausstrahlt, ist für alle Beteiligten phänomenal und gerade in aktuellen Zeiten eine große Motivation“, so Büttner. (Quelle: Landeshauptstadt München)