MT Melsungen zieht positive Bilanz nach Trainingslager in Doboj
StartseiteSportMT MelsungenStand: 17.08.2026, 07:01 UhrKommentareUns auf Google folgenDas war am zweiten Turniertag gegen Al Ahly: Melsungens Reynir Thor Stefansson (links) schüttelt einen ägyptischen Gegenspie...
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Stand: 17.08.2026, 07:01 Uhr
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Die MT Melsungen hat das Traditionsturnier in Bosnien-Herzegowina gewonnen. Im Finale gegen Sporting Lissabon wehrte Torwart Nebojsa Simic auch etliche Siebenmeter ab.
Nach dem siegreichen Finale bekamen die Handballer des Bundesligisten MT Melsungen Auszeichnungen ohne Ende. Ihr Torwart Nebojsa Simic wurde zunächst als wertvollster Akteur des Endspiels geehrt, nachdem der 33-Jährige mit 17 Paraden maßgeblich am 28:26 (17:15)-Erfolg gegen Sporting Lissabon beteiligt war. Kurz darauf wurde der Montenegriner erneut in die Hallenmitte gebeten, weil er ins Allstar-Team des Traditionsturniers in Doboj in Bosnien-Herzegowina gewählt wurde. Diese Ehre wurde auch drei Teamkollegen zuteil: dem Rückraum-Rechten Dainis Kristopans, Rechtsaußen Dimitri Ignatow und Kreisläufer Johannes Golla. Da Kapitän Timo Kastening verletzungsbedingt zuschauen musste, nahm Simic zudem den Pokal und den Siegerscheck in Höhe von 10.000 Euro entgegen.

„Wir sind in dieser Woche weitergekommen und reisen mit einem guten Gefühl nach Hause“, stellte Rückkehrer Golla nach Abschluss des einwöchigen Trainingslagers fest. „Wir hatten drei Spiele. Die ersten beiden waren nicht auf allerhöchstem NIveau. Nun haben wir aber gesehen, was wir in den nächsten zwei Wochen noch zu tun haben und wo wir uns verbessern müssen.“ Am Donnerstag, 27. August (19 Uhr), haben die Nordhessen bei Vizemeister Füchse Berlin ihr erstes Punktspiel.
Gegen Sporting fanden die Melsunger gut ins Spiel. Wichtige Akzente setzte insbesondere der Isländer Reynir Thor Stefansson, der viel Zug zum Tor bewies. Insgesamt sieben Treffer gelangen dem Nachwuchsmann. „Ich bin durchaus zufrieden mit meiner Leistung. Ich denke, dass ich dem Team helfen konnte“, sagte der 21-Jährige. Er strich auch die Weiterentwicklung der Mannschaft heraus: „Wir haben Fortschritte gemacht und uns auf dem Feld und daneben noch besser kennengelernt.“ Stefansson wäre sicher ein Kandidat für den Mann des Spiels gewesen, wenn nicht Simic groß aufgedreht hätte.
„Wir haben eine gute Abwehr gestellt, und Simo war auch sofort da“, betonte Golla. Er freute sich auch, dass sich seine Mannschaft gute Chancen herausspielte. Allerdings gab es einen klaren Kritikpunkt: die Offensivleistung. „Wir haben viele freie Würfe gegeben und hatten deutlich zu viele technische Fehler“, erklärte Golla. Nach einer zwischenzeitlichen 13:8-Führung stand es plötzlich 13:14. Und das, obwohl Lissabon geschwächt war.
Sporting hatte von vornherein auf Kiko Costa verzichtet. Dessen Bruder Martim schied in der 13. Minute mit einer Knieverletzung aus. Damit fehlte den Portugiesen ihr kongeniales Duo in der Aufbaureihe. Bei der MT hatten neben den bekannten Ausfällen Kastening, Nikolaj Enderleit, Erik Balenciaga und Daniel Dujshebaev auch David Mandic und Florian Drosten pausiert.
Noch vor dem Wechsel ging die MT um Coach Roberto Garcia Parrondo wieder in Führung – und gab sie im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr her. Auch, weil Simic mächtig aufdrehte. Er wehrte einen Siebenmeter nach dem anderen ab – und ließ sich von den Zuschauern auf der Tribüne kräftig feiern. Hatte am Donnerstag gegen den ägyptischen Vertreter Al Ahly Kristof Palasics geglänzt, war es am Samstagabend nun Simic. Entsprechend zufrieden war Melsungens Torwarttrainer Carsten Lichtlein: „Das Trainingslager war erfolgreich. Abwehr und Torhüter – das passt.“
Gegen Lissabon erzielten in Durchgang zwei Aaron Mensing und Ruben Marchan die wichtigen Tore. Nachdem der spanische Kreisläufer zum 28:24 getroffen hatte, konnte Sporting nur noch auf 26:28 verkürzen. Der Turniersieg war der MT nicht mehr zu nehmen.
Damit gingen die Nordhessen auch nach dem siebten Vorbereitungsspiel als Sieger vom Feld. Noch dazu bestätigten sie, dass mit ihnen bei ausländischen Turnieren immer zu rechnen ist. In den vergangenen Jahren waren sie bereits im spanischen Alicante, in Dubai, im portugiesischen Viseu sowie in Logrono (Spanien) erfolgreich). Am Mittwoch ab 19 Uhr präsentiert sich die MT beim Methe-Tag, wenn es gegen den gastgebenden TSV Vellmar geht.
MT: Simic (26 GT/17 P.), Palasics (n.e.) – Marchan 3, Altena, Sipos, Kristopans 3, Stehl, Ignatow 3, Golla 3, Stefansson 7, Sigrist 5/3, Mensing 4, Garcia, Forsell Schefvert (Björn Mahr)