Motten, Käfer & Co.: Schädlinge im Vorratsschrank: Was hilft?
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Motten, Käfer & Co. Schädlinge im Vorratsschrank: Was hilft?
Hannover · Lebensmittelmotten oder Mehlkäfer in der Küche sind besonders im Sommer ein Problem. Wie lassen sie sich erkennen und welche Maßnahmen schützen vor Befall?
13.07.2026 , 14:53 Uhr
Motten im Müsli? Lebensmittelschädlinge wird man nur dann los, wenn man alle befallenen Vorräte entsorgt und die Schränke gründlich reinigt.
Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer schon einmal Motten oder andere Schädlinge wie Brot-, Korn- oder Reismehlkäfer im Vorratsschrank hatte, weiß, wie lästig es sein kann, sie wieder loszuwerden.
Gerade jetzt im Sommer ist das Risiko eines Befalls wieder hoch, da die Schädlinge Wärme mögen. Vor allem Lebensmittelmotten können zudem über geöffnete Fenster oder Türen in die Wohnung gelangen. Darauf macht die Verbraucherzentrale Niedersachsen aufmerksam.
Häufig werden sogenannte Vorratsschädlinge aber auch mit gekauften Lebensmitteln eingeschleppt. Wer einen Befall verhindern will, sollte anfällige Lebensmittel wie Mehl, Nüsse, Schokolade oder Nudeln deshalb direkt nach dem Kauf kontrollieren und in dichte Behälter aus Glas, Keramik oder Kunststoff umfüllen.
Typische Anzeichen für Lebensmittelschädlinge sind kleine Gespinste in Verpackungen oder krümelige Rückstände. Auch kleine Käfer und Larven können auf einen Befall hindeuten.
Schädlingsbefall vorbeugen: Diese Maßnahmen sind unverzichtbar
Zudem sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf eine trockene und kühle Lagerung achten. Vorbeugend hilft es auch, beim Kochen regelmäßig zu lüften, um die Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Fliegengitter an den Fenstern können verhindern, dass die ungebetenen Gäste von außen in die Wohnung gelangen.
Nicht zuletzt zählen auch Hygiene und Sauberkeit: Wo Lebensmittel gelagert werden, sollten Böden und Fugen regelmäßig abgesaugt, feucht gewischt und trocken nachgewischt werden, rät das Umweltbundesamt (UBA). Ritzen in Schränken und Wänden sollten abgedichtet werden. Auf Schrankpapier sollte möglichst ganz verzichtet werden, damit die Schädlinge keine Versteckmöglichkeiten finden.
Was Pheromonfallen bringen
Wer einen Befall bemerkt, sollte schnell aktiv werden. Das heißt: Betroffene Lebensmittel konsequent entsorgen, den Vorratsschrank gründlich kontrollieren und mit Allzweck- oder Essigreiniger putzen, anschließend trocken reiben. Vorräte und Schränke sollten Verbraucherinnen und Verbraucher weiter regelmäßig und möglichst häufig kontrollieren. Nicht befallene Vorräte spätestens jetzt in verschließbare Behälter umfüllen.
Bei einem Befall mit Lebensmittelmotten kann es sich lohnen, sogenannte Pheromonfallen aufzustellen. Die synthetischen Lockstoffe ziehen männliche Tiere an, die dann an den Fallen haften bleiben. Die Verbraucherzentrale weist allerdings darauf hin, dass solche Fallen keine erfolgreiche Bekämpfung garantieren. Dem UBA zufolge können sie unter anderem dabei helfen, einen Befall zu entdecken.
© dpa-infocom, dpa:260713-930-378070/1
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