Moskau blockt Friedensgespräche ab – Kreml sieht keine Chance für Ukraine-Verhandlungen

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Moskau blockt Friedensgespräche ab – Kreml sieht keine Chance für Ukraine-Verhandlungen

Stand: 17.07.2026, 13:11 Uhr

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Die Türkei drängt auf neue Ukraine-Gespräche, doch der Kreml sieht dafür vorerst keine Chance.

Moskau sieht derzeit keine Aussicht auf eine schnelle Wiederaufnahme der festgefahrenen Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, es gebe aktuell kein Interesse an einem Neustart der Verhandlungen. Die Türkei hatte sich erneut als Vermittler angeboten.

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Der türkische Außenminister Hakan Fidan hatte sich zuvor bei einem Besuch in Kiew dafür ausgesprochen, die Gespräche im bisherigen Istanbuler Format fortzusetzen. Eine Wiederaufnahme unter türkischer Vermittlung wäre „sehr vorteilhaft“, sagte Fidan bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha, wie der türkische Auslandssender TRT World berichtet.

Moskau blockt Friedensgespräche ab – Kreml sieht keine Chance für Ukraine-Verhandlungen

Die Türkei drängt auf neue Ukraine-Gespräche, doch der Kreml sieht dafür vorerst keine Chance. © © IMAGO / ZUMA Press / Archivbild

Türkei bietet sich erneut als Vermittler an – Kreml lehnt ab

Ankara sei bereit, jede Initiative zu unterstützen, die Russland und die Ukraine zurück an den Verhandlungstisch bringe und zu einem dauerhaften Frieden beitrage, erklärte Fidan laut TRT World. Zugleich bekräftigte er die Unterstützung der Türkei für die Unabhängigkeit, Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine.

Die Reaktion aus Moskau folgte direkt: Peskow würdigte zwar die türkischen Vermittlungsbemühungen. Russland sei sich der Bereitschaft seiner „türkischen Freunde“ bewusst, zu einer friedlichen Lösung beizutragen. „Wir sind der türkischen Seite dafür dankbar“, sagte er vor Journalisten laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS.

Neue Gespräche zeichnen sich nach Darstellung des Kremls dennoch nicht ab. „Zum jetzigen Zeitpunkt sehen wir keine unmittelbaren Aussichten auf eine Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses“, erklärte Peskow. Moskau bleibe aber grundsätzlich offen für diesen Weg.

Kreml knüpft Verhandlungen an Bedingungen

Peskow verband die russische Position erneut mit Forderungen an die ukrainische Führung. Personelle Veränderungen in der Regierung in Kiew würden nichts ändern, solange dort niemand bereit sei, aus russischer Sicht „verantwortliche“ Entscheidungen zu treffen, wie der rumänische Nachrichtensender Digi24 unter Berufung auf Reuters, EFE und Agerpres berichtet.

Damit spielte der Kremlsprecher dem Bericht zufolge auf eine Forderung von Russlands Präsident Wladimir Putin an. Die ukrainischen Streitkräfte sollen sich vollständig aus dem Donbass zurückziehen. Dazu gehören auch Teile der Region Donezk, die weiter von der Ukraine kontrolliert werden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert seit längerer Zeit eine Waffenruhe. Putin lehnt eine vorübergehende Feuerpause ab. Er verlangt nach russischer Darstellung eine dauerhafte Vereinbarung und behauptet, eine Waffenruhe könne der Ukraine Zeit geben, ihre Streitkräfte neu aufzustellen, so die Nachrichtenwebsite.

Im Jahr 2025 fanden drei kurze Verhandlungsrunden in Istanbul statt. Anfang 2026 folgten zwei Treffen in Abu Dhabi und ein Gespräch in Genf unter Vermittlung der USA. Seit Februar ruhen die Gespräche. Quellen: Digi24, TASS, TRT World, eigene Recherche.