Moderne Netzwerk-Klassiker: FritzBox 6490 Cable – wie sich der Kabel-Router heute schlägt
Die FritzBox 6490 Cable war eines der bekanntesten Kabelrouter-Modelle von Fritz, ehemals AVM. Sie kam 2013 auf den Markt und wurde nach der Einführung der Routerfreiheit auch für Privatkunden interessant. Heut...
- 3 min read

Die FritzBox 6490 Cable war eines der bekanntesten Kabelrouter-Modelle von Fritz, ehemals AVM. Sie kam 2013 auf den Markt und wurde nach der Einführung der Routerfreiheit auch für Privatkunden interessant. Heute ist sie technisch deutlich in die Jahre gekommen, wird aber vom Hersteller weiterhin mit Firmware versorgt.
Für Kabelanschlüsse entwickelt
AVM, wie Fritz damals noch hieß, stellte die FritzBox 6490 Cable bereits 2013 vor. Das Modell war für Kabelanschlüsse ausgelegt und unterstützte den damaligen Standard EuroDOCSIS 3.0. Nach der Einführung der Routerfreiheit im Jahr 2016 konnte die 6490 Cable auch unabhängig vom Kabelnetzbetreiber eingesetzt werden. AVM positionierte sie damals als leistungsfähige Komplettlösung für Internet, Telefonie und Heimnetz. Eine belastbare Gesamtzahl der verkauften 6490 Cable gibt es nicht. Wie groß die Verbreitung war, lässt aber der Gebrauchtmarkt erahnen: 2020 wurden bei einem Händler rund 20.000 gebrauchte 6490 Cable angeboten.
Bis zu 1.320 Mbit/s im WLAN
Die 6490 Cable unterstützt EuroDOCSIS 3.0 und kann laut AVM am Kabelanschluss Datenraten von bis zu 1 Gbit/s verarbeiten. Beim WLAN setzt sie auf 802.11ac (Wi-Fi 5). Theoretisch sind bis zu 1.300 Mbit/s im 5-GHz-Band und bis zu 450 Mbit/s bei 2,4 GHz möglich. Dazu kommen vier Gigabit-LAN-Anschlüsse, zwei USB-2.0-Anschlüsse sowie eine integrierte Telefonanlage mit DECT-Basis, zwei analogen Anschlüssen und einem ISDN-S₀-Bus. Auch Mesh-Unterstützung und FritzNAS gehören zur Ausstattung.
FritzOS 7.57 ist der letzte Stand
Die Softwaregeschichte zeigt deutlich das Alter des Modells. Für die klassische 6490 Cable ist FritzOS 7.57 vom September 2023 die aktuellste offizielle Version. Fritz führt das Modell weiterhin in seiner Support-Datenbank und stellt die Firmware zum Download bereit. Neue Funktionen aus den jüngeren FritzOS-Versionen sind damit nicht mehr zu erwarten. Besonders wichtig ist die Frage nach der Anschlussgeschwindigkeit: Fritz weist ausdrücklich darauf hin, dass Kabelanschlüsse mit mehr als 500 Mbit/s, die ausschließlich DOCSIS 3.1 verwenden, mit der 6490 Cable nicht genutzt werden können. Für moderne Gigabit-Kabelanschlüsse ist die Box deshalb nicht mehr geeignet.
Streaming und Gaming noch möglich
Für einen normalen Kabelanschluss kann die 6490 Cable auch heute noch funktionieren. Streaming, Videokonferenzen und alltägliches Surfen sind mit der Box grundsätzlich möglich, sofern Anschluss und WLAN ausreichend Bandbreite liefern. Bei mehreren parallelen 4K-Streams kann allerdings die ältere Hardware zum limitierenden Faktor werden. Beim Online-Gaming kann eine per Gigabit-LAN angeschlossene Konsole oder ein Gaming-PC deshalb weiterhin funktionieren. Wer allerdings einen aktuellen Gigabit-Kabelanschluss nutzt oder viele moderne WLAN-Geräte gleichzeitig betreibt, sollte die 6490 Cable nicht mehr als zukunftssichere Router-Lösung betrachten.
Die wichtigsten Fakten zur FritzBox 6490 Cable
- Marktstart: 2013
- Kabelstandard: EuroDOCSIS 3.0
- Kabelgeschwindigkeit: bis 1 Gbit/s
- WLAN: Wi-Fi 5/802.11ac, bis 1.300 Mbit/s bei 5 GHz
- LAN: 4 × Gigabit-Ethernet
- USB: 2 × USB 2.0
- Aktuellste offizielle Firmware: FritzOS 7.57
- Support: weiterhin vorhanden
Fazit: Die FritzBox 6490 Cable gehört zu einer Generation, die den Übergang zur freien Routerwahl bei Kabelanschlüssen miterlebt hat. Für langsamere Kabeltarife kann sie noch funktionieren. Bei Gigabit-Anschlüssen, mehreren parallelen Streams und modernen WLAN-Geräten sind ihre technischen Grenzen jedoch deutlich sichtbar.
Außerdem interessant:
Bildquelle:
- XX0826 Router-Klassiker FritzBox 6490 Cable: Fritz