„Mit Sicherheit“: Iran schwört Rache an den USA für Khameneis Tötung – Trump plant schon für Anschläge
StartseitePolitikStand: 12.07.2026, 21:40 UhrKommentareUns auf Google folgenIrans Oberster Führer Khamenei sagt, die Vergeltung müsse „mit Sicherheit“ auf die Tötung seines Vaters folgen. Er gelobt, den „Märtyr...
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Stand: 12.07.2026, 21:40 Uhr
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Irans Oberster Führer Khamenei sagt, die Vergeltung müsse „mit Sicherheit“ auf die Tötung seines Vaters folgen. Er gelobt, den „Märtyrerführer“ zu rächen.
Teheran, Iran – Irans neuer Oberster Führer Mojtaba Khamenei hat Rache für die Tötung seines Vaters bei US-israelischen Luftangriffen geschworen. Damit verschärft er die Spannungen im Iran-Krieg in einem Moment, in dem ein brüchiger Waffenstillstand bereits ins Wanken gerät und die Gefahr eines erneuten Krieges droht. Khamenei bezeichnete während der Trauerzeremonien der vergangenen Tage, Monate nach der Tötung seines Vaters bei US-israelischen Luftangriffen, Vergeltung als unvermeidlich.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com.
Die Diplomatie dauert derweil an, ist jedoch fragil. Gespräche zur Rettung des US-Iran-Abkommens vom Juni – ausgelegt darauf, die Kämpfe zu stoppen und Seewege wieder zu öffnen – wurden durch jüngste Zusammenstöße und beiderseitige Vorwürfe von Verstößen belastet. Zugleich weitet sich die regionale Wirkung aus. Die Straße von Hormus bleibt ein zentraler Brennpunkt, und jede erneute Eskalation dort könnte sich rasch auf die globalen Öl- und Schifffahrtsmärkte auswirken.

Die eskalierende Rhetorik nahm mittlerweile auch persönliche Dimension an. Trump warnte unlängst, dass jeder Anschlag auf sein Leben überwältigende US-Vergeltung auslösen würde. In einer öffentlichen Erklärung sagte Trump, „1000 Raketen“ seien „geladen und entsichert“ und auf den Iran gerichtet, und fügte hinzu, dass bereits Anordnungen für eine Reaktion erteilt worden seien, die das Land „dezimieren und zerstören“ könne.
Iran-Krieg eskaliert erneut: Rachegelübde aus Teheran – Trumps rote Linie bei Attentatsdrohungen
Er erklärte zudem, er habe für den Fall eines erfolgreichen Attentats stehende Anweisungen für einen massiven Angriff hinterlassen, was den Einsatz im Zusammenhang mit Irans Rachedrohungen erhöht und den Spielraum für Fehlkalkulationen verringert.
Khameneis Botschaft aus Teheran war ebenso unmissverständlich. In der während der Trauerzeremonien für seinen Vater veröffentlichten schriftlichen Erklärung sagte er, Vergeltung sei „die Forderung der Nation“ und müsse „mit Sicherheit“ erfolgen. „Wir geloben, das Blut des Märtyrerführers zu rächen“, sagte er und stellte Vergeltung sowohl als nationale Verpflichtung als auch als weiter gefasste Mission dar.
Die Rhetorik spiegelt Szenen von der Beerdigung selbst wider. In Städten im ganzen Iran versammelten sich große Menschenmengen, skandierten Parolen, in denen sie Rache forderten, und richteten sich in einigen Fällen direkt gegen die Vereinigten Staaten und deren Führung. Beobachter merkten an, diese Gedenkfeiern dienten dabei auch als politisches Theater, stärkten die Legitimität der neuen Führung und signalisierten gleichzeitig den äußeren Gegnern Trotz.
Gescheiterte Waffenruhe im Nahen Osten: Kampf um die Straße von Hormus
Ein Großteil des Konflikts konzentriert sich seither auf die Straße von Hormus, einen der weltweit wichtigsten maritimen Engpässe. Unter normalen Bedingungen passiert etwa ein Fünftel der globalen Ölversorgung diese enge Wasserstraße, was sie für die Weltwirtschaft unverzichtbar macht.
Nach Ausbruch des Krieges begann der Iran, die Schifffahrt durch die Straße zu stören. Zeitweise brach der Verkehr dort dramatisch ein, was zu starken Anstiegen der Ölpreise und weitverbreiteten Sorgen über Versorgungsengpässe beitrug. Das Waffenstillstandsabkommen vom Juni enthielt Bestimmungen zur Wiederöffnung der Straße und zur Gewährleistung der sicheren Passage für Handelsschiffe.
Verhandlungen der USA und Iran – das Waffenstillstandsabkommen aus dem Juni
Die USA und der Iran unterzeichneten Mitte Juni ein Memorandum of Understanding mit dem Ziel, die Feindseligkeiten zu beenden und Verhandlungen wieder aufzunehmen, insbesondere zu Nuklearfragen und zur Sicherheit auf See. Die Vereinbarung sah ein 60-tägiges Waffenstillstandsfenster und Verpflichtungen zur Offenhaltung der Schifffahrtswege vor. Doch schon nach wenigen Wochen zeigten sich Risse. Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus lösten neue Feuergefechte aus, woraufhin die USA Angriffe auf iranische Ziele flogen.
Doch diese Regelung wurde wiederholt auf die Probe gestellt. Jüngste Angriffe auf Handelsschiffe – von denen einige iranische Vertreter intern als Fehler einräumten – haben US-Vergeltung nach sich gezogen und drohen, die Vereinbarung vollständig zum Einsturz zu bringen.
Iran-Krieg ohne Ausweg? Wie es weitergehen könnte
Vorerst befindet sich die Krise in einem heiklen Gleichgewicht. Verhandlungen laufen weiter. Militärische Kräfte bleiben in Alarmbereitschaft. Die Rhetorik verschärft sich. Und in den engen Gewässern des Persischen Golfs, wo globale Energieflüsse und geopolitische Spannungen aufeinandertreffen, könnte der nächste Schritt darüber entscheiden, ob diese Konfrontation abkühlt oder sich zu etwas weitaus Größerem ausweitet.