Mit Kaminski auf Fehmarn: Wie der Kreative Thomas Knüwer beim Bücherschreiben Ängste verarbeitet - HORIZONT

Thomas Knüwer setzt bei seiner Arbeit als CCO von Accenture Song selbstverständlich auf KI. Beim Schreiben seiner Kriminalromane hingegen konsequent nicht. "Beim Schreiben findet KI bei mir exakt null Prozent statt", sagt Knüwer im Strandkorb-Interview mit HORIZONT-Videoreporter und Achtung-CEO Mirko Kaminski auf dessen Heimatinsel Fehmarn.

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Mit Kaminski auf Fehmarn: Wie der Kreative Thomas Knüwer beim Bücherschreiben Ängste verarbeitet - HORIZONT

Mirko Kaminski (li.) im Gespräch mit Thomas Knüwer

Thomas Knüwer setzt bei seiner Arbeit als CCO von Accenture Song selbstverständlich auf KI. Beim Schreiben seiner Kriminalromane hingegen konsequent nicht. "Beim Schreiben findet KI bei mir exakt null Prozent statt", sagt Knüwer im Strandkorb-Interview mit HORIZONT-Videoreporter und Achtung-CEO Mirko Kaminski auf dessen Heimatinsel Fehmarn.

Knüwer verantwortet Kreation in einer Organisation, in der Daten, Technologie, Strategie und Kreativität eng zusammenspielen müssen. Kampagnen seien daher heute "radikaler Teamsport", sagt er. Seine Bücher entstehen dagegen zunächst allein: im Zug, am Flughafen, in jedem freien Zeitfenster. "Ich zerschneide mein Schreiben in kleine Salamischeiben." So hat er neben einem fordernden Job und Familie bereits zwei viel beachtete Kriminalromane veröffentlicht: das preisgekrönte Debüt Das Haus, in dem Gudelia stirbt, und zuletzt Giftiger Grund. Im kommenden Frühjahr erscheint sein drittes Buch.

Begonnen hat Knüwer mit dem Schreiben in einer persönlichen Krise: während eines Burnouts. Er wollte Gedanken aus seinem Kopf bekommen, Ängste verarbeiten und sich in andere Lebensrealitäten hineinversetzen. Aus dieser Selbstbeschäftigung wurde erst eine Geschichte, dann ein Buch und inzwischen eine zweite kreative Identität.

Im Strandkorb-Gespräch auf der Ostseeinsel Fehmarn geht es aber nicht nur um düstere Orte, Schuld und psychologische Abgründe. Sondern auch um die Annahme, die für Kreative und Markenverantwortliche interessant sein dürfte: In jedem Menschen stecke ein Buch. Oder auch: eine große Idee. Entscheidend sei zunächst der innere Drang, etwas zu erzählen oder zu erschaffen. Die Form komme danach.

Knüwer spricht außerdem über die Realität des Buchmarkts, in dem nur rund 4 Prozent der Verlagsautorinnen und -autoren vom Schreiben leben können. Darüber, warum Verlage heute stärker Autorinnen und Autoren als langfristige Marken aufbauen müssen. Regenschauer und Sturm auf Fehmarn haben dem Gespräch über düstere Geschichten den passenden Rahmen verschafft.

Die weiteren Strandkorb-Interviews mit Kaminski auf Fehmarn im Sommer 2026