Auslandschweizer in Kansas City: Alphornklänge für die Nati

Publiziert11. Juli 2026, 21:46Mitten in de USAMit Alphornklängen und Schoggi: Auslandschweizer feiern die NatiIn Kansas gibt es eine Vereinigung von Schweizern und deren Nachkommen. Auch das Alphorn spielt eine...

  • 3 min read
Auslandschweizer in Kansas City: Alphornklänge für die Nati

Publiziert11. Juli 2026, 21:46

Mitten in de USAMit Alphornklängen und Schoggi: Auslandschweizer feiern die Nati

In Kansas gibt es eine Vereinigung von Schweizern und deren Nachkommen. Auch das Alphorn spielt eine wichtige Rolle.

Sven Forster

«Man ist nie traurig, wenn man Alphorn spielt»: John Knechtenhofer hat Schweizer Vorfahren und liebt seine Schweizer Abstammung.Sven Forster

Darum gehts

  • In Kansas City leben Schweizer Auswanderer und ihre Nachkommen, die sich in der Kansas City Swiss Society organisieren.
  • Die Gruppe betreibt eine eigene Alphornvereinigung und empfing die Schweizer Nati bei ihrer Ankunft mit Alphornklängen.
  • Bundesrat Martin Pfister stattet dem Vereins-«Chalet» vor dem Spiel einen Besuch ab.

30 Grad, strahlender Sonnenschein, ein Schoggi-Laden und plötzlich erklingen die Klänge mehrerer Alphörner. Was sich anhört wie ein Sommertag in den Schweizer Bergen, ist in Kansas Tatsache.

Denn: In der USA-Grossstadt gibt es eine Alphorn-Vereinigung – die Kansas City Swiss Alphorns. Sie besteht aus mehreren Mitgliedern der Kansas City Swiss Society, einer Vereinigung von «Schweizern» in der kleinsten Host-City der WM.

Einer der Alphornbläser ist John Knechtenhofer. Sein Grossvater stammt aus der Schweiz und wanderte aus. Dies bescherte John einen Schweizer Pass. «Wir lieben hier unsere Schweizer Abstammung. Ich bin Musiker, darum war das Alphorn für mich die perfekte Gelegenheit, mich mit meiner Herkunft auseinanderzusetzen.»

«Könnte kaum etwas Schöneres geben»

Dass nun ein Schweizer Nationalteam in Kansas spielt, ist für ihn ein absolutes Highlight. «Das erlebt man nur einmal im Leben. Ausserdem bringt es Kansas City viel Aufmerksamkeit und ein sehr positives Ansehen.»

Kansas gelte ja sonst als Bundesstaat, über den man hinwegfliegt. Nun könne man die Gastfreundlichkeit zeigen. Knechtenhofer: «Es könnte kaum etwas Schöneres geben, als dass eine Schweizer Fussballmannschaft hier in Kansas City spielt und damit meine Herkunft mit dieser Stadt verbindet.»

Die Nati wurde mit Alphornklängen empfangen.

Die Nati wurde mit Alphornklängen empfangen.privat

Ebenfalls Mitglied der Swiss Society ist Wolfram Zückert. Er wanderte vor 25 Jahren in die Vereinigten Staaten aus. Erst lebte er in Philadelphia, dann in Kalifornien und nun in Kansas. Das Spiel wird für ihn zum ganz grossen Highlight. «Wir haben uns vor ein paar Wochen erträumt, dass es der Fall sein könnte, nun ist es Tatsache.»

Schweizer tippt auf Messi-Rot

Er selber beherrscht das Alphorn nicht, dafür aber sein Sohn. «Er spielte zuvor Posaune, dann wechselte er aufs Alphorn. Er probt nicht so oft, wie er es sollte, aber es macht ihm Spass.» Die Alphorngruppe war übrigens auch bei der Ankunft der Nati in Kansas vor Ort. Zückert schilderte, wie Murat Yakin ganz perplex vom Anblick war, doch bis zum Ende der Performance blieb und sich bei allen persönlich für den Support bedankte.

Einen Resultattipp hat der Uni-Professor ebenfalls, und zwar einen deutlichen. «Messi bekommt eine Rote Karte, die er schon lange hätte bekommen sollen. Die Schweiz gewinnt und kommt in den Halbfinal.»

Die Partie verfolgen übrigens viele der Mitglieder des Clubs in ihrem eigenen «Chalet» in Kansas. Dort ist vor der Partie auch Bundesrat Martin Pfister zu Gast und stattet der Vereinigung einen Besuch ab – ehe er sich ins Stadion fortbewegt.

Sven Forster

Sven Forster (fss) arbeitet seit 2018 für 20 Minuten. Er ist seit Anfang 2024 als Blattmacher im Einsatz. Dazu leitet er seit September 2024 das Sportressort.

Deine Meinung zählt