Mindestens ein Toter: Russland feuert mehr als 20 ballistische Raketen auf Kiew
In den vergangenen Wochen wird die ukrainische Hauptstadt mehrfach das Ziel besonders verheerender russischer Luftangriffe. Nun kommt ein weiterer hinzu. Erneut werden viele schwer abzufangende Raketen eingesetzt.
- 2 min read
Mindestens ein ToterRussland feuert mehr als 20 ballistische Raketen auf Kiew
19.07.2026, 03:39 Uhr
00:00
/
01:19

In den vergangenen Wochen wird die ukrainische Hauptstadt mehrfach das Ziel besonders verheerender russischer Luftangriffe. Nun kommt ein weiterer hinzu. Erneut werden viele schwer abzufangende Raketen eingesetzt.
Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist vom russischen Militär massiv mit ballistischen Raketen angegriffen worden. Dutzende Explosionen teils von Flugabwehrraketen waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete.
Der Zivilschutz in Kiew sprach am Morgen von einem Toten und acht Verletzten. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Mit westlicher Hilfe, besonders aus Deutschland, wurde die Flugabwehr modernisiert. Zuletzt klagte Kiew jedoch über einen Mangel an Fluglenkkörpern für das Flugabwehrsystem Patriot zur Abwehr ballistischer Raketen.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in Kiew seien ein großes Logistikzentrum der Post für die Lagerung von Bauteilen für Waffen sowie mehrere Betriebe für die Produktion von Raketenkomponenten Ziele der Angriffe gewesen. Im Kiewer Gebiet sei ein Zentrum zur Aufbewahrung und Verteilung von Elementen für die Produktion von weitreichenden Drohnen getroffen worden. Unabhängig überprüfbar waren diese Angaben nicht.
Auch die Hafeninfrastruktur im Süden am Schwarzen Meer sei erneut angegriffen worden, teilte das Ministerium in Moskau mit. So seien im Raum Odessa Anlagen für die Lagerung militärischer Güter sowie von den Streitkräften genutzte Treibstoffdepots beschossen worden. Die Ukraine veröffentlicht - wie Russland - keine Informationen zu Schäden an militärisch genutzten Objekten.
Quelle: ntv.de, rog/dpa