Metall-Firma packt Insolvenz nicht – Inventar wird versteigert
wa.deNRWStand: 12.07.2026, 13:34 UhrKommentareUns auf Google folgenEin Metallverarbeiter aus NRW kündigt das endgültige Aus an – das Insolvenzverfahren ist gescheitert. Jetzt wird das Inventar versteigert.Rheda...
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Stand: 12.07.2026, 13:34 Uhr
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Ein Metallverarbeiter aus NRW kündigt das endgültige Aus an – das Insolvenzverfahren ist gescheitert. Jetzt wird das Inventar versteigert.
Rheda-Wiedenbrück – Die Zahl der Firmeninsolvenzen in NRW bleibt auf einem hohen Niveau. Immer wieder geraten auch Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten, die eigentlich gut aufgestellt scheinen. Dass es trotzdem zum Aus kommen kann, zeigt der Fall der RT-Lasertechnik GmbH aus Rheda-Wiedenbrück.

Denn das Insolvenzverfahren des ostwestfälischen Metallverarbeiters RT-Lasertechnik GmbH ist gescheitert. Zum 30. Juni hat das Unternehmen aus Rheda-Wiedenbrück seinen Betrieb endgültig eingestellt. Nun wird das gesamte Inventar der Firma im Rahmen einer Online-Auktion verwertet.
Insolvenzverfahren kontne RT-Lasertechnik nicht retten
Bereits im Januar war die Insolvenz des Unternehmens bekannt geworden. Damals schilderte Insolvenzverwalter Mike Westkamp gegenüber wa.de, was die RT-Lasertechnik in die finanzielle Schieflage gebracht hatte: Eine neu angeschaffte Flachbrett-Lasermaschine habe erhebliche technische Probleme verursacht, weshalb „bestehende Aufträge nicht vollumfänglich oder nicht rechtzeitig ausgeführt werden“ konnten. Die daraus resultierenden Umsatzeinbußen führten zu Liquiditätsengpässen, die das Unternehmen schließlich nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen konnte.
Dabei sei die Auftragslage des Unternehmens laut Westkamp grundsätzlich solide gewesen – die Insolvenz also kein Zeichen mangelnder Nachfrage, sondern Folge eines einzelnen, folgenschweren Investitionsfehlers. Zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung Mitte Januar waren rund 150 Beschäftigte von dem Verfahren betroffen.
Firma mit letzten Worten: „Blicken mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück“
Trotz des laufenden Investorenprozesses, der eine Rettung des Unternehmens ermöglichen sollte, fand sich offenbar keine tragfähige Lösung. Auf der Firmenwebsite verabschiedet sich das Unternehmen mit einem persönlichen Statement von Kunden und Geschäftspartnern: „Wir möchten die Gelegenheit nutzen und uns bei all unseren Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitenden bedanken. Ihr Vertrauen, Ihre Unterstützung und Ihr Engagement haben unser Unternehmen über viele Jahre geprägt und begleitet“, heißt es auf der Firmenwebsite. Und weiter: „Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück – auf erfolgreiche Projekte, gemeisterte Herausforderungen und zahlreiche wertvolle Begegnungen.“
Was von der RT-Lasertechnik bleibt, wird nun versteigert. Am Dienstag, 14. Juli, startet ab 8:30 Uhr eine Online-Insolvenzversteigerung mit insgesamt 571 Losen – darunter hochwertige Industriemaschinen, Werkzeuge und Büroausstattung. Besonders ins Auge fallen die Laserschneidanlagen des Herstellers Trumpf: Eine TruLaser 5040 aus dem Jahr 2014 wird mit einem Startpreis von 40.000 Euro aufgerufen. Die Versteigerung wird vom Hamburger Auktionshaus HTKG durchgeführt und ist online zugänglich.