Spektakuläre Neuerung für Autofahrer: Maut-Änderung in Kroatien beschlossen
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Stand: 01.08.2026, 17:36 Uhr
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Mautschranken sind in Kroatien bald Geschichte: Ab Herbst 2026 gilt das neue Free-Flow-System. Was Urlauber jetzt wissen müssen.
München – Viele Kroatien-Reisende fahren mit dem Auto in den Urlaub – und kennen somit auch die leidige Realität an den Mautstellen. Lange Schlangen, nichts geht voran und das alles dann oft auch noch bei Hitze. Das neue Free-Flow-System bei der Maut will dem ein Ende setzen. Statt Mautschranken soll künftig alles digital und vollautomatisch passieren und somit reibungsloser.

Die kroatische Regierung hat in ihrer jüngsten Sitzung grünes Licht für die Finanzierung des elektronischen Mautsystems gegeben. Die Gesamtkosten für den Umbau belaufen sich auf mehr als 160 Millionen Euro, wie kosmo.at berichtet. Davon übernimmt der kroatische EU-Aufbaufonds (NPOO) rund 115,6 Millionen Euro als förderfähige Kosten. Die restlichen 44,9 Millionen Euro trägt die staatliche Autobahngesellschaft Kroatische Autobahnen (HAC) selbst.
Neues Mautsystem in Kroatien – Autofahrer haben die Wahl zwischen zwei Abrechnungssystemen
Das neue Mautsystem funktioniert wie folgt: Fahrzeuge fahren künftig einfach durch die Mautstation durch – ohne Anhalten, ohne Schranke. Kameras erfassen dabei automatisch das Kennzeichen. Alternativ besteht die Option, eine elektronische Mautbox zu nutzen.
Für Pkw und Motorräder bis 3,5 Tonnen gibt es die Wahl: entweder das Kennzeichen vorab in einem Online-Portal registrieren oder eine Mautbox nutzen, wie der ADAC informiert. Für Lkw, Busse und Fahrzeuge über 3,5 Tonnen bleibt die Mautbox Pflicht. Wichtig: Jedes Fahrzeug muss künftig einzeln registriert werden. Wer eine Box bisher zwischen mehreren Autos getauscht hat, muss umdenken.
Ab Herbst 2026 – also nach der laufenden Sommersaison – startet die schrittweise Umstellung. Ab 1. März 2027 sollen dann alle Mautstationen auf das neue digitale System umgestellt worden sein. Eine Pauschal-Vignette wie in Österreich oder Slowenien ist nicht geplant. Die Gebühren bleiben streckenabhängig. (Quellen: kosmo.at, ADAC) (sp)