Massive Zunahme von Migration in Brandenburg – Bildung unter Druck

Der aktuelle „Zuwanderungs- und Integrationsbericht 2025“ offenbart eine drastische Veränderung der Bevölkerungsstruktur in Brandenburg. Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich die Zahl der Ausländer im Land meh...

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Massive Zunahme von Migration in Brandenburg – Bildung unter Druck

Der aktuelle „Zuwanderungs- und Integrationsbericht 2025“ offenbart eine drastische Veränderung der Bevölkerungsstruktur in Brandenburg. Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich die Zahl der Ausländer im Land mehr als verdreifacht: von 67.589 im Jahr 2014 auf 211.470 Personen im Jahr 2024.

Damit einher geht eine massive Konzentration in den Städten: In Frankfurt (Oder) liegt der Ausländeranteil bereits bei 16,7 Prozent, in Cottbus bei 12,6 Prozent. Besonders prägend für diese Entwicklung ist die Fluchtmigration. Während die Zuwanderung aus EU-Staaten wie Polen stagniert, verzeichneten Asylbewerber aus Syrien (plus 1085,9 Prozent) und Afghanistan (plus 1010,5 Prozent) seit 2014 außergewöhnlich starke Zuwächse.

Der Bericht verdeutlicht erhebliche Defizite bei der schulischen und beruflichen Qualifikation. Während der Anteil der Personen in Brandenburg ohne jeglichen Schulabschluss unter Einheimischen bei nur 2 Prozent liegt, ist dieser Wert bei Menschen mit Migrationshintergrund mit 14,5 Prozent mehr als siebenmal so hoch. Noch deutlicher ist die Schere bei der beruflichen Bildung: 34,3 Prozent der Migranten verfügen über keinen berufsqualifizierenden Abschluss (Einheimische: 10,9 Prozent).

Der Anteil zugewanderter Schüler an Oberschulen ist auf 12,9 Prozent gestiegen, während er an Gymnasien mit 5,4 Prozent deutlich niedriger bleibt. Mehr als die Hälfte der Eltern ohne Migrationshintergrund (52,6 Prozent) gab an, ihr Kind eher nicht oder auf keinen Fall an einer Schule mit hohem Migrantenanteil anmelden zu wollen.

Ausländische Staatsangehörige machen mittlerweile 11,8 % aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Brandenburg aus. Ein besonders hoher Anteil findet sich in der Arbeitnehmerüberlassung (66,2 Prozent), im Gastgewerbe (30 Prozent) sowie im Bereich Verkehr und Lagerei (24,7 Prozent). Trotz der steigenden Beschäftigungsquoten arbeiten jedoch rund 45 Prozent der ausländischen Vollzeitbeschäftigten im unteren Entgeltbereich, was oft auf fehlende formale Anerkennungen von Qualifikationen oder Sprachbarrieren zurückzuführen sei.

Ein weiteres Konfliktfeld bleibt das Thema Sicherheit. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) sind nichtdeutsche Tatverdächtige gemessen an der Gesamtbevölkerung in Brandenburg mit einem Anteil von 25,3 Prozent an allen Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) deutlich überrepräsentiert.