Massive Beschwerden in Münchner Viertel: Gehwegparker blockieren Rollstuhlfahrer und Kinderwagen

tzMünchenStadtUntergiesing-HarlachingStand: 18.07.2026, 17:45 UhrKommentareUns auf Google folgenAuf der Bürgerversammlung Untergiesing-Harlaching drehte sich mehr als die Hälfte aller Anträge um den Verkehr. Bü...

  • 3 min read
Massive Beschwerden in Münchner Viertel: Gehwegparker blockieren Rollstuhlfahrer und Kinderwagen

Stand: 18.07.2026, 17:45 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Auf der Bürgerversammlung Untergiesing-Harlaching drehte sich mehr als die Hälfte aller Anträge um den Verkehr. Bürger zeigten an mehreren Beispielen, wie Autos auf Gehwegen Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren behindern.

Untergiesing-Harlaching – Parkverstöße, Ampelblitzer und Schulwegsicherheit: Die Liste der Probleme, die auf der Bürgerversammlung Untergiesing-Harlaching zur Sprache kam, ist lang. Mehr als die Hälfte der gestellten Anfragen und Anträge bezog sich auf den Verkehr.

In München parken tausende Autos halb auf dem Gehweg.

Auf der Bürgerversammlung Untergiesing-Harlaching drehte sich mehr als die Hälfte aller Anträge um den Verkehr. Bürger zeigten an mehreren Beispielen, wie Autos auf Gehwegen Rollstuhlfahrer und Menschen mit Rollatoren behindern. (Symbolbild) © Marcus Schlaf

Gehwegparker in Untergiesing blockieren Rollstuhlfahrer und Kinderwagen – mehrere Anträge zum Thema

Vielen Bürgen sind beispielsweise Elektrokleinstfahrzeuge, wie die E-Roller im Fachjargon heißen, ein Dorn im Auge. Genauso wie Leihräder müssten sie geordneter abgestellt werden, so eine Forderung. Auch den öffentlichen Nahverkehr möchten die Bürger ausbauen lassen und beispielsweise den Kolumbusplatz oder die Menterschwaige an das S-Bahn-Netz anbinden. Der Autoverkehr soll im Gegenzug eingebremst werden: Wegen häufiger Rotlichtverstöße wurden Ampelblitzer beantragt, zudem sollen neue Tempo-30-Zonen für mehr Verkehrssicherheit sorgen.

Immer gut informiert: Unsere neuen tz-Stadtteil-Newsletter

tz.de ist jetzt noch lokaler: Neben unserer ausführlichen München-Berichterstattung haben wir auch neue Stadtteil-Newsletter gestartet. Sie wollen aktuelle Themen aus dem Südosten, dem Norden, dem Südwesten oder aus der Innenstadt Münchens direkt per E-Mail bekommen? Das ist jetzt möglich.

Der NewsletterMünchen Südwest“ informiert über Sendling, Sendling-Westpark, Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln und Hadern. Hier geht es zur Anmeldung.
Der NewsletterMünchen City“ behandelt alle Themen aus den Bezirken Altstadt-Lehel, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt, Maxvorstadt und Schwanthalerhöhe. Hier geht es zur Anmeldung.
Der NewsletterMünchen Südost“ informiert über Au-Haidhausen, Obergiesing-Fasangarten und Untergiesing-Harlaching. Hier geht es zur Anmeldung.
Der NewsletterMünchen Nord“ berichtet über Themen aus Schwabing-West, Milbertshofen-Am Hart, Schwabing-Freimann und Feldmoching-Hasenbergl. Hier geht es zur Anmeldung.

Ihr Stadtviertel ist (noch) nicht dabei? Keine Sorge! Auch für die anderen Bezirke in München bereiten wir weitere eigene Newsletter vor.

Und auch das Thema Parken treibt die Bürger um. Wie es um die Einrichtung neuer Parklizenzgebiete steht, wurde mehrfach gefragt. Ob Anwohner Besucherlizenzen an Bekannte weitergeben können, wollte ein Bürger wissen. Massive Beschwerden gab es über das fortwährende Gehwegparken im Stadtbezirk. An mehreren Beispielen zeigen Bürger, welche Einschränkungen es für Fußgänger mit Rollatoren oder Kinderwagen und für Rollstuhlfahrer gibt, wenn Autos mit den zwei Reifen auf dem Bürgersteig abgestellt werden. In der Kritik standen dabei auch die Polizei und die Kommunale Verkehrsüberwachung wegen mangelnder Kontrollen.

Neues Parklizenzgebiet soll kommen

Als Reaktion auf einige der Anträge hatten die anwesenden Vertreter der öffentlichen Stellen gute Nachrichten für die Bürger: Parklizenzgebiet und Geschwindigkeitsbegrenzungen seien im Kommen und Parkkontrollen sollten verstärkt werden. Zudem könnten verstärkt spezifische Abstellflächen für E-Roller und Leihräder ausgewiesen werden. Außerdem arbeite das Mobilitätsreferat derzeit an einer stadtweiten Vorlage, wie künftig mit dem Gehwegparken umgegangen werden soll.