Marvelous bestätigt Ende der Partnerschaft mit Tencent, Story-of-Seasons-Mobile-Spiel eingestellt

Der japanische Entwickler Marvelous, bekannt für Reihen wie Rune Factory, Story of Seasons (früher: Harvest Moon), Senran Kagura und No More Heroes, hat am 31. Juli offiziell bestätigt, seine Kapital- und Gesch...

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Marvelous bestätigt Ende der Partnerschaft mit Tencent, Story-of-Seasons-Mobile-Spiel eingestellt

Der japanische Entwickler Marvelous, bekannt für Reihen wie Rune Factory, Story of Seasons (früher: Harvest Moon), Senran Kagura und No More Heroes, hat am 31. Juli offiziell bestätigt, seine Kapital- und Geschäftspartnerschaft mit der Tencent-Tochtergesellschaft Image Frame Investment zu beenden. Bereits im Vormonat hatte Bloomberg berichtet, dass Tencent plane, seine Investitionen bei mehreren japanischen Spielestudios zurückzuziehen.

Hintergrund der Trennung

Laut GameBiz endete die sechsjährige Geschäftsallianz, weil Image Frame Investment im Zuge einer Überarbeitung von Tencents Investmentportfolio und Kapitalallokationsstrategie den Verkauf seiner Marvelous-Anteile ankündigte. Tencent und seine verbundenen Unternehmen verlieren dadurch ihren Status als Großaktionär. Es wird erwartet, dass der ehemalige SEGA-Präsident und aktuelle CEO von Amuse Capital, Hayao Nakayama, künftig größter Anteilseigner von Marvelous wird, gefolgt von Marvelous-CEO Haruki Nakayama. Die 12,17 Millionen Aktien von Image Frame Investment werden dabei auf Marvelous, SBI Securities sowie ein weiteres japanisches Unternehmen verteilt.

Zusätzlich hat Tencent angekündigt, die Entwicklung eines Story-of-Seasons-Mobile-Spiels einzustellen, für das die Lizenzvereinbarung bereits 2019 unterzeichnet worden war. Als Gründe wurden „geschäftliches Umfeld und Profitabilität“ genannt. Da die grundsätzliche Lizenzvereinbarung selbst jedoch weiterhin bestehen bleibt, bedeutet dies nicht das vollständige Ende der Geschäftsbeziehung zwischen Tencent und Marvelous.

Teil eines größeren Trends

Laut GameBiz führt Tencents veränderte Investmentstrategie, die nun stärker auf „Kapitaleffizienz“ und „Aktionärsstabilität“ setzt, auf jüngere Veränderungen im chinesischen Marktumfeld zurück. Da der Konzern um 2020 herum aggressiv in japanische Spieleunternehmen investiert hatte, dürfte Marvelous voraussichtlich nicht das einzige Unternehmen sein, das von Tencents überarbeiteter Investmentpolitik betroffen ist.

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