Mannheim: Ex-Linken-Politiker lädt zu Swinger-Party ins Rathaus
Initiative in Mannheim Politiker lädt zur Swingerparty ins RathausVon t-onlineAktualisiert am 06.08.2026 - 14:54 UhrLesedauer: 2 Min.Ein Mannheimer Kommunalpolitiker steht auf Swingerpartys. Nach einem FKK-Urla...
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Initiative in Mannheim
Politiker lädt zur Swingerparty ins Rathaus
Von t-online
Aktualisiert am 06.08.2026 - 14:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Mannheimer Kommunalpolitiker steht auf Swingerpartys. Nach einem FKK-Urlaub im Vorjahr löst er jetzt erneut bundesweit Aufsehen aus.
Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat hat zu einer Swingerparty im Rathaus der Stadt eingeladen. Das teilte der 35-Jährige am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. Ferrat war früher für die Linke aktiv und sitzt heute für die Wählervereinigung "Die Mannheimer" im Gemeinderat.
Als Veranstaltungsort hält er das Rathaus für geeignet. "Das Rathaus ist zentral gelegen", erklärte Ferrat. "Es gibt keine Hausordnung oder kommunale Satzung, die Swingerpartys im Rathaus explizit verbietet." Sollte sich die Stadt wehren, will er nach eigenen Angaben "notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht" ziehen.
Die Party ist nach seiner Darstellung Mittel zum Zweck: Ferrat fordert ein "FKK-Swinger-Paradies" für Mannheim und begründet das mit der Wirtschaftslage der Stadt. Eine solche Einrichtung würde nach seiner Einschätzung "jährlich Millionen in die Stadtkasse spülen". Mit der Aktion solle dieser Forderung Nachdruck verliehen werden.
Rhein-Neckar-Region steckt tief in der Krise
Mannheim ist mit rund 320.000 Einwohnern nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Wirtschaftlich hat die Kommune aber stark zu kämpfen. Zuletzt rutschte die Traditionsbrauerei Eichbaum in die Insolvenz. Auf der anderen Rheinseite in Ludwigshafen baut der Chemie-Gigant BASF massiv Stellen ab. Am Stammwerk des Konzerns arbeiten heute weniger Menschen als im Jahr 1954. Die Rhein-Neckar-Region steckt tief in der Krise.
Ferrat machte bereits im Vorjahr Schlagzeilen in den Sommermonaten. Damals lud er zu einem FKK-Swinger-Urlaub als "politische Bildungsfahrt" ein. Im Amtsblatt der Stadt Mannheim ließ er sich fast nackt abbilden und provozierte Kritik der CDU. Die Wochenzeitung "Die Zeit" schrieb über ihn: "Deutschlands verrücktester Stadtrat."