KV Mühlheim schießt sich mit 6:0 an die Tabellenspitze

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KV Mühlheim schießt sich mit 6:0 an die Tabellenspitze

Stand: 09.08.2026, 21:55 Uhr

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Miguel Torcuatro (FC Erlensee), Jonghyun Seo (Türk Gücü Hanau)

Zähe Angelegenheit. Erlensees Miguel Torcuatro (links) gegen Jonghyun Seo von Türk Gücü Hanau. Das Kreisderby endet 2:2. © Patrick Scheiber/Patrick Scheiber/Scheiber

Der Aufsteiger FC Germania Rothenbergen hatte zuvor zwei Siege gefeiert. Drei Tore zwischen der 51. und 58. Minute entschieden die Partie vorzeitig.

Offenbach – Die KV Mühlheim hat mit einem klaren 6:0-Sieg über den zuvor zweimal siegreichen Aufsteiger FC Germania Rothenbergen die Tabellenführung der Fußball-Gruppenliga Frankfurt Ost übernommen. Es folgt Germania Dörnigheim. Die Maintaler feierten gegen den OSC Rosenhöhe einen 4:1-Erfolg. Nach gelungenem Saisonstart setzte es für Kickers Obertshausen mit einer 0:1-Niederlage bei Aufsteiger Sportfreunde Oberau einen Dämpfer. Aufsteiger Teutonia Hausen holte gegen den TSV 1860 Hanau im dritten Spiel den ersten Saisonpunkt.

KV Mühlheim – Germania Rothenbergen 6:0 (1:0). Beim letztlich deutlichen Sieg gegen den Aufsteiger taten sich die Mühlheimer bis zur Halbzeit schwer. Nihad Kujovic hatte in der 13. Minute zwar eine sehenswerte Kombination zum 1:0 abgeschlossen, danach aber gelang zunächst nicht mehr viel. „Die Pausenansprache unserer Trainer Domenico Di Rosa und Daniel Böhmer hat dann aber Wirkung gezeigt. Die Mannschaft hat unsere zweifellos vorhandene Offensivstärke dann überlegt ausgespielt“, sagte Mühlheims Sportlicher Leiter Giulio Tallarico. Mit drei Toren zwischen der 51. und 58. Spielminute entschieden die Mühlheimer die Partie dann schnell vorzeitig. Schließlich erhöhten noch die eingewechselten Tommaso Di Dato mit einer direkt verwandelten Ecke (67.) und Elias Kurt (70.) auf 6:0.

Bayern Alzenau II - Spvgg. Dietesheim 4:0 (2:0). Auf das 4:0 zum Saisonauftakt daheim gegen die SG Bruchköbel ließen die Dietesheimer nun ein 0:4 in Alzenau folgen. Sie waren zunächst mit der Hessenliga-Reserve auf Augenhöhe, kassierten zwei Tore nach individuellen Fehlern, kamen in der zweiten Halbzeit nach einer vergebenen Großchance von Paul Stein nicht mehr heran und verloren letztlich klar. „Das war ein hochverdienter Sieg für Alzenau. Das ist eine junge und absolut fitte Mannschaft, die sogar noch Verstärkung von oben hatte. Wir sind im Umbruch, haben Urlauber und Verletzte. Wir sind noch nicht auf diesem Level, aber davon geht die Welt nicht unter. Jetzt kommt aber eine Partie, in der wir punkten müssen“, sagte Trainer Peter Hoffmann vor dem Spiel am Mittwoch daheim gegen Bad Orb.

FC Langen - FC Gelnhausen 2:0 (0:0). Erster Sieg für Absteiger FC Langen in der neuen Gruppenliga-Saison. Die Mannschaft von Trainer Marco Betz, die zum Auftakt ein 3:3 beim OSC Rosenhöhe erkämpft hatte (nach 0:3-Rückstand), setzte sich gegen Gelnhausen verdient durch. „Die erste Hälfte war noch recht ausgeglichen, obwohl wir mehr Ballbesitz hatten und sogar einen Elfmeter verschossen haben. In die zweite Hälfte sind wir mit dem frühen Tor super reingekommen. Wir haben das Spiel kontrolliert“, sagte Trainer Marco Betz.

Am Mittwoch müssen die Langener zur bereits zweimal siegreichen Eintracht aus Oberissigheim. „Das wird eine schwere Aufgabe gegen einen fußballerisch starken Gegner, aber wir sind gut dabei. Wir haben nach dem Abstieg schnell unseren Rhythmus gefunden“, versprüht Betz große Zuversicht.

SF Oberau – Kickers Obertshausen 1:0 (0:0). Am Ende saßen die Verteidiger von Kickers Obertshausen noch einige Minuten entsetzt im eigenen Strafraum. Mit der letzten Aktion des Spiels, dem Treffer des Oberauers Falk van Haaren, waren sie bei hohen Temperaturen doch noch K. o. gegangen. Zuvor hatte sich der stark ersatzgeschwächte und mit reaktivierten Spielern wie Fabian Dindorf antretende Gast beim Aufsteiger nach Kräften gewehrt und hätte durch Niklas Hofmann (Pfostenschuss, 66. Minute) in Führung gehen können. Nach verteilter erster Hälfte mit Chancen auf beiden Seiten hatten die Sportfreunde Oberau in Hälfte zwei mehr Körner und hätten in der 56. Minute in Führung gehen müssen. Jedoch schoss Marco Vulcano einen Strafstoß daneben. In der Schlussphase sah der gleiche Spieler wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte. Trotz Unterzahl spielte Oberau bis zum Ende auf Sieg und wurde belohnt.

FC Teutonia Hausen – TSV 1860 Hanau 2:2 (1:1). Das Aufsteigerduell blieb ohne Sieger, doch immerhin durften beide Teams ihren ersten Saisonpunkt verbuchen. Hausens Trainer Luca Raponi fühlte sich an die jüngste Heimniederlage gegen Germania Rothenbergen erinnert, denn wie schon am vergangenen Mittwoch ließ seine Mannschaft im ersten Abschnitt viele gute Torchancen aus. Kurz vor der Pause glich Marco Di Maria aber die Gästeführung aus. Im zweiten Durchgang war der TSV besser im Spiel und traf erneut durch Zdrakovski. Die Moral des FC Teutonia war jedoch intakt und so trug sich auch Di Maria ein zweites Mal in die Torschützenliste ein (75.). Zehn Minuten vor dem Ende sah der eingewechselte Hanauer Kerem Kaya nach einem harten Einsteigen die Rote Karte.

Türk Gücü Hanau – 1. FC Erlensee 1:1 (1:0). Das Hanauer Kreisderby blieb ohne Sieger und sorgte auf beiden Seiten für enttäuschte Gesichter. „Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen und hätten das Spiel ohne die unberechtigte Gelb-Rote Karte gewonnen“, meinte Türk Gücüs Trainer Daniel Strack. Auf Seiten der Gäste sprach Teammanager Andreas Jäger von zwei verlorenen Punkten und führte eine hohe Ballbesitzquote ins Feld. Zur Wahrheit gehörte indes auch, dass der FCE mit seinen spielerischen Vorteilen zu wenig anzufangen wusste.

Germania Dörnigheim – OSC Rosenhöhe 4:1 (2:1). An der Dicken Buche ging es gleich munter los. Jaouad El Kaddouri brachte die Offenbacher bereits nach sieben Minuten in Führung. Die Freude währte jedoch nicht lange, denn Dörnigheims Josef Sultani glich mit einem verwandelten Strafstoß aus. In der 32. Minute bugsierte Ugur Erdogan die Kugel zum 2:1-Halbzeitstand über die Linie. Als Bilal Azzimouni ein gutes Zuspiel von Sultani zum 3:1 verwertete (68.), war die Vorentscheidung gefallen. In der Nachspielzeit sicherte sich Josef Sultani mit einem verwandelten Freistoß endgültig die inoffizielle Auszeichnung „Spieler des Spiels“.