Krieg in Nahost: Trump behauptet: Haben alle Minen in Straße von Hormus geräumt
Newsblog zum Krieg in Nahost Trump behauptet: Haben alle Minen in Straße von Hormus geräumtAktualisiert am 10.08.2026 - 23:56 UhrLesedauer: 22 Min.Ein Schiff der russischen Schattenflotte ist in Seenot geraten....
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Newsblog zum Krieg in Nahost
Trump behauptet: Haben alle Minen in Straße von Hormus geräumt
Aktualisiert am 10.08.2026 - 23:56 UhrLesedauer: 22 Min.
Ein Schiff der russischen Schattenflotte ist in Seenot geraten. Das iranische Regime verstärkt die oberste Militärführung. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Dienstag, 11. August
Trump: Haben in gesamter Straße von Hormus Minen geräumt
Donald Trump zufolge sind in der gesamten Straße von Hormus Minen geräumt worden. Das sagte der Republikaner im Weißen Haus vor Journalisten und betonte, dass die Meerenge für die Schifffahrt offen sei. Die USA kontrollierten die für den Öltransport wichtige Seestraße "zu 100 Prozent". Gelegentlich würde der Iran eine Mine ablegen, man finde diese Minen aber.
Die Kriegsparteien ringen schon länger um die vollständige Wiedereröffnung der Straße. Der Nationale Sicherheitsrat des Irans knüpfte dies iranischen Medienberichten zufolge an Zugeständnisse der USA und ihrer Verbündeten. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Außenministeriums in Teheran zudem, von Handelsschiffen Gebühren für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu erheben.
Am Wochenende hatte Trumps Vize JD Vance gesagt, dass die Iraner zu Beginn des Kriegs eine große Anzahl an Minen verlegt hätten. Aktuell arbeite man daran, wie man einen Mechanismus für eine sichere Schifffahrt dort einrichten könne. Vance zufolge schließt das sowohl eine Minenräumung als auch Zusagen des Irans ein, keine Handelsschiffe anzugreifen
USA verlängern Ausnahme für Schiffstransport von Rohstoffen
Die US-Regierung hat eine Ausnahmeregelung für die Schifffahrt in Teilen um 90 Tage verlängert, um damit die Versorgung von wichtigen Ressourcen wie Benzin, Diesel und Sojaöl sicherzustellen. Wichtigen Industriezweigen und dem Militär solle damit geholfen werden, teilte das Weiße Haus mit. Ein hochrangiger Regierungsbeamter fügte hinzu, dass die Aussetzung des sogenannten Jones Acts am 17. August in Kraft treten werde.
Mitte März hatte die Regierung das Gesetz zunächst für 60 Tage ausgesetzt, das den Schiffsverkehr zwischen US-Häfen einschränkt: Demnach durften Schiffe mit Güterlieferungen von den Vereinigten Staaten aus nur dann einen anderen US-Hafen anlaufen, wenn sie unter US-Flagge fahren. Ausländischen Schiffen war das bisher nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Die jetzige Verlängerung gilt US-Regierungskreisen zufolge ausschließlich für Schiffe, die Güter wie Benzin, Diesel, Rohöl, Heizöl, Flüssigerdgas, Sojaöl und Düngemittel transportieren. Zusätzlich gibt es die Änderung, dass das US-Verteidigungsministerium entscheidet, für welche Schiffe die Ausnahmeregelung gilt.
Das Gesetz wurde 1920 verabschiedet, um US-amerikanische Reedereien und Seehandelsunternehmen zu schützen. Kritikern zufolge verteuert es aber den Transport von Gütern und treibt damit die Verbraucherpreise, weil für einen Öltransport von einem US-Hafen an den anderen weniger Schiffe infrage kommen.
Montag, 10. August
Oman: Ölteppich nach Tanker-Havarie breitet sich aus
Der Ölteppich eines vor der Küste Omans havarierten Tankers hat sich ausgebreitet und bedeckt nach Angaben der omanischen Umweltbehörde inzwischen eine Fläche von fast 400 Quadratkilometern. Die "Caroline Bezengi" sei in der Nähe eines Naturschutzgebietes bei den Hallanijat-Inseln auf Grund gelaufen, teilt die Behörde weiter mit.
Das Schiff hat knapp eine Million Barrel russisches Öl für den asiatischen Markt geladen. Es war Anfang Juni nach einer mutmaßlichen Explosion an Bord vor der Küste des Jemen in Seenot geraten. Der Tanker gehört zur sogenannten Schattenflotte, mit der Russland westliche Sanktionen umgeht, und ist selbst mit Strafmaßnahmen der EU und weiterer Staaten belegt.
Teheran benennt neue oberste Militärführung
Kurz nach der Ernennung eines neuen obersten Sicherheitsberaters werden im Iran sechs militärische Führungspersonen neu bestimmt. Die Dekrete zu den Neubesetzungen wurden am Abend (Ortszeit) auf einem Telegram-Kanal veröffentlicht, der Nachrichten des obersten iranischen Führers Modschtaba Chamenei transportiert. Iranische Medien berichteten gleichlautend und zeigten Bilder einer Zeremonie, bei der Chamenei jedoch nicht zu sehen ist.
Zwei Persönlichkeiten stechen hierbei hervor: So wird Ahmad Wahidi in den Rang eines Generals befördert und als Oberbefehlshaber der mächtigen Revolutionsgarden (IRGC) formal festgelegt. Er führte die Rolle bereits seit der Tötung seines Vorgängers aus. Zudem wird mit Hossein Taeb ein langjähriger Geheimdienstler zum neuen Chef der paramilitärischen Basidsch-Milizen.
Daneben wurden die Brigadegeneräle Ali Abdollahi als Stabschef der Streitkräfte und Ali Asmai als Kommandeur der Seestreitkräfte der Revolutionsgarden ernannt. Zwei weitere Ernennungen betreffen Stellvertreter.
Trump fordert Entschädigung von Iran
US-Präsident Donald Trump hat vom Iran Entschädigungszahlungen für die Opfer des Konflikts mit den USA und Israel gefordert. Die iranische Führung müsse für "all die Menschen, die sie getötet und schwer verwundet hat", Schadenersatz leisten, erklärte Trump. Er reagierte damit auf iranische Forderungen nach Entschädigungen für Kriegsschäden. Die Regierung in Teheran hat unter anderem erwägt, künftig Gebühren für die Passage der strategisch wichtigen Straße von Hormus zu verlangen.
Ölpreise steigen: Unsicherheit über Öffnung der Straße von Hormus
Die Ölpreise sind am Montag wegen der anhaltenden Unsicherheit über eine baldige Wiedereröffnung der Straße von Hormus gestiegen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,09 Prozent auf 84,46 Dollar je Barrel, während US-Leichtöl WTI um 0,78 Prozent auf 78,79 Dollar zulegte. Zwar stehe ein Abkommen mit Oman über neue Schifffahrtsrouten kurz vor dem Abschluss, teilte die Regierung in Teheran am Sonntag mit. Die wichtige Wasserstraße werde jedoch erst wieder freigegeben, wenn die USA weitere Bedingungen wie etwa Entschädigungszahlungen für Angriffe erfüllten.