Kreditvergabe wird geprüft: Ermittler durchsuchen Kreissparkasse
In Weilburg hat es Durchsuchungen im Hauptsitz der Kreissparkasse gegeben. Es soll dabei um Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Krediten für die Gemeinde Löhnberg gehen.
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Kreditvergabe für Löhnberg Ermittler durchsuchen Hauptsitz von Kreissparkasse Weilburg
In Weilburg hat es Durchsuchungen im Hauptsitz der Kreissparkasse gegeben. Es soll dabei um Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit Krediten für die Gemeinde Löhnberg gehen.
Der Hauptsitz der Kreissparkasse Weilburg. Bild © Benjamin Müller (hr)
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00:40 Min.|Benjamin Müller
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Am Dienstagvormittag haben Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft den Hauptsitz der Kreissparkasse Weilburg im Odersbacher Weg durchsucht. Das hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt bestätigt.
Nach hessenschau-Informationen geht es um Ermittlungen im Zusammenhang mit Krediten, die die Kreissparkasse Weilburg an die Gemeinde Löhnberg (Limburg-Weilburg) vergeben haben soll. Demnach besteht der Verdacht, dass die Kreissparkasse die Kredite ohne ordnungsgemäße Prüfung vergeben haben soll.
Bestätigt hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt diesen Zusammenhang bisher nicht. Sie will erst am Mittwoch weitere Angaben machen.
Löhnbergs Finanzkrise
Im Hintergrund steht eine schwere Haushaltskrise der Gemeinde Löhnberg. 2024 war bekannt geworden, dass die kleine Kommune ihre Rechnungen nicht mehr alle bezahlen konnte.
Über Jahre hinweg häufte Löhnberg Schulden an, legte keine ordnungsgemäß geprüften Jahresabschlüsse vor und meldete gegenüber Aufsichtsbehörden falsche Finanzzahlen.
Gemeinde hat mehrere Kredite bei Bank
Bekannt ist, dass die Gemeinde Konten bei der Kreissparkasse Weilburg unterhält und mehrere Kredite bei ihr aufgenommen hat. Der frühere Bürgermeister Frank Schmidt (SPD) saß jahrelang im Verwaltungsrat der Bank.
Die Kreissparkasse gewährte zudem in der Vergangenheit einen Millionen-Kredit für die gemeindeeigene Löhnberger Grundbesitz GmbH (LGG), die mittlerweile insolvent ist.
Derzeit streiten Gemeinde und Kreissparkasse darüber, wer für 5,8 Millionen Euro Schulden der insolventen Gesellschaft aufkommen muss. Zwar hatte die Gemeinde 2022 eine Bürgschaft für Kredite der Gesellschaft beschlossen, inzwischen ist jedoch umstritten, ob sie tatsächlich für die gesamte Summe haften muss.
2024: Durchsuchungen auch im Rathaus
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hatte bereits im Dezember 2024 das Rathaus von Löhnberg und das Privathaus des Ex-Bürgermeisters Schmidt durchsucht. Seitdem laufen gegen ihn Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue.
Ob zur aktuellen Durchsuchung bei der Kreissparkasse Weilburg ein Zusammenhang besteht, ist derzeit unklar.