Klimabündnis Castrop-Rauxel will Maßnahmen gegen Überhitzung: Zwei Forderungen stehen im Zentrum
Klimabündnis Castrop-Rauxel will Maßnahmen gegen Überhitzung Zwei Forderungen stehen im Zentrum 13.07.2026 14:55 Uhr Am Reiterbrunnen ...
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Klimabündnis Castrop-Rauxel will Maßnahmen gegen Überhitzung Zwei Forderungen stehen im Zentrum
13.07.2026 14:55 Uhr
Das Klimabündnis Castrop-Rauxel fordert mit einer Petition ein Notfallprogramm gegen Hitze. Unterstützung kommt auch aus mehreren Ratsparteien.
2 Min Lesezeit
Darum geht‘s:
- Klimabündnis startet Petition gegen Überhitzung.
- Forderung nach Entsiegelung, mehr Begrünung und Baumschutz.
- Unterstützung kommt von Aktiven verschiedener politischer Lager.
Der Verein Klimabündnis Castrop-Rauxel erhöht beim Thema Stadtgrün den Druck auf Politik und Verwaltung. Mit einer Online-Petition fordert der Verein den Stadtrat jetzt auf, ein kommunales Notfallprogramm gegen die zunehmende Überhitzung der Stadt aufzulegen. Im Mittelpunkt stehen mehr Entsiegelung, zusätzliche Begrünung und ein konsequenter Schutz bestehender Bäume.
„Bäume sind unsere wichtigsten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen“, schreibt Vereinsvorstand Ulrich Werkle. Grünflächen und Bäume kühlten die Stadt nachweislich ab, speicherten Wasser und verbesserten das Mikroklima. Die Forderungen sollen nicht nur online gesammelt werden. Das Klimabündnis kündigt zugleich an, den Inhalt der Petition als Bürgerantrag nach Paragraf 24 der Gemeindeordnung NRW in den Stadtrat einzubringen.
Überschneidungen zu anderen Initiativen
Zum Start der Petition verweist Werkle auf die Hitze der vergangenen Wochen. Städte seien besonders betroffen, weil sich versiegelte Flächen stark aufheizten und Regenwasser schnell in die Kanalisation abgeführt werde.

Nach vier Tagen haben bis Montag rund 60 Menschen unterschrieben. Darunter finden sich kommunalpolitisch bekannte Namen: Zu den Unterstützern gehören Ulrich Häpke (Die Linke), Margita Gudjons und Detlef Konisch (beide BSW), die frühere FWI-Ratsfrau Christel Sperz, Grünen-Politiker Jürgen Domjahn sowie Umweltaktivist Wolfgang Schlabach, der sich seit Jahren für den Erhalt der Alten Eiche in Habinghorst engagiert und dort als Vorstand nun auch den Protest zum Erhalt des Erinplatzes aktiv unterstützt.
Zwischen den drei Initiativen gibt es diverse Überschneidungen. Der Erinplatz, an dem es vor neun Tagen erst ein Protest-Picknick zum Erhalt der Grünfläche gegeben hat, taucht auch hier auf: Auf einer Foto-Kombination aus Erinplatz und Marktplatz sind Thermometer zu sehen. Das eine zeigt 32 Grad im Schatten der großen Bäume an der Bochumer Straße, das andere 38,7 Grad mitten auf dem gepflasterten Marktplatz am Reiterbrunnen.
Gelbe Karte im Hitze-Check
In den 22 bisher veröffentlichten Kommentaren (Stand Montag, 13.7.2026, 13 Uhr) begründen die Unterstützer ihre Zustimmung: Sperz verweist auf das Abschneiden Castrop-Rauxels im bundesweiten Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe: „Die Stadt muss grüner werden“, meint sie und argumentiert mit dem Ergebnis: Castrop-Rauxel erhielt die Gelbe Karte, weil rund die Hälfte der Stadtfläche versiegelt sei. Jürgen Domjahn schreibt knapp: „Klimaschutz ist das wichtigste Thema der Welt.“

Detlef Konisch begründet seine Unterstützung mit Blick auf kommende Generationen: „Weil wir Kinder und Enkel haben und diese in einem guten Klima leben sollen!“ Seine Parteikollegin Margita Gudjons hebt etwas anderes hervor: „Die Gesundheit ist das höchste Gut. Weitere neue Hitzeinseln schaden den Anwohnern.“ Eine Anspielung auf die Bebauungspläne für den früheren „Erinfriedhof“. Auf den bezieht sich auch Ulrich Häpke: „Eine kühle grüne Insel in einem aufgeheizten Häusermeer.“ Aktivist Wolfgang Schlabach fordert: „Wir brauchen mehr Bäume gegen Hitze.“
Das gesetzte Ziel der Petition liegt bei 1000 Unterschriften. Diese 1000er-Marke erreichte die parallel laufende Petition zum „Erinplatz“ schon vor Wochen. Unabhängig davon wolle das Klimabündnis seine Forderungen über den angekündigten Bürgerantrag direkt in die Beratungen des Stadtrats einbringen.
Die Petition ist auffindbar auf openpetition.org/tqvzk.
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