Klimaanlage: Der beste Zeitpunkt zum Kauf

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Klimaanlage: Der beste Zeitpunkt zum Kauf

Klimaanlagen-Preise: Der richtige Kaufmoment für Klimageräte

„Antizyklisch einkaufen“ ist eine kluge Devise, wenn man sich Produkte mit saisonalem Nutzwert anschafft. Also: Jetzt eine Klimaanlage kaufen? Oder besser noch ein bisschen warten?

Mobiles Klimagerät: Flexible Lösungen zur Raumkühlung liegen in Deutschland im Trend. Foto: Midea

Da sitzt man am Schreibtisch und brütet über Geschäftszahlen, Projektplänen oder einem flotten Werbespruch für die nächste Kampagne, doch alle Gedanken scheinen zu einem zähen Brei zu gerinnen: Willkommen im hochsommerlichen deutschen Homeoffice in Zeiten des fortgeschrittenen Klimawandels.

Timing ist alles beim Klimagerät

Bei der Wahl des Klimageräts ist gutes Timing ein wesentlicher Faktor – bedeutsamer womöglich als das konkrete Fabrikat. Der Endkundenpreis des mobilen Klimageräts Midea PortaSplit Cool mit einer Leistung von 2,35 kW oszillierte alleine in den zurückliegenden drei Sommermonaten wie die Kurve eines außer Kontrolle geratenen Herzmuskels.

Am 16. Juni lag der Preis des Geräts bei lediglich 599 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Zwei Wochen später hatte man mit 1828 Euro mehr als das Dreifache dafür auszulegen. Einen Tag darauf fiel er dann auf 729 Euro, am Tag danach ging’s wieder auf 1297 Euro rauf. Wer ordert, wenn ihm der Schweiß schon auf der Stirn klebt, sollte vor dem Bestellklick lieber erstmal kalt duschen gehen. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der Marktpreis nach der Dusche deutlich gesunken ist.

Wenn man das Suchverhalten auf Google als Beleg nimmt, wächst hierzulande der Wunsch nach einem wohltemperierten Rückzugsort im Sommer. Von Juni bis August haben in diesem Jahr dreimal so viele Nutzer den Begriff „Klimaanlage“ ins Suchfeld getippt wie in den gleichen Monaten des Vorjahrs.

Der Markt ist für Anbieter attraktiv. „40 Prozent der Deutschen planen einen Kauf“, sagt Christoph Krauss von der auf Pricing spezialisierten Beratung Prof. Roll & Pastuch. Die mobilen Varianten ziehe man dabei vor. Sie kommen ohne Einsatz eines zertifizierten Kühltechnikers aus und ohne dass vorab bau- oder mietrechtliche Fragen geklärt werden müssen.

Insbesondere den Händlern winken – die Preiskurve zeigt es – beträchtliche Margen. Auch die Hersteller profitieren von der Nachfrage, jedoch vereinbaren sie die Konditionen mit dem Handel auf längere Frist, sodass sie an spontanen saisonalen Preisaktionen nicht gesondert partizipieren.

Für die Händler bleibt das Geschäft dennoch eine Wette auf das nur in Maßen vorhersagbare Wetter, wie Krauss betont: „Bei überraschender Hitze drohen Lieferengpässe. Bleibt erwartete Hitze aus, werden hohe Bestände und gebundenes Kapital zum Risiko.“

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