Klage: Apple wirft OpenAI Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor
Um die Entwicklung eigener Hardware zu beschleunigen, soll OpenAI Apple Geschäftsgeheimnisse gestohlen haben. Der iPhone-Konzern hat deswegen jetzt Klage gegen den ChatGPT-Erfinder eingereicht. Im Fokus steht Jony Ives Startup io. Im Jahr 2024 waren Apple und OpenAI noch eine umfassende Partnerschaft eingegangen, in deren Rahmen ChatGPT in das iPhone-Betriebssystem iOS integriert werden sollte. OpenAI-CEO Sam […]
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Im Jahr 2024 waren Apple und OpenAI noch eine umfassende Partnerschaft eingegangen, in deren Rahmen ChatGPT in das iPhone-Betriebssystem iOS integriert werden sollte. OpenAI-CEO Sam Altman war für die entsprechende Ankündigung eigens im Apple-Hauptquartier aufgetaucht.
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OpenAI kauft Startup von Ex-Apple-Designer
Die Beziehungen dürften sich allerdings spätestens abgekühlt haben, als OpenAI das Startup io Products (io) des früheren Apple-Chefdesigners Jony Ive gekauft hatte, wie CNBC schreibt. Ein Ziel der rund 6,5 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme ist die Entwicklung eines bisher noch nicht detailliert angekündigten KI-Geräts.
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Gerüchten zufolge könnte es sich dabei auch um ein KI-Agenten basiertes Smartphone handeln, was wiederum Apple und Samsung nicht schmecken dürfte. Für die Hardware-Entwicklung hat OpenAI jedenfalls jede Menge Mitarbeiter:innen von Apple, vor allem aus der Produktentwicklung, abgeworben. Aktuell sollen schon über 400 ehemalige Apple-Angestellte bei OpenAI arbeiten.
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Apple wirft OpenAI Geheimnisdiebstahl vor
Jetzt wirft Apple OpenAI den Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor und hat in diesem Zusammenhang am 10. Juli 2026 eine Klage vor dem Bundesgericht in Nordkalifornien eingereicht. Hinter dem Geheimnisdiebstahl soll der Plan stecken, dadurch die Entwicklung der eigenen Hardware beschleunigen zu können, wie es in der Klageschrift heißt.
Der Geheimnisdiebstahl sei demnach „auf allen Ebenen“ erfolgt, von einfachen Mitarbeiter:innen des Technikteams bis zum obersten Chef der Produktabteilung und in Zusammenarbeit mit Geschäftspartner:innen, so der Vorwurf von Apple. Neben OpenAI und io werden explizit zwei ehemalige Apple-Mitarbeiter, Chang Liu und Tang Yew Tan, als Beklagte aufgeführt.
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Liu, als leitender Systementwickler bei Apple an geheimen Projekten beteiligt, soll nach seinem Wechsel zu OpenAI im Januar 2026 unerlaubt weiter auf vertrauliche, hardwarebezogene Dateien von Apple zugegriffen haben. Darunter sollen sich laut Klageschrift „umfangreiche, detaillierte Informationen über unveröffentlichte Produkte, technische Präsentationen, Spezifikationen und proprietäre Projektdaten“ befunden haben.
Bewerber sollen Infos geliefert haben
Tan, bei Apple zuletzt als Vice President für das Produktdesign von iPhone und Apple Watch zuständig, hat io mitgegründet und ist nach der Übernahme zu OpenAIs oberstem Hardwarechef aufgestiegen. Tan, so der Vorwurf seitens Apples, soll Vorstellungsgespräche genutzt haben, um Bewerber:innen detailliert zu Apple-Produkten zu befragen. Außerdem soll Tan die Bewerber:innen aufgefordert haben, Arbeitsproben von ihren aktuellen Apple-Projekten zu den Gesprächen bei OpenAI mitzubringen.
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Auf eine entsprechende Anfrage Apples aus dem Februar 2026, in der OpenAI mit den Vorwürfen konfrontiert worden und um eine Klärung gebeten worden sei, habe die KI-Firma nicht reagiert. Apple bleibe daher nichts anderes übrig, als zu klagen. Ziel ist, OpenAI die weitere Nutzung der angeblich widerrechtlich angeeigneten Informationen zu untersagen. Außerdem strebt der iPhone-Konzern einen Schadensersatz in nicht genannter Höhe an.
Tan stand übrigens im Sommer 2025 wegen ähnlicher Anschuldigungen des Audio-Startups iyO schon einmal vor Gericht, wie es in einer Mitteilung heißt. Im Rahmen eines Markenrechtsstreits zwischen iyO und io soll Tan unter Eid ausgesagt haben, dass ein früher iyO-Manager bei seiner io-Bewerbung vertrauliche Informationen geliefert haben soll. Der Rechtsstreit hatte dazu geführt, dass OpenAI die Geräte einer kommenden KI-Hardware-Reihe nicht io nennt.
OpenAI weist Apple-Vorwürfe zurück
OpenAI hat die Apple-Vorwürfe derweil zurückgewiesen. Man habe kein Interesse an den Geheimnissen anderer Firmen und bleibe darauf konzentriert, selbst innovative Technologien zu entwickeln, wie es in einem Statement heißt.