„Ich bin sehr glücklich“: Argentinierin wird mit 62 erstmals Mutter – ihr Weg zum Wunschkind

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„Ich bin sehr glücklich“: Argentinierin wird mit 62 erstmals Mutter – ihr Weg zum Wunschkind

Kinderwunsch nach Wechseljahren: Argentinierin bekommt mit 62 ihr erstes Baby

Stand: 14.08.2026, 14:09 Uhr

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Baby

Eine 62-Jährige wurde erstmals Mutter (Symbolbild). © Fabian Strauch/dpa

Mabel Frías brachte Sohn David nach einer zweimonatigen Behandlung per Kaiserschnitt zur Welt; er wog 2.75 Kilogramm.

Buenos Aires – Eine 62-jährige Frau aus San Nicolás in Buenos Aires ist nach einer Behandlung zur assistierten Reproduktion erstmals Mutter geworden. Sie brachte per Kaiserschnitt einen gesunden Jungen namens David mit einem Gewicht von 2.750 Kilogramm zur Welt. Der Schwangerschaft war eine In-vitro-Fertilisation mit Embryonenspende vorausgegangen.

Damit erfüllte sich für Mabel Frías ein Wunsch, über den sie eigenen Angaben zufolge lange nachgedacht hatte, nachdem sie bereits Jahre zuvor in die Wechseljahre gekommen war. „Ich bin glücklich mit meinem Leben. Hier ist David. Ich bin sehr glücklich und zufrieden, dass es mir gelungen ist, mit 62 Jahren ein Kind zu bekommen“, sagte sie. Es sei ihr erstes Kind und die Schwangerschaft sei „perfekt“ gewesen. Sie endete mit einem Kaiserschnitt und der Geburt eines Babys, das Frías als „wunderschön“ bezeichnete, berichtete Eltrecetv.

Embryonenspende

Frías ließ sich in Rosario von Dr. Colabianchi behandeln, der sie während des zweimonatigen Verfahrens begleitete. Dazu gehörte eine biologische regenerative Zelltherapie mit ihren eigenen Stammzellen. Er stellte klar, dass wegen der bereits eingetretenen Wechseljahre auf eine Eizellspende zurückgegriffen worden sei.

Für einen Embryotransfer müsse sich die Gebärmutter nicht in einem Zyklus befinden. Medizinische Untersuchungen ergaben, dass Frías’ Gebärmutter gesund war. Sowohl die Patientin als auch die Ärzte sahen darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor. Frías unternahm im Oktober des Vorjahres ihren ersten Behandlungsversuch und wurde dabei schwanger.

Ihre Geburtshelferin Romina Ruffini sagte, die Schwangerschaft sei normal und ohne Komplikationen verlaufen. Frías habe während der neun Monate weder eine besondere Betreuung noch spezielle Vorsichtsmaßnahmen benötigt. Ruffini beschrieb sie während des gesamten Prozesses als ruhig und aufgeschlossen. Später trat Frías gemeinsam mit David und Ruffini in der Sendung Mediodía Noticias auf und dankte den medizinischen Teams, die sie betreut hatten.

Die frischgebackene Mutter sagte, sie habe sich schon immer ein Kind gewünscht. Obwohl sie bereits Jahre zuvor in die Wechseljahre gekommen war, habe sie sich für eine Fruchtbarkeitsbehandlung mit Eizellspende entschieden, da sie in ihrem Alter keine eigenen Eizellen mehr habe. Sie beschrieb sich als gläubigen Menschen. Sie habe gebetet und sei sich sicher gewesen, Mutter zu werden. Schließlich habe sie beschlossen, es zu „wagen“ und ihr Ziel mithilfe assistierter Reproduktion zu verfolgen. Während ihrer Schwangerschaft hätten einige Menschen in ihrem Umfeld bezweifelt, dass dies möglich sei.

Einige hätten ihr vorgeschlagen, eine Adoption in Betracht zu ziehen. Andere hätten ihr die Schwangerschaft nicht geglaubt, weil diese bis etwa zum sechsten Monat äußerlich kaum sichtbar gewesen sei. Mit Blick auf ihren Weg zur Mutterschaft und ihre Entscheidung, diesen Schritt erst später im Leben zu gehen, sagte sie, das Erreichen lang gehegter Ziele erfordere Entschlossenheit. Patientinnen könnten heute wissenschaftliche Fortschritte nutzen, um die Wechseljahre und eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu bewältigen.

Sie selbst habe sich gut betreut gefühlt. Im Rückblick beschrieb Frías sowohl den medizinischen Prozess als auch das Ergebnis als positiv. Der gute Zustand ihrer Gebärmutter und die koordinierte Betreuung seien entscheidend gewesen. Sie ermutigte zudem andere Menschen, die einen ähnlichen Weg erwägen, nicht aufzugeben. Die Wechseljahre seien eine Hürde, bei deren Bewältigung die moderne Medizin Patienten auf dem Weg zur Elternschaft helfen könne.

Altersrichtlinien

Ihr Fall ist bemerkenswert, weil sie nach ihrem 60. Lebensjahr schwanger wurde – in einem Alter, in dem Frauen die Wechseljahre üblicherweise bereits hinter sich haben. Zwar gibt es keine gesetzliche Altersgrenze für assistierte Reproduktion, der wissenschaftliche Konsens empfiehlt jedoch, das Alter von 55 Jahren nicht zu überschreiten. Viele Zentren führen nach dem 50. Lebensjahr keine Behandlungen mehr durch. Wegen der erhöhten Risiken raten Experten international von Embryotransfers ab einem Alter von 55 Jahren ab.

Gleichzeitig erlauben die Protokolle für assistierte Reproduktion Embryotransfers nach den Wechseljahren, sofern die betreffenden Personen medizinisch untersucht wurden und eine Schwangerschaft austragen können. Einige Mediziner betonen zudem, dass die Entscheidung für eine Elternschaft im fortgeschrittenen Alter letztlich persönlich sei und sowohl die steigende Lebenserwartung als auch individuelle Lebensumstände widerspiegele, berichtete La Nacion. (Redaktion)