Kickers Offenbach verliert erstmals: 1:2 bei Hessen Kassel trotz Aufholjagd
StartseiteSportRegionalsportStand: 11.09.2026, 21:54 UhrKommentareUns auf Google folgenBelebendes Element: Joker Jelle Goselink erzielt mit seinem ersten Saisontor das 1:2. Später verpasste er mit einem Kopfbal...
- 4 min read
Stand: 11.09.2026, 21:54 Uhr

Kickers Offenbach kassiert die erste Saisonniederlage – trotz starker Schlussphase mit Lattentreffer und drei Großchancen. Mehrere Stammkräfte fehlten dem OFC verletzungsbedingt.
Kassel – Im siebten Saisonspiel hat es Kickers Offenbach in der Regionalliga Südwest erwischt. Nach fünf Siegen und einem Remis unterlag der OFC beim KSV Hessen Kassel mit 1:2 (0:2), bleibt aber Tabellenführer. Wie in der Woche zuvor zeigte das Team von Trainer Mark Zimmermann nach einem 0:2-Rückstand Moral, belohnte sich diesmal aber nicht.
„Uns hat die Klarheit gefehlt“, erklärte OFC-Trainer Mark Zimmermann: „Die Kernkompetenz, die wir in den vergangenen Wochen hatten, war dieses Mal nicht über 90 Minuten da.“ Die Folge dessen sei der 0:2-Rückstand zur Pause gewesen. Anders als beim begeisternden 3:2 gegen den TSV Steinbach Haiger am vergangenen Dienstag sei der OFC „weit davon entfernt gewesen, noch vor der Pause auszugleichen.“ Aber ein Lob hatte Zimmermann für das Aufbäumen in Hälfte zwei parat: „Das war super, das ist das, was wir spielen wollen.
Als sich rund anderthalb Stunden vor dem Spiel die Türen des OFC-Mannschaftsbusses öffneten, stieg auch Robin Krauße aus. Auf dem Spielberichtsbogen fehlte der erfahrene Sechser allerdings – aufgrund muskulärer Probleme. Zudem fiel Kristjan Arh Cesen (Probleme in der Kniekehle) erneut aus. Jan Hendrik Marx saß seine Gelb-Rot-Sperre ab. Damit standen beide Stamm-Schienenspieler nicht zur Verfügung. Jan Becker, der gegen den TSV Steinbach Haiger als Joker den 3:2-Siegtreffer erzielt hatte, war krankheitsbedingt nicht dabei.
Anstelle von Krauße begann der junge Adam Loune im zentralen defensiven Mittelfeld, die rechte Schienenposition nahm in Jayson Breitenbach ein gelernter Verteidiger ein. Anfangs machte sich das nicht bemerkbar. Der OFC war zunächst gut drin im Spiel, ließ den Ball ordentlich laufen und hatte die erste Chance der Partie. Maximilian Wolfram chippte den Ball in den Strafraum zu Benedikt von Hagen. Nach dessen Direktabnahme verfehlte die Kugel nur knapp das Tor (6.). Doch mit zunehmender Spielzeit zeigte sich eine gewisse Unwucht im Spiel der Kickers. Sie waren nicht ganz so nah dran am Mann wie sonst. Die kleinen Fehler häuften sich. Bisweilen fehlte die letzte Konsequenz. So auch in der 14. Minute. Nach einem Einwurf für die Gastgeber kam der Ball in den Offenbacher Strafraum, wo drei Mann nicht energisch genug einschritten. Die Folge: Nach Querpass von Cemal Sezer musste Mirnes Pepic nur noch einschieben – 1:0.
Auch in der Folgezeit wurde oft nicht gut geklärt, teilweise waren die Abstände im Mittelfeld zu groß. Und vorne tat man sich ungewohnt schwer. Wie es einfach geht, zeigte Kassel kurz vor der Pause. Nach einem simplen Doppelpass hatte Sercan Sararer im Strafraum freie Fahrt, wurde aber von Breitenbach unfair gestoppt. Den Elfmeter verwandelte der Gefoulte souverän zum 2:0 (39.) – und jubelte dann völlig sinnbefreit in Richtung der OFC-Fans. Die Gelbe Karte war die Folge, die hatte zuvor auch Breitenbach für sein Foul gesehen.
Im zweiten Durchgang deutete zunächst nichts auf ein ähnliches Comeback der Kickers wie am Dienstag beim 3:2 gegen Steinbach Haiger hin, zumal kurz nach der Pause auch noch Keanu Staude angeschlagen vom Platz musste. Doch vor allem mit dem für ihn eingewechselten Luka Garic kam frischer Schwung. Wolfram setzt mit einem Schuss, der das Tor knapp verfehlte, ein erstes Zeichen. In der 73. Minute fiel der Anschlusstreffer. Bastian Frölich spielte den eingewechselten Jelle Goselink im Strafraum frei – 1:2. Die Kickers waren nun klar am Drücker. Maximilian Schmid kam zweimal zum Abschluss (74./75.), sein Kopfball touchierte die Torlatte (82.). Garic (84.) und Goselink (89./90.) verpassten knapp. Danach war die erste OFC-Niederlage der Saison besiegelt. Im Anschluss an die Partie gab es noch eine Rudelbildung, die sich aber schnell auflöste. Jeweils Gelb für den OFC (Wolfram) und Kassel waren die Folge – sowie Rot für Kickers-Torwarttrainer Rene Keffel.