«Multiple 100»: SRF-Interview mit ETF-Händler Roman wird zum Meme
Publiziert7. August 2026, 17:56«Verdiene multiple 100»Ist Roman der Archetyp eines Zürcher «Finance Guy»?Ein spontanes Strasseninterview von SRF-Reporter Donat Hofer entwickelt sich zum viralen Hit. Die Antwort...
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Publiziert7. August 2026, 17:56
«Verdiene multiple 100»Ist Roman der Archetyp eines Zürcher «Finance Guy»?
Ein spontanes Strasseninterview von SRF-Reporter Donat Hofer entwickelt sich zum viralen Hit. Die Antworten eines ETF-Verkäufers an der Zürcher Bahnhofstrasse sorgen für zahlreiche Parodien.

Darum gehts
- Ein Strasseninterview von SRF-Reporter Donat Hofer mit ETF-Verkäufer Roman an der Zürcher Bahnhofstrasse gibt zu reden.
- Romans Aussagen sind eine Steilvorlage für Memes und Parodien.
- Auf Social Media wird diskutiert, ob Roman den typischen Zürcher «Finance Guy» verkörpert.
Für sein Format «Donat auf Achse» spricht SRF-Reporter Donat Hofer an der Zürcher Bahnhofstrasse mit Passanten. Einer davon: Roman, der in der Finanzbranche bei einem US-Vermögensverwalter arbeitet.
Was als normales Interview beginnt, entwickelt sich innerhalb weniger Stunden zum viralen Hit. Schweizer Content-Creator wie Gabirano oder Frank Richter haben das Interview inzwischen parodiert.
«Everything that makes the market go around»
Roman erzählt, dass er gerade den Finanzpodcast «The Market Huddle» höre. Auf die Frage, worum es darin gehe, zählt er Themen wie «Street of Hormuz», «AI» und «Private Credit» auf und sagt schliesslich: «Everything that makes the market go around» und «Markets sind eine evolving Story». Er bezeichnet sich als «Sales Guy», verkaufe ETFs (ein Finanzprodukt, das einen Index abbildet, zum Beispiel den Dow Jones) und arbeite seit rund vier Jahren in der Branche.
Seinen Job liebt er. «Es gibt nichts Besseres», sagt Roman. Die Märkte veränderten sich ständig, man habe viel Kundenkontakt – und: «Ich bin relativ chatty.» Obwohl der Zürcher dann offenbar in Eile ist, will Donat Hofer zum Schluss noch wissen, wie viel er ungefähr verdient. Romans Antwort fällt knapp, aber klar aus: «Multiple 100.» Der SRF-Reporter und der Kameramann fragen sich anschliessend, ob Roman damit mehrere 100’000 Franken pro Jahr meint.
Was löst ein virales Video wie das SRF-Interview mit dem Zürcher ETF-Verkäufer bei dir aus?
Ich finde es unterhaltsam und die Parodien lustig.
Ich schäme mich fremd und finde es unnötig, sich über jemanden lustig zu machen.
Es zeigt gut die Klischees der Finanzbranche auf.
Ich finde es schade, dass jemand so in den Fokus gerät.
Ich habe das Video gesehen, aber es lässt mich kalt.
Ich habe das Video gar nicht mitbekommen.
«Wenn Zürich eine Person wäre»
In den Kommentaren sehen viele in Roman das Klischee eines Zürcher «Finance Bros»: elegante Kleidung, Airpods im Ohr und ein Gespräch, das ständig zwischen Deutsch und englischen Fachbegriffen wechselt.
So wird Roman auf Social Media bereits zur Symbolfigur des Finanzberaters. Ein User kürt Roman zum «HSG-Alumni-Final-Boss» oder «Anglizismen-Endgegner». Ein User fasst zusammen: «Wenn Zürich eine Person wäre». Andere finden Roman «Cringe Level 5000» und bezeichnen ihn als «Schweizer Patrick Bateman», die Hauptfigur aus dem Film «American Psycho».
Einzelne empfinden Roman jedoch auch als sympathisch und fordern «Roman for President». Oder meinen, man mache sich unnötig über jemanden lustig, der einem SRF-Reporter spontan und ohne Vorbereitung ein Interview gegeben habe. Der Betroffene selbst sagt am Telefon zu 20 Minuten, er habe aus seinem Umfeld nur positives Feedback erhalten. Zum Rummel um seine Person will er sich nicht weiter äussern.

Thomas Sennhauser (ths), arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er begann als Videojournalist und wechselte nach zwei Jahren ins Ressort News wo er über gesellschaftliche Themen und Analysen zu Geschehnissen im Ausland schreibt.
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