Israel ebnet Weg für Einsatz von Krokodilen um Gefängnisse

palästinensische Häftlinge Israel ebnet Weg für Einsatz von Krokodilen um Gefängnisse Zuvor forderte der rechtsextreme Sicherheitsminister Ben Gvir ein Gefängnis nach dem US-Vorbild des "Alligator-Alca...

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Israel ebnet Weg für Einsatz von Krokodilen um Gefängnisse

palästinensische Häftlinge

Israel ebnet Weg für Einsatz von Krokodilen um Gefängnisse

Zuvor forderte der rechtsextreme Sicherheitsminister Ben Gvir ein Gefängnis nach dem US-Vorbild des "Alligator-Alcatraz" in den Everglades-Sümpfen

Jerusalem – Israels Umweltministerin Idit Silman hat den rechtlichen Status von Nilkrokodilen geändert und diese zu "gezüchteten Wildtieren" erklärt. Israelischen Medienberichten zufolge soll die Änderung den Einsatz der Reptilien in Wassergräben rund um ein Gefängnis mit palästinensischen Sicherheitshäftlingen ermöglichen. Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir hatte zuvor ein Gefängnis nach dem Vorbild des US-amerikanischen "Alligator-Alcatraz" gefordert.

Das US-Abschiebegefängnis in den Everglades-Sümpfen erhielt den Namen "Alligator-Alcatraz" in Anspielung auf das frühere Alcatraz-Gefängnis auf einer Insel vor San Francisco. US-Präsident Donald Trump hatte das Gefängnis in seiner Wahlheimat Florida im vergangenen Juli besucht und die harschen Haftbedingungen in dem von Alligatoren wimmelnden Sumpfgebiet gelobt.

Zwei Krokodile schwimmen in einem Wasserbecken in einem Gehege. Eines ist groß und gut sichtbar, während das andere teilweise neben ihm auftaucht. Das Wasser ist trüb, und im Hintergrund sind Reflexionen und Schatten erkennbar.
Bisher durften Nilkrokodile laut Israels Umweltministerium nur zu Bildungs-, Forschungs- und Aufklärungszwecken gehalten werden. (Symbolbild)

Hochsicherheitsgefängnis Ketziot

In Israel sollen nun mit Änderung des rechtlichen Status der Nilkrokodile Sicherheitsbehörden grundsätzlich eine Genehmigung für die Haltung der Tiere erhalten können. Andere Krokodilarten hatten diese Einstufung zuvor erhalten, um eine kommerzielle Zucht wegen ihrer Häute zu ermöglichen. Betroffen sein könnte etwa das große Hochsicherheitsgefängnis Ketziot in der Negev-Wüste. Dort sind den Angaben zufolge unter anderem palästinensische Sicherheitshäftlinge sowie während des Gaza-Kriegs festgenommene Palästinenser inhaftiert. Außerdem wurden auch Aktivistinnen und Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte dort festgehalten.

Ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird, ist nach derzeitigem Stand offen. Der Rechtsberater des Ministeriums und die israelische Natur- und Parkbehörde hatten laut Times of Israel die Ministerin vor dem Schritt gewarnt. Laut Behörde dürfen solche Wildtiere nur zu Bildungs-, Forschungs- und Aufklärungszwecken gehalten werden. In der Vergangenheit habe die Zucht von Krokodilen zu zahlreichen Problemen geführt – darunter Vorfälle, bei denen Krokodile in die Wildnis entkamen, sowie Gefahren für Menschenleben, hieß es weiter. (APA, 17.7.2026)

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