„Hybrider Anschlag“ in Leipzig: Dobrindt sagt entscheidendes Wort nicht – lässt dann aber doch tief blicken
StartseitePolitik„Hybrider Anschlag“ in Leipzig: Dobrindt sagt das Wort Russland nicht – ein interessanter Satz fällt aber dochStand: 05.08.2026, 22:24 UhrKommentareUns auf Google folgenInnenminister Dobrindt h...
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„Hybrider Anschlag“ in Leipzig: Dobrindt sagt das Wort Russland nicht – ein interessanter Satz fällt aber doch
Stand: 05.08.2026, 22:24 Uhr
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Innenminister Dobrindt hat den Drohnen-Vorfall in Leipzig eingeordnet. Er sieht eine „neue Gefahrenqualität“. Auf Russland zeigt er nur abstrakt. Eine Analyse.
Leipzig – Der Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig sei ein „sehr ernster, sicherheitsrelevanter Vorfall“, ordnet Innenminister Alexander Dobrindt in einem Statement am Abend ein. Er spricht von einem „hybriden Anschlagsszenario“, auf das man sich vorbereitet habe. Ins Detail geht er bezüglich der Folgen nicht. Und auch das Wort Russland nennt er nicht. Einen sehr interessanten Satz sagt Dobrindt aber dann doch in diese Richtung.

Sicherheitsexperte Nico Lange hatte schon vor Dobrindts Statement gegenüber dem Fernsehsender Phoenix gesagt, dass der Vorfall „ins Schema der russischen hybriden Angriffe gegen Deutschland“ passe. Und auch CDU-Sicherheitsexperte Roderich Kiesewetter vermutete direkt Russland hinter der Attacke. Lange sagte weiter: Bei hybriden Angriffen liege es „in der Natur der Sache, dass man sich nicht auf den Standpunkt stellen kann: Da muss jetzt erstmal alles sozusagen gerichtsfest bewiesen werden, von wem das kommt“.
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Genau in diese Richtung lenkte dann auch Dobrindt am Abend: Es müsse nun in alle Richtungen ermittelt werden. Alle Vermutungen könnten zum jetzigen Zeitpunkt falsch sein. Und auch Dobrindt betonte, dass es zum Prinzip der hybriden Angriffe gehöre, dass nicht immer gleich klar sei, woher die Bedrohung komme.
Er könne ein „gesundes Gespür“ verstehen, dass diese Lagen nicht von Amateuren eingeleitet würden, sondern von hochprofessionellen Experten. Es brauche schließlich etwa Expertise in Sprengstoff. Es handle sich demnach sicher um eine „professionelle hybride Bedrohungslage“, so Dobrindt. Mit dieser müsse man sich nun auseinandersetzen.
Das Wort Russland sagte der CSU-Innenminister nicht. Dann fällt aber doch ein interessanter Satz: Deutschland habe es demnach mit einem „Wettbewerb“ zu tun, der möglicherweise auch „fremde Mächte“ einschließt, sagte Dobrindt vielsagend. Alles Weitere müssten die Ermittlungen nun zeigen.
„Das ist eine neue Gefahrenqualität“, sagte Dobrindt aber mit Blick auf bisherige Drohnensichtungen. Man stufe die Bedrohungslage nun als „hoch“ ein. Ein Wording, das in Sicherheitskreisen eine Veränderung bedeutet. Dass in Leipzig Sprengstoff an einer Drohne gefunden wurde, sei ein „neues Bedrohungsszenario“, so Dobrindt weiter.
Man habe sich in Deutschland aber auf ein solches vorbereitet, meint der Innenminister. Genauere Einblicke, welche Hebel man nun in Bewegung setze, gab der CSU-Mann aber nicht – auch mit Hinweis darauf, dass man dadurch eigene Prozesse aufdecken würde. Das könnte einem möglichen Feind Vorteile verschaffen. (Verwendete Quellen: Pressestatement Alexander Dobrindt am 5. August 2026) (rjs)