Audis Trumpf heisst Bortoleto – Hülkenberg wieder ohne Punkt

Hülkenbergs Nuller-Serie geht weiter Bortoleto ist Audis einziger TrumpfAudi punktet auch in Spa-Francorchamps, erneut wegen Gabriel Bortoleto. So ergibt sich eine neue Rangordnung innerhalb des Teams.Publizier...

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Audis Trumpf heisst Bortoleto – Hülkenberg wieder ohne Punkt

Hülkenbergs Nuller-Serie geht weiter

Bortoleto ist Audis einziger Trumpf

Audi punktet auch in Spa-Francorchamps, erneut wegen Gabriel Bortoleto. So ergibt sich eine neue Rangordnung innerhalb des Teams.

Publiziert: 17:50 Uhr

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Aktualisiert: 19:22 Uhr

Roger Benoit aus Spa-Francorchamps

Zwei Wochen nach Silverstone darf sich die jetzt neue Nummer 1 im Audi-Team, Gabriel Bortoleto (21), auch in Spa als Achter wieder vier WM-Punkte gutschreiben. Der Brasilianer fährt sich langsam in die Wunschlisten der Topteams für die kommenden Jahre.

Still und unaufgeregt steigt er jeweils in seine Rennen, besticht mit klaren Überholmanövern. Duelle, die er nicht gewinnen kann, lässt er schon mal im Hirn wegfallen. Es macht einfach Spass, Bortoleto zuzuschauen.

Hülkenberg mit nächstem Nuller

Die FIA hat zwar noch einen Zwischenfall zwischen dem Audi-Fahrer und dem Briten Lindblad (Racing Bulls) untersucht. Gegen Ende des Rennens sollen sich die beiden neben der Strecke einen Vorteil verschafft haben. Aber die Rennleitung legt den Zwischenfall schnell und ohne Konsequenzen zu den Akten – das Resultat bleibt unverändert. Nun, Lindblad lag auch stets über zwei Sekunden hinter Bortoleto. Im Ziel waren es noch 1,2 Sekunden.

Für Teamkollege Nico Hülkenberg (38) geht die schwarze Nuller-Serie weiter. Zuletzt hatte der Deutsche beim WM-Finale 2025 in Abu Dhabi als Neunter zwei Zähler eingesammelt.

Bortoleto läuft dem Deutschen den Rang ab

Diesmal lag Hülkenberg im Kampf um den zehnten Platz (also den letzten WM-Punkt) nicht einmal 2,5 Sekunden hinter Colapinto im Alpine. Doch zwischen Hülkenberg und dem Argentinier rasten noch Gasly und Lawson über die Ziellinie. So blieb nur der 13. Rang.

Das sagt Audi zum Belgien-GP

Allan McNish, Renndirektor: «In Spa erneut Punkte zu holen, ist ein fantastisches Ergebnis für das Team, insbesondere auf einer Rennstrecke, von der wir nicht erwartet hatten, dass sie unserem Auto liegen würde. Gabriel hat von Anfang bis Ende eine hervorragende Leistung gezeigt, und alle haben genau dann ihre Aufgabe erfüllt, als es darauf ankam. Besondere Anerkennung gebührt der Boxencrew. Ein 2,1-Sekunden-Boxenstopp für Gabriel, unmittelbar gefolgt von einem 2,7-Sekunden-Doppelstopp für Nico, war eine sensationelle Leistung unter Druck. Durch diese Stopps lag Gabriel in einem entscheidenden Moment vor den Racing Bulls, und von da an hat er das Rennen brillant gemanagt, um sich erneut den achten Platz zu sichern. Nicos Nachmittag war schwieriger. Wir konnten durch unsere Strategie Positionen gutmachen, aber uns fehlte einfach die nötige Leistung auf der Geraden, um anzugreifen oder weiter nach vorne zu kommen. Das war frustrierend, denn sein Tempo war mit dem von Gabriel vergleichbar, aber ihm fehlten die Mittel, um gegen die Autos um ihn herum zu kämpfen. Insgesamt nehmen wir die Punkte und die positiven Aspekte dieses Wochenendes gerne mit. Mit einem weiteren Platz unter den ersten Acht und einer erneut starken Teamleistung verlassen wir Spa und gehen mit gutem Schwung in das nächste Rennen in Budapest am kommenden Wochenende.»

Nico Hülkenberg: «Im Mittelfeld gab es heute viele Zweikämpfe, aber wir haben den Preis dafür bezahlt, dass wir zu weit hinten gestartet sind und beim Start auch noch ein paar Positionen verloren haben, was das Rennen noch schwieriger machte. Von da an war es natürlich schwer, den Rückstand wieder aufzuholen. Erfreulich ist, dass unser Renntempo konkurrenzfähig war und wir die ganze Zeit über mitten im Geschehen waren. Durch das virtuelle Safety Car haben wir ein paar Sekunden gewonnen, aber es hätte wahrscheinlich noch ein bisschen länger dauern müssen. Stattdessen kam ich direkt hinter Gasly und Lawson wieder auf die Strecke, geriet in diesen Kampf und aufgrund unserer mangelnden Geschwindigkeit auf geraden Strecken war es schwierig, noch weiter nach vorne zu kommen. Das Tempo selbst fühlte sich für unsere Verhältnisse eigentlich recht gut an, das nehmen wir also mit, auch wenn wir noch einige andere Bereiche überprüfen müssen. Es ist toll zu sehen, dass Gabriel Punkte für das Team geholt hat. Das ist ein wohlverdientes Ergebnis und ein weiterer positiver Erfolg für alle. Hoffentlich können wir in Budapest darauf aufbauen, auf meiner Seite der Box ein fehlerfreies Wochenende hinlegen und uns die Chance verschaffen, weiter vorne mitzukämpfen.»

Gabriel Bortoleto: «Ich bin überaus zufrieden mit dem heutigen Ergebnis. Ich glaube, wir haben an diesem Wochenende das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt, und das ist der unglaublichen Leistung des gesamten Teams zu verdanken. Dass wir dies vor den Augen unserer Teammitglieder aus unseren Standorten in Hinwil, Bicester und Neuburg geschafft haben, macht es zu etwas ganz Besonderem: Sie haben so hart gearbeitet, um uns dorthin zu bringen, wo wir jetzt stehen, und es ist grossartig, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Diese Punkteplatzierungen in Folge sind ein riesiger Schub für uns alle. Es ist ein grossartiges Gefühl zu wissen, dass wir in der Lage sind, solche Ergebnisse zu erzielen und nun weiter in den Top Ten mitzukämpfen. Dort wollen wir sein, und dort gehören wir hin, und wir werden weiter alles geben, um noch mehr zu erreichen – angefangen bei Budapest in einer Woche, um den ersten Teil der Saison mit einem Höhepunkt abzuschliessen.»

Allan McNish, Renndirektor: «In Spa erneut Punkte zu holen, ist ein fantastisches Ergebnis für das Team, insbesondere auf einer Rennstrecke, von der wir nicht erwartet hatten, dass sie unserem Auto liegen würde. Gabriel hat von Anfang bis Ende eine hervorragende Leistung gezeigt, und alle haben genau dann ihre Aufgabe erfüllt, als es darauf ankam. Besondere Anerkennung gebührt der Boxencrew. Ein 2,1-Sekunden-Boxenstopp für Gabriel, unmittelbar gefolgt von einem 2,7-Sekunden-Doppelstopp für Nico, war eine sensationelle Leistung unter Druck. Durch diese Stopps lag Gabriel in einem entscheidenden Moment vor den Racing Bulls, und von da an hat er das Rennen brillant gemanagt, um sich erneut den achten Platz zu sichern. Nicos Nachmittag war schwieriger. Wir konnten durch unsere Strategie Positionen gutmachen, aber uns fehlte einfach die nötige Leistung auf der Geraden, um anzugreifen oder weiter nach vorne zu kommen. Das war frustrierend, denn sein Tempo war mit dem von Gabriel vergleichbar, aber ihm fehlten die Mittel, um gegen die Autos um ihn herum zu kämpfen. Insgesamt nehmen wir die Punkte und die positiven Aspekte dieses Wochenendes gerne mit. Mit einem weiteren Platz unter den ersten Acht und einer erneut starken Teamleistung verlassen wir Spa und gehen mit gutem Schwung in das nächste Rennen in Budapest am kommenden Wochenende.»

Nico Hülkenberg: «Im Mittelfeld gab es heute viele Zweikämpfe, aber wir haben den Preis dafür bezahlt, dass wir zu weit hinten gestartet sind und beim Start auch noch ein paar Positionen verloren haben, was das Rennen noch schwieriger machte. Von da an war es natürlich schwer, den Rückstand wieder aufzuholen. Erfreulich ist, dass unser Renntempo konkurrenzfähig war und wir die ganze Zeit über mitten im Geschehen waren. Durch das virtuelle Safety Car haben wir ein paar Sekunden gewonnen, aber es hätte wahrscheinlich noch ein bisschen länger dauern müssen. Stattdessen kam ich direkt hinter Gasly und Lawson wieder auf die Strecke, geriet in diesen Kampf und aufgrund unserer mangelnden Geschwindigkeit auf geraden Strecken war es schwierig, noch weiter nach vorne zu kommen. Das Tempo selbst fühlte sich für unsere Verhältnisse eigentlich recht gut an, das nehmen wir also mit, auch wenn wir noch einige andere Bereiche überprüfen müssen. Es ist toll zu sehen, dass Gabriel Punkte für das Team geholt hat. Das ist ein wohlverdientes Ergebnis und ein weiterer positiver Erfolg für alle. Hoffentlich können wir in Budapest darauf aufbauen, auf meiner Seite der Box ein fehlerfreies Wochenende hinlegen und uns die Chance verschaffen, weiter vorne mitzukämpfen.»

Gabriel Bortoleto: «Ich bin überaus zufrieden mit dem heutigen Ergebnis. Ich glaube, wir haben an diesem Wochenende das Maximum aus unseren Möglichkeiten herausgeholt, und das ist der unglaublichen Leistung des gesamten Teams zu verdanken. Dass wir dies vor den Augen unserer Teammitglieder aus unseren Standorten in Hinwil, Bicester und Neuburg geschafft haben, macht es zu etwas ganz Besonderem: Sie haben so hart gearbeitet, um uns dorthin zu bringen, wo wir jetzt stehen, und es ist grossartig, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Diese Punkteplatzierungen in Folge sind ein riesiger Schub für uns alle. Es ist ein grossartiges Gefühl zu wissen, dass wir in der Lage sind, solche Ergebnisse zu erzielen und nun weiter in den Top Ten mitzukämpfen. Dort wollen wir sein, und dort gehören wir hin, und wir werden weiter alles geben, um noch mehr zu erreichen – angefangen bei Budapest in einer Woche, um den ersten Teil der Saison mit einem Höhepunkt abzuschliessen.»

Vor einem Jahr war Bortoleto hier bei der Ardennen-Premiere Neunter geworden. Hülkenberg kam als Zwölfter ins Ziel.

Man kann es drehen, wie man will: Bortoleto (33 Grosse Preise) fährt dem routinierteren Partner (259 Rennen) langsam, aber sicher den Rang ab. Das schmerzt den Deutschen. Aber alles nur auf Pleiten, Pech und Pannen zu schieben, wäre wohl der schlechtere Weg in die Zukunft.

Nur noch ein Punkt hinter Williams

In der Öffentlichkeit redet der Mann, der letztes Jahr in Silverstone beim Sauber-Abschied seinen einzigen Podestplatz seit dem Einstieg 2010 feiern konnte, dauernd von Fortschritten im Team und der richtigen Richtung. Intern sollte er aber mal auf den Putz hauen. Niemand liegt im internen Duell gerne mit 0:10 Punkten zurück.

PS: Audi liegt jetzt im Kampf um WM-Position acht gegen Williams nur noch 10:11 zurück. Und die Briten (15. Albon, 16. Sainz) sind seit Wochen stehend k.o.

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