Hoppermann über Merz vor Wahlen: „sehr aufmerksam, hört intensiv zu und interessiert sich für sein Gegenüber“
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Hoppermann bleibt zuversichtlich: Landtagswahlen kein Risiko für Merz – „steht überhaupt nicht zur Debatte“
Stand: 31.07.2026, 18:20 Uhr
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Im September finden im Osten der Republik wichtige Landtagswahlen statt – und die dortige CDU steht nicht gut da. Was bedeutet das für Merz?
Berlin – Blickt man auf die Umfragewerte der Union und die Zustimmungswerte für Bundeskanzler Friedrich Merz, müsste die Stimmung bei der CDU am Rande des Gefrierpunkts liegen. Im Bund erreichen CDU/CSU gerade einmal 22 Prozent, und die Unzufriedenheit mit Merz hat sich bei 78 Prozent eingependelt. Das bereitet insbesondere in den Ostverbänden Sorge, denn in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird im September gewählt. Gut möglich, dass sie dort dessen Unbeliebtheit ausbaden müssen. Doch welche Folgen hat das für den Kanzler?

Nicht viele, findet zumindest die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann. Sie sieht in einem möglichen schlechten Abschneiden ihrer Partei bei den Ost-Wahlen keine Gefahr für Merz. Auf die Frage, ob er sich in diesem Fall halten könne, erklärte Hoppermann der Funke-Mediengruppe: „Das steht überhaupt nicht zur Debatte. Das sind auch völlig unterschiedlich gelagerte Wahlen.“
Hoppermann sieht klare Differenz zwischen Bundespolitik und Landtagswahlen – keine Gefahr für Merz
Ihre Meinung führt sie auch weiter aus. So gehe es in Sachsen-Anhalt darum, eine dort als „gesichert rechtsextrem“ eingestufte AfD vom Regieren abzuhalten. In Berlin wolle man eine linksgeführte Hauptstadt verhindern, und in Mecklenburg-Vorpommern sei das Ziel der CDU, „die Partei der Mitte zu bleiben“. Dort stehen die Christdemokraten bei 9,3 Prozent.
Merz dagegen sei in der Regierungsverantwortung für Gesamtdeutschland. „Daran ändert sich durch die Landtagswahlen nichts.“ Zudem nannte Hoppermann den Unvereinbarkeitsbeschluss zu AfD und Linke „dringend erforderlich“. Er sei nicht beliebig, sondern die Folge politischer Werte und Positionen. „Die AfD steht inhaltlich und kulturell für alles das, wofür wir als Union nicht stehen. Und das Gleiche gilt auch für die Linkspartei.“ Das Problem: Ohne Zustimmung der Linken wird die CDU wohl den Ministerposten in Sachsen-Anhalt nicht behalten können.
Hoppermann war im Zuge von Merz’ Personalumbau in Regierung und CDU am Dienstag zur neuen Generalsekretärin gewählt worden. Sie folgte auf Carsten Linnemann, der Gesundheitsminister wurde. Sie will nach eigenen Worten Vertrauen zurückgewinnen: „Dazu muss man das Ohr bei der Partei haben und gemeinsam abgestimmt kommunizieren.“ Sie wolle „die Partei wieder stärker in Richtung der Basis öffnen“. Die frühere Schatzmeisterin der CDU kündigte an, noch in diesem Jahr wieder Kreisvorsitzendenkonferenzen einzuführen und sich bei den Landtagswahlkämpfen einzubringen.
Kritik am Kommunikationsstil des Kanzlers wies Hoppermann zurück. Merz kommuniziere „direkt und authentisch“. Im persönlichen Kontakt sei er „sehr aufmerksam, hört intensiv zu und interessiert sich für sein Gegenüber“. Hier dürften jedoch die Meinungen innerhalb der CDU gespalten sein. (Quellen: eigene Recherche, dpa) (ktho)