Helene Fischer: DAS NEUE ALBUM als Titel wäre ein toller Gag - Musikexpress

Eine neue Platte von Helene Fischer wird für den 31. Dezember angekündigt. Man kann ihn schon als DAS NEUE ALBUM vorbestellen. Was wäre, wenn es sich dabei nicht um einen Arbeitstitel handeln würde?

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Helene Fischer: DAS NEUE ALBUM als Titel wäre ein toller Gag - Musikexpress

Eine neue Platte von Helene Fischer wird für den 31. Dezember angekündigt. Man kann ihn schon als DAS NEUE ALBUM vorbestellen. Was wäre, wenn es sich dabei nicht um einen Arbeitstitel handeln würde?

Helene Fischer muss sich nichts mehr beweisen. Sie ist die unangefochtene Königin des deutschen Pop-Schlagers. Jedes ihrer Werke wird inszeniert wie die Mondlandung. Doch was kommt nach FARBENSPIEL, ZAUBERMOND und RAUSCH? Wenn es nach ihrer Website geht, heißt das neue Album schlicht DAS NEUE ALBUM. Ein Titel von fast schon schmerzhafter Schlichtheit. Oder setzt Fischer nun auf einen ironiegesättigten Minimalismus, obwohl oder weil sie gerade auf der größten Tour ihrer Karriere ist?

Natürlich wissen wir alle, dass es sich dabei nur um einen bürokratischen Platzhalter handelt. Ein Marketinginstrument, weil es eben noch keinen Titel gibt und vielleicht noch nicht einmal alle Songs fertig sind. Aber was wäre, wenn es sich eben nicht um ein digitale Achselzucken der Plattenfirma handeln würde, bis das Marketing-Team den finalen, glitzernden Namen auswürfelt?

Für einen Moment können wir uns vorstellen, dass sich die Sängerin auf ein solches postmodernes Spielchen einlässt und ihre neue LP wirklich so nennt. Ein Fest für den Google-Algorithmus, ein Akt purer Verweigerung. Von einem Moment auf den anderen hätte Helene Fischer ihren Punk-Moment. Keine Metaphern mehr, kein verkrampfter Tiefsinn. Einfach nur die nackte, ungeschminkte Wahrheit. Fehlt natürlich noch der passende Song.

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Helene Fischers Meta-Moment – oder kluges Marketing

„Was singst du da, Helene?“ – „Ein neues Lied.“ – „Und wo ist das drauf?“ – „Auf dem neuen Album.“ Es wäre ein Dialog wie bei Loriot. Und die Fans müssten auch nicht mehr länger rätseln, wie die Studioeinspielung heißen könnte. Wer im Plattenladen (okay, da wohl eher seltener) oder in der Amazonsuchleiste nach dem dem neuen Album von Helene Fischer suchte, würde sofort fündig. Das wäre realistisch gesehen kein Marketing mehr, sondern Verbraucherfreundlichkeit auf allerhöchstem Niveau.

Man stelle sich die Werbekampagne vor: Florian Silbereisen steht mit Tränen in den Augen auf der Showbühne, blickt in die Kamera und haucht: „Und hier ist es… das neue Album von Helene Fischer: DAS NEUE ALBUM!“

Also, liebe Helene Fischer, bitte ziehe das durch. Schenke uns diesen wunderbaren Meta-Moment deutscher Popgeschichte. Es wäre doch auch ein mutiges Statement, alles machen zu können, was man will. Das neue Album wird ja eh gekauft werden, egal wann es erscheint und wie es heißt.

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