Heizen ohne Gas: Hoffnung ruht auf Geothermie – nicht alle Haushalte gedeckt

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Heizen ohne Gas: Hoffnung ruht auf Geothermie – nicht alle Haushalte gedeckt

Stand: 23.08.2026, 12:13 Uhr

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Andreas Scharli mit den Organisatoren des Abends, Thomas Martin (Mitte) und Manfred Menke (rechts.)

Andreas Scharli mit den Organisatoren des Abends, Thomas Martin (Mitte) und Manfred Menke (rechts.) © Privat

Geothermie, Wärmepumpen oder Pellets: Wie sollen Wolfratshauser künftig heizen? Ein Wärmenetz gilt als wichtiger Baustein – doch es gibt Hürden.

Wolfratshausen – Wärmeplanung ist bei der Sommerhitze nicht unbedingt das Thema, mit dem sich alle akut beschäftigen. Trotzdem folgten rund 40 Gäste der Einladung der SPD zum Vortragsabend. In der Flößerei diskutierten sie mit Energie-Experte Andreas Scharli.

Wolfratshausen hängt noch stark am Erdgas

Der Fokus seiner Präsentation lag auf den verschiedenen Möglichkeiten, wie die Wolfratshauser künftig ans Wärmenetz angeschlossen werden können. Scharli sprach sich für ein Fernwärmenetz durch die Geothermie in Gelting aus. Auch Wärmepumpen und fossile Energien wie Gas beleuchtete der Energiewende-Oberland-Chef. „Noch im Jahr 2022 war in Wolfratshausen der Wärmeträger Erdgas mit 96 Prozent vertreten“, berichtet SPD-Mitglied Manfred Menke. Daraus ergeben sich ein hoher CO2-Ausstoß und Kosten.

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Nur mit einer einzigen Wärmequelle wird es nicht gehen. Im Vortrag wurde deutlich, dass sich Wolfratshausen auch weitere Quellen offenhalten muss. „Je nach Stadtteil oder Straße wird ein Nahwärmenetz wohl der größte Hebel für eine Wärmewende sein“, resümiert Menke nach der Veranstaltung. „Aber egal in welcher Ausbaustufe wird man nie alle Wohnungen erreichen können, wirtschaftlich werden zuerst große Verbraucher angeschlossen.“

Auf der Internetseite der Stadt kann man sich anhand von interaktiven Karten über optimale Wärmeversorgung für seinen Wohnort informieren. Nach Aussagen von Britta Wurm setzt die Baugenossenschaft Wolfratshausen bei zukünftigen Bauvorhaben oder Sanierungen verstärkt auf regenerative Energien. Das soll zum Beispiel in Form von Wärmepumpen oder Pelletsanlagen funktionieren.

Wärmenetz wird nicht alle Haushalte erreichen

Ein Besucher wollte wissen, wie weit die Planung für ein Nahwärmenetz in Wolfratshausen ist. Allerdings liegt der Erfolg dieses Projekts nicht allein in der Hand der Wolfratshauser: Die Geothermie-Bohrungen in Gelting stocken. Die Experten verweisen auf die kommenden Monate. Zum einen müsse man auf den nächsten Statusbericht der Firma Eavor zum Bohrstart des zweiten Loops warten. Außerdem läuft aktuell eine Kostenanalyse, wie teuer das Nahwärmenetz für Wolfratshausen werden würde.

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Die Besucher waren sich einig: Die Wolfratshauser sollten zeitnah Informationen über Wärmeplanung, Netzplanungsstudien und Status der Geothermiebohrungen bekommen. Menke weiß jedoch: „Dies kann nicht die nötige Eigeninitiative ersetzen.“

(dst)