Heiße Phase für Wetterauer Feuerwehren

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Heiße Phase für Wetterauer Feuerwehren

Stand: 14.07.2026, 06:00 Uhr

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Ein Beispiel aus den vergangenen Tagen: Das Bild zeigt den Brand vom Sonntag am Bad Nauheimer Bahnhof.

Ein Beispiel aus den vergangenen Tagen: Das Bild zeigt den Brand vom Sonntag am Bad Nauheimer Bahnhof. © Feuerwehr Bad Nauheim

Zahlreiche Wetterauer Feuerwehr-Einsatzkräfte haben in den vergangenen Tagen Flächenbrände bekämpft. Kreisbrandinspektor Lars Henrich spricht über Gefahren, Ausbildung und Ausstattung.

Wetteraukreis – Der Sommer bringt eine erhöhte Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden mit sich. In den vergangenen Tagen haben wieder zahlreiche Wetterauer Feuerwehr-Einsatzkräfte alles gegeben und Brände gelöscht. Bei Dorheim und Bauernheim brannten am Samstag Felder, die Sache ging relativ glimpflich aus (diese Zeitung berichtete). Ebenfalls am Samstag waren in Nidda gut 120 Einsatzkräfte gefordert. Ein riesiges Feuer wütete in der Nachbarschaft zur Paintballhalle und zum Segelflugplatz. Die Halle wurde evakuiert, der Betrieb auf dem Flugplatz zwischenzeitlich eingestellt. In Bad Nauheim brannte es am Sonntag am Bahnhof. Anwohner hatten Rauch und Flammen hinter ihren Wohnhäusern gemeldet. Laut Feuerwehr brannten Gebüsch und zwei Bäume. „Diese wurden mit mehreren Rohren abgelöscht, zusätzlich wurde Astwerk mittels Kettensägen entfernt, um an alle Glutnester heranzukommen“, heißt es im Bericht. Nach rund eineinhalb Stunden sei der kräftezehrende Einsatz beendet gewesen.

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes hat für diesen Montag für die Station in Bad Nauheim die Stufe vier – die zweithöchste – angezeigt, für Dienstag die dritte und für Mittwoch und Donnerstag wieder Stufe vier. Für diese Angaben gilt: Stand Montag, 13. Juli.

Feuer überwindet sogar Teerstreifen

Für Kreisbrandinspektor (KBI) Lars Henrich ist die aktuelle Brandgefahr für Sommermonate nicht ungewöhnlich. In der Landwirtschaft laufe die Ernte, da könnten Geräte selbst in Flammen aufgehen oder etwa durch heiße Armaturen einen Feldbrand verursachen. Reine Waldbrände gebe es in der Wetterau aktuell nicht, stattdessen aber Flächenbrände. Henrich appelliert an die Bevölkerung im Wetteraukreis, keine Fahrzeuge auf trockenem Gras abzustellen und andere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Teilweise hätten Kommunen bereits Lagerfeuer und Grillen auf öffentlichen Grundstücken untersagt. Wie schnell sich daraus ein größerer Brand entwickeln könne, habe das Beispiel Nidda gezeigt, sagt der KBI. Die Ursache stehe zwar noch nicht fest, Henrich geht es aber darum, dass sich ein Feuer rasend schnell ausbreiten könne. So hätten die Flammen – durch Funkenflug – sogar einen geteerten Streifen überwunden und auf der anderen Seite weitergewütet.

Bei der Bekämpfung des Feuers nahe Nidda kam laut Henrich auch der neu angeschaffte Abrollbehälter Flächenlage zum Einsatz. Ein Beispiel dafür, wie Kreis und Kommunen in den vergangenen Jahren in Sachen Waldbrand- und Flächenbrandbekämpfung aufgerüstet haben. Sie seien gut gewappnet, sagt der KBI, und das gelte auch für die Ausbildung der Einsatzkräfte.