CSD-Anschlag in Berlin: Banaszak wütet gegen linke Islamismus-Verharmlosung – „Der Islamismus ist eine faschistische, barbarische Ideologie“

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CSD-Anschlag in Berlin: Banaszak wütet gegen linke Islamismus-Verharmlosung – „Der Islamismus ist eine faschistische, barbarische Ideologie“

Grünen-Chef Banaszak zerreißt linke Islamismus-Verharmlosung – „Hanebüchen“

Stand: 29.07.2026, 13:05 Uhr

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Grünen-Chef Banaszak nennt die SPD-Reaktion auf den CSD-Anschlag „hanebüchen“ – und stellt unbequeme Frage zum Behördenversagen.

Berlin – Grünen-Co-Chef Felix Banaszak hat die Reaktionen von SPD und Linkspartei auf den islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD vom vergangenen Samstag scharf kritisiert. Im Podcast „Bengalos im Bundestag“ von Jan Schipmann bezeichnete er es als „hanebüchen“, dass beide Parteien den islamistischen Hintergrund der Tat in ihren öffentlichen Stellungnahmen verschwiegen hatten. Banaszak war eigens aus dem Urlaub zugeschaltet worden, nachdem er sich auf Instagram klar zu den ideologischen Hintergründen des mutmaßlichen Täters geäußert hatte.

Beginn Ostkongress Bündnis 90/Die Grünen

Grünen-Chef Felix Banaszak kritisiert die Reaktion der SPD und Linken auf den CSD-Anschlag. © Stefan Sauer/dpa

„Der Islamismus ist eine faschistische, barbarische Ideologie, ein zersetzendes Gift, von Hass erfüllt und von immenser Gefahr“, hatte er am Sonntag geschrieben. Besondere Kritik richtete sich gegen Berlins Queerbeauftragten Alfonso Pantisano (SPD). Zwei Tage vor dem Anschlag hatte er in der RBB-„Abendschau“ erklärt, die größte Bedrohung gehe von „rechts und vor allem von konservativen Kräften, von Rechtsextremen, von Neonazis“ aus.

CSD-Anschlag in Berlin: Banaszak kritisiert Pantisanos SPD-Statement

Nach dem Anschlag bekräftigte Pantisano seine Wortwahl und subsumierte Islamisten unter den Begriff „konservative Kräfte“. Die Linken in Neukölln schrieben in ihrem Statement auf Instagram: „Mit dem Erstarken der Rechten und antifeministischer Kräfte nehmen auch Queer- und Transfeindlichkeit massiv zu.“ Das mutmaßlich islamistische Tatmotiv erwähnten sie nicht. Podcast-Moderator Jan Schipmann bezeichnete diesen Versuch, „Islamisten quasi als Untergruppe von Konservativen umzudeuten“, als „wild“.

Banaszak betonte, es gebe „mehrere aus unterschiedlichen Ideologien stammende, menschenfeindliche, menschenverachtende, lebensfeindliche Strömungen“. Um islamistische Gewalt zu verhindern, müsse man verstehen, „wie sie entsteht, wo Radikalisierung stattfindet“. Für Banaszak seien die Statements der Linken und SPD nach dem Anschlag „hanebüchen“. „Wenn man diese Gewalt bekämpfen möchte, muss man ihren Ursprung verstehen“, sagte der Grünen-Chef weiter. Der Ursprung islamistischer Gewalt sei ein anderer als der Ursprung rechtsextremer Gewalt. „Das relativiert nicht die Gefahr, die auch vom Rechtsextremismus ausgeht“, betonte Banaszak.

Hätte der CSD-Anschlag verhindert werden können?

Gleichzeitig kritisierte der Grünen-Chef ein mögliches Versagen der Behörden. Abdul B. war den Behörden bereits vor dem Anschlag bekannt. Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung war der mutmaßliche CSD-Attentäter B. als Gefährder eingestuft und wurde von einem BKA-Analysetool sogar als „Hochrisikoperson“ bewertet. „Offensichtlich führte auch eine positive Sozialprognose, die ein Berliner Gericht ausgestellt hat, dazu, dass er auf freiem Fuß war. Obwohl es die Möglichkeit gegeben hätte, ihn zu inhaftieren.“ Man müsse sich die Frage stellen, ob dem Gericht alle behördlichen Informationen vorgelegen hätten. Ob diese Tat hätte verhindert werden können, sei nun die offene Frage, so Banaszak gegenüber Moderator Schipmann.

Weiter forderte Banaszak ein Umdenken beim Thema Sicherheit vom linken politischen Spektrum. Man müsse wegkommen von dem Gedanken, Sicherheit sei ein konservatives Thema, bekräftigte Banaszak. „Wir müssen aufhören, Sicherheit als konservative Marotte zu verstehen. Die Konservativen wiederum müssen aufhören zu glauben, das Thema gepachtet zu haben.“

CSD-Anschlag in Berlin – eine Tote, 31 Verletzte

Der CSD in Berlin war am Samstag abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 31 weitere Menschen wurden verletzt. Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).

Am Sonntagabend wurde der mutmaßliche Täter Abdul B. dann getötet. Bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau soll der 21-Jährige mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen sein. Das Berliner SEK habe auf ihn geschossen. Laut Polizei verstarb er trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr noch am Einsatzort. Nun ermittelt die Bundesanwaltschaft. (Quellen: dpa/Bengalos im Bundestag/rbb/eigene Recherche) (sischr)