Grundsteinlegung für 9500-Quadratmeter-Bau
StartseiteLokalesStarnbergWeßlingStand: 25.07.2026, 11:21 UhrKommentareUns auf Google folgenGrundsteinlegung für Raylase (v.l.): Angelika Volk, Klaus Werner Volk sen. (alle Laserfield GmbH), Architekt Fra...
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Stand: 25.07.2026, 11:21 Uhr
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Die Hightech-Firma Raylase legt den Grundstein für ihren Erweiterungsbau in Weßling. Vom ersten Gespräch 2017 bis zum geplanten Einzug 2028 vergehen elf Jahre.
Weßling – Die Baugrube ist mehrere Meter tief und groß wie ein Fußballfeld: Am Argelsrieder Feld in Oberpfaffenhofen entsteht derzeit auf einem 7150 Meter großen Grundstück der Erweiterungsbau für die Firma Raylase. Direkt neben dem Firmensitz baut das Weßlinger Kommunalunternehmen mit der eigens dafür gegründeten Laserfield GmbH ein dreigeschossiges Gebäude samt Verbindung mit insgesamt rund 9500 Quadratmetern Nutzfläche. An diesem Freitag fand im Schatten des Baukrans die feierliche Grundsteinlegung statt.
Das Gebäude neben der Baustelle wirkt eher unscheinbar. Und doch birgt es Hochtechnologie. „Was machen wir überhaupt?“ Raylase-Geschäftsführer Philipp Schön erklärte es kurz: „Wir sind in der Laser-Materialbearbeitung tätig.“ Vom Handy über Elektroautos und Batterieherstellung: Raylase entwickelt hochpräzise Komponenten zur Steuerung und Ablenkung von Laserstrahlen, darunter Ablenkeinheiten (Scanner), Steuerelektronik und Software.
Das Gebäude entstehe für die „next level production“, mit der Raylase auf einem hart umkämpften Markt Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen produzieren könne, sagte Schön. „Die Art und Weise, wie wir das herstellen, wird einzigartig sein.“ Ohne die große Unterstützung aller Beteiligten wäre dies nicht möglich gewesen. Schon 2017 habe er dem damaligen Eigentümer des Firmengebäudes gesagt, dass sich das Unternehmen erweitern wolle. Der Einzug sei nun 2028 geplant. „Das sind mehr als zehn Jahre.“ Diese Zeit habe das Unternehmen überbrücken müssen, trotz 15-prozentigem Wachstum jährlich. Das sei ein schwieriger Weg gewesen. „Das ist keine Beschwerde, ganz im Gegenteil: Das ist ein wichtiger Prozess gewesen. So lange dauert das, bis man von der ursprünglichen Idee in die Umsetzung kommt.“
Für Gemeinde und Landkreis gab es viel Lob. „Dass das Projekt nicht blockiert wurde, ist heute leider die Ausnahme“, stellte Hugo Volk sen. von der Laserfield GmbH fest. Weßlings Bürgermeister Michael Sturm freute sich, dass man die Abwanderung von Raylase gerade noch habe verhindern können. Und für Landrat Stefan Frey war der Prozess Beleg dafür, „dass wir Schritt für Schritt vorankommen“. Es sei gut, mit Bedacht zu entwickeln und nicht so rasant wie in China, weil dies auch Probleme zum Beispiel in der Bevölkerung generiere. Andererseits würde er sich schon wünschen, „dass wir auch einen Zacken schneller werden“. Da gäbe es auch viele Möglichkeiten, sagte der Landrat.
Für Bauherren und Investoren wünschte sich Frey mehr Verantwortung und eine Verschlankung der Auflagen. Wenn Politiker das Wort Entbürokratisierung in den Mund nähmen, sträubten sich ihm die Nackenhaare. Gerne hätte er, dass die Kollegen dann mal die Betroffenen in den Behörden fragen würden. „Wir bekommen immer nur Gehör, binnen drei, vier Tagen zu Gesetzesvorhaben Stellung zu nehmen.“ Und dies drei-, viermal die Woche. „Da sehen Sie, wie die demokratische Teilhabe letztlich aussieht.“
Bevor es an die Häppchen ging, kletterte die Festgesellschaft hinab in die Grube, die Bauarbeiter pausierten. Schließlich sollte zur Grundsteinlegung auch eine Zeitkapsel versenkt werden. Inhalt: eine Tageszeitung, Münzen, ein Bauplan und ein Prototyp des Raylase-Lasergeräts. In dieser Woche erst wurde die Bodenplatte gegossen. Spätestens 2028 sollen dort 120 Mitarbeitende Platz haben. Derzeit beschäftigt Raylase bis zu 190 Mitarbeitende am Hauptsitz in Weßling sowie an den Standorten in China (Shenzhen) und den USA.