HSV-Analyse: Was dem Kader jetzt noch fehlt
Anzeige HSV Große Kader-Analyse: Die Qualität passt – aber eines fehlt dem HSV noch Intensiv ging es zu, doch der Spa...
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HSV
Große Kader-Analyse: Die Qualität passt – aber eines fehlt dem HSV noch
Die Tage in Herzogenaurach liefern Merlin Polzin neue Erkenntnisse. Mit welchen Transfers reagiert der HSV?
Kathleen Krüger nahm sich am Donnerstag rund 30 Minuten Zeit für Bilal Nadir. Der 22-Jährige hatte nur individuell trainiert und erhielt Zuspruch von der HSV-Sportvorständin. Nadir war beim Trainingslager in Österreich der fünfte Zugang. In Herzogenaurach kam keiner hinzu. Das soll sich zeitnah ändern, um den Kader in der Spitze zu verbessern. Breit ist er schon, breiter und homogener als im Vorjahr. Aber für die nächste Party braucht es noch was.
Merlin Polzin formulierte auf dem Adidas-Homeground einen seiner Wünsche. „Es wird auf jeden Fall noch was passieren“, sagte der Coach und bezog sich auf die Situation im Angriff. Nach Patson Daka, der sich nicht nur in den Tests, sondern auch im Training abschlussstark zeigt, soll noch ein neuer Stürmer her. „Wir brauchen Jungs, die vorn marschieren – Zielspieler, die schon nachgewiesen haben, dass sie treffen können“, konkretisierte Polzin. Er hofft auf Verstärkung mit hoher individueller Klasse. Auf Spitzen-Qualität.
Nach Dompé-Aus: Kaum ein Profi fällt ab beim HSV
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In Herzogenaurach fiel auf, dass das Trainingsniveau innerhalb des Kaders hoch war. Der angeschlagene (und wechselwillige) Fabio Baldé bleibt ein Sorgenkind, Alexander Røssing-Lelesiit benötigt noch Zeit, Nadir wurde am Ende geschont – doch der Rest zog voll mit. Und jetzt, da Jean-Luc Dompé freigestellt wurde, fällt niemand mehr durch anhaltende Fitness-Defizite auf.
Rayan Philippe zeigt sich im Vergleich zur Vorsaison verbessert. Auch Emir Sahiti und Immanuel Pherai sind engagiert und fallen nicht ab, wenngleich Polzin einschränkte: „Man sieht, dass die Jungs, die ausgeliehen oder verletzt waren, Schwierigkeiten haben, wieder auf diesen Stand zu kommen.“ Es ist vor allem die Intensität, die in den Einheiten zugenommen hat. Wenn die nicht stimmt, wird Polzin sofort laut.
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„Wir sind noch nicht so, dass es immer von allen bedingungslos gelebt wird“, konstatierte der Coach, der einen Standard gesetzt hat, der „unverhandelbar“ ist. Das haben auch die Talente verinnerlicht. Louis Lemke, Shafiq Nandja und Co. treiben die erfahrenen Spieler jetzt deutlich spürbarer ans Limit als es früher der Fall war. „Die jungen Spieler haben ein anderes Niveau als in den Vorjahren“, bestätigte Polzin. „Da ist ordentlich Zug drin.“
Viel Lob für die HSV-Talente um Lemke
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Der Eifer der Youngsters sorgt für eine größere, breitere Leistungsdichte im Aufgebot. Den Qualitätszuwachs erklärt Polzin außerdem mit Einzelspielern wie Daka, Martin Adeline oder Kapitän Nicolai Remberg, der unermüdlich vorangeht. „Das sind Jungs, die haben Qualität“, betonte der Coach. „Da hat sich definitiv etwas verändert.“ Und das sei „nicht vergleichbar“ mit dem Stand im Sommer 2025, als der HSV einen XXL-Umbruch durchlebte.
Vor elf Monaten verpflichtete der HSV ganz am Ende der Transferperiode noch Luka Vuskovic und Fábio Vieira – zwei Spieler, die sich in Jahr eins nach dem Aufstieg von allen abhoben, nun aber nicht mehr da sind. Das ist er, der aktuell (noch) kleine Unterschied in der Kaderstruktur verglichen mit der Vorsaison.
Spielt in der neuen Saison kein Top-Star beim HSV?
Vor allem Albert Grønbaek weckt derzeit die Hoffnung, Spiele auch mal im Alleingang entscheiden zu können. Der Däne ist spielfreudig und top drauf, allerdings kein Top-Star wie Vuskovic oder Vieira. Sollte es dem HSV gelingen, den Portugiesen doch noch fest zu verpflichten, würde der Kader wieder über das gewisse Etwas verfügen. Der HSV will als Team weitere Schritte gehen, von ein, zwei Top-Transfers ginge jedoch große Signalwirkung aus.
Polzin hofft darauf. Claus Costa prüft die Optionen. Fürs Abwehrzentrum ist Sebastiaan Bornauw (27, Leeds United) ein Kandidat, für den Sturm Terem Moffi (27, OGZ Nizza). Das sind Spieler, die ihre Qualitäten auf höchstem Niveau bewiesen haben. Ihre Namen lösen bei HSV-Fans aber nicht so viel Schnappatmung aus wie der von Vieira. Costa muss entscheiden, was er dem schon breiten Kader in der Spitze noch hinzufügen möchte – um am Deadline Day zufrieden anstoßen zu können. Nach der Saison soll es dann wieder eine Party geben.
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