Geschäftszahlen-Newsblog: SocGen will noch profitabler werden – ING erhöht Jahresprognose

Startseite Unternehmen Industrie Geschäftsberichte 2026 aktuell: Geschäftszahlen & QuartalszahlenING-Filiale: Die Erwartungen wurden zuletzt übertroffen. Foto: imago images/SchöningPreise für Öl und Gas stä...

  • 14 min read
Geschäftszahlen-Newsblog: SocGen will noch profitabler werden – ING erhöht Jahresprognose

ING-Filiale: Die Erwartungen wurden zuletzt übertroffen. Foto: imago images/Schöning

Preise für Öl und Gas stärken Shell

Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise treiben die Gewinne bei Shell weiter an. Im zweiten Quartal erwirtschaftete der britische Energiekonzern trotz Produktionsausfällen im Nahen Osten einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden US-Dollar (8,6 Mrd Euro), wie Shell in London mitteilte. Das waren 42 Prozent mehr verglichen mit dem Vorquartal und mehr als 50 Prozent mehr verglichen mit dem Vorjahresquartal.

Vor allem das Gasgeschäft, die Förderung und die Chemiesparte trugen zum Zuwachs bei. Zudem kündigte der Öl- und Gasmulti ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über mindestens drei Milliarden Dollar an.

Capgemini: KI-Boom treibt Umsätze an – Gewinn fällt 

Der französische IT-Dienstleister Capgemini hat dank einer starken Nachfrage nach Projekten rund um Künstliche Intelligenz (KI) seine Umsatzprognose für das laufende Jahr angehoben. Das Unternehmen rechnet 2026 nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 8,5 bis 9,0 Prozent, nachdem zuvor 6,5 bis 8,5 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. 

Im zweiten Quartal kletterte der Auftragseingang um 9,2 Prozent auf 6,55 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz währungsbereinigt um 11,3 Prozent auf 12,08 Milliarden Euro. Höhere Restrukturierungskosten drückten den Nettogewinn jedoch um gut 31 Prozent.

BBVA steigert Nettogewinn deutlich

Die spanische Großbank BBVA hat im zweiten Quartal dank eines starken Geschäfts in Mexiko und höherer Zinseinnahmen die Erwartungen übertroffen. Der Nettogewinn des zweitgrößten Geldhauses der Euro-Zone stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent auf 3,06 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 2,96 Milliarden Euro gerechnet.

Die Risikovorsorge für Kreditausfälle stieg um 21,8 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro. Der Zinsüberschuss kletterte um 22,9 Prozent auf 7,63 Milliarden Euro. Angesichts der Zahlen hob BBVA ihr Renditeziel (ROTE) für Ende 2026 auf rund 21 Prozent von zuvor mehr als 20 Prozent an.

MTU verzeichnet kräftiges Wachstum

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines hat im ersten Halbjahr kräftig zugelegt und seine Jahresziele trotz der Konflikte im Nahen Osten bekräftigt. Der bereinigte Umsatz stieg in den ersten sechs Monaten um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) legte um fünf Prozent auf 692 Millionen Euro zu. 

Den stärksten Zuwachs verbuchte MTU in der zivilen Instandhaltung mit einem Umsatzplus von 21 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Auch das Militärgeschäft wuchs mit 15 Prozent zweistellig. Für das Gesamtjahr rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz zwischen 9,2 und 9,7 Milliarden Euro sowie einem bereinigten Ebit von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro. 

Dürre und Preisrückgang lasten auf Verbund

Der österreichische Energiekonzern Verbund hat im ersten Halbjahr wegen niedriger Wasserstände und gesunkener Großhandelspreise deutlich weniger verdient. Das operative Ergebnis (Ebitda) ist um rund ein Viertel auf 1,06 Milliarden Euro gefallen. Das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis schrumpfte um 31,4 Prozent auf 537,8 Millionen Euro. 

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management nun mit einem Ebitda zwischen 2,1 und 2,4 Milliarden Euro sowie einem bereinigten Konzernergebnis von 1,05 bis 1,2 Milliarden Euro. Die Dividenden-Ausschüttungsquote soll zwischen 45 und 55 Prozent liegen.

Verbund ist einer der größten Stromerzeuger aus Wasserkraft in Europa. Doch genau in diesem Kerngeschäft verzeichnete der Konzern nun Einbußen.

Symrise wächst organisch wieder – Ziele bekräftigt

Der Duft- und Aromenhersteller Symrise ist nach einem schwachen Jahresstart im zweiten Quartal auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Nach einem organischen Umsatzrückgang von 0,4 Prozent im ersten Jahresviertel verzeichnete Symrise von April bis Juni ein Plus von 4,5 Prozent. 

Im gesamten ersten Halbjahr stand damit ein organisches Wachstum von zwei Prozent zu Buche. Wegen negativer Währungseffekte fiel der ausgewiesene Umsatz allerdings um 0,6 Prozent auf 2,54 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) ging im Halbjahr um knapp zwei Prozent auf 553 Millionen Euro zurück. Die Marge lag bei 21,8 (Vorjahreszeitraum: 22,1) Prozent.

Für das laufende Jahr gab sich der Vorstand zuversichtlich und bekräftigte seine Prognose. Demnach peilt Symrise für 2026 weiterhin ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von zwei bis vier Prozent an. Die bereinigte Ebitda-Marge soll zwischen 21,5 und 22,5 Prozent liegen. 

AB Inbev macht mehr Gewinn

Anheuser-Busch Inbev (AB Inbev) hat im abgelaufenen Quartal von einer anziehenden Nachfrage während der Fußball-Weltmeisterschaft profitiert. Der operative Gewinn sei um knapp sechs Prozent gestiegen, teilte die weltgrößte Brauerei am Donnerstag mit. Der Umsatz habe nach Jahren kontinuierlicher Rückgänge mit einem Plus von 0,9 Prozent das zweite Quartal in Folge zugelegt. 

Dabei sei der Absatz der Marken Corona, Stella Artois und Michelob Ultra überdurchschnittlich gewachsen, hieß es weiter. Diese sind vor allem in den USA, Kanada und Mexiko populär, den Gastgebern der diesjährigen Fußball-WM. AB InBev war einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung. In Mexiko, Kolumbien und Ecuador habe der Bierkonsum in den vergangenen Monaten Rekordstände erreicht.

Wacker Chemie hebt Gewinnprognose an 

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie blickt nach einem deutlichen Ergebnisanstieg im zweiten Quartal optimistischer auf das laufende Jahr. Der Betriebsgewinn (Ebitda) soll 2026 nun zwischen 625 und 750 Millionen Euro liegen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte Wacker 550 bis 700 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Grund für die Anhebung seien Einsparungen durch das laufende Effizienzprogramm sowie ein positiver Sondereffekt bei den Pensionsrückstellungen. Beim Umsatz rechnet der Konzern dagegen nur noch mit einem Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Im abgelaufenen Quartal steigerte Wacker den Umsatz um sieben Prozent auf 1,52 Milliarden Euro. Das Ebitda kletterte um 85 Prozent auf 211 Millionen Euro. Darin enthalten ist ein nicht-operativer Ertrag von knapp 37 Millionen Euro, der aus einer Anpassung der Pensionsrückstellungen infolge einer Änderung der betrieblichen Altersversorgung resultierte. Ohne diesen Effekt lag das Ergebnis nach Unternehmensangaben im Rahmen der Analystenerwartungen.

Stellantis kehrt zurück in die Gewinnzone

Der Autokonzern Stellantis kommt auf dem Weg aus seiner Krise voran. Der Umsatz des Opel-Mutterkonzerns zog im zweiten Quartal gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro an, 

Vor allem die steigenden Verkäufe im wichtigen Markt Nordamerika gaben Schub. In der Region Europa blieb das Geschäft verhalten. Hier fuhr der Konzern auch im operativen Geschäft weiter rote Zahlen ein.

Insgesamt erzielte Stellantis ein bereinigtes operatives Ergebnis von 773 Millionen Euro bei einer Marge von 1,8 Prozent. Das Ergebnis lag damit mehr als dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor und schlug auch die Erwartungen von Analysten. Chef Antonio Filosa bestätigte die Jahresprognosen. Unter dem Strich kehrte der VW-Rivale – unter anderem mit den Marken Peugeot, Fiat, Chrysler, Opel, Alfa Romeo, Chrysler, Jeep und Ram – zurück in die Gewinnzone mit einem Überschuss von 293 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum war ein Verlust von fast 1,9 Milliarden Euro angefallen.

Umsatz und Gewinn von Siltronic fallen erneut

Negative Wechselkurseffekte und Investitionen in eine neue Fabrik belasten die Bilanz des Wafer-Herstellers Siltronic erneut. Der Umsatz schrumpfte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 321,6 Millionen Euro. Der operative Gewinn sei um knapp 20 Prozent auf 69,4 Millionen Euro gesunken.

Der Rückgang fiel jedoch geringer aus als in den ersten Monaten des Jahres. Als Grund nannte Firmenchef Michael Heckmeier eine starke Nachfrage nach Siliziumscheiben mit einem Durchmesser von 300 Millimetern. Bei 200-Millimeter-Wafern stabilisierten sich die Preise auf niedrigem Niveau. Wafer dienen als Grundlage für die Produktion von Computerchips.

Auf dieser Basis konkretisierte Heckmeier die Jahresziele. Er rechne nun mit einem Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Bislang hatte er ein Minus im einstelligen Bereich prognostiziert.

ING übertrifft Erwartungen – Prognose angehoben

Die niederländische Großbank ING hat im zweiten Quartal dank eines starken Provisionsgeschäfts die Erwartungen übertroffen und ihre Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Der Nettogewinn belief sich auf 1,95 Milliarden Euro. Von der Bank befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,83 Milliarden Euro gerechnet. Die Erträge aus Gebühren und Provisionen stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. 

Für das Gesamtjahr rechnet ING nun mit Gesamteinnahmen von mehr als 24,5 Milliarden Euro. Zudem stellte das Geldhaus für das kommende Jahr Erträge von mehr als 26 Milliarden Euro bei Kosten von rund 13 Milliarden Euro in Aussicht. Die Bank kündigte zudem die Zahlung einer Zwischendividende von 0,40 Euro je Aktie an.

Konzernchef Steven van Rijswijk erklärte, das aus seiner Sicht starke Abschneiden sei auf ein Wachstum in allen Geschäftsbereichen zurückzuführen. Immer mehr Kunden nutzten die Produkte und Dienstleistungen der Bank, was sowohl die Zins- als auch die Provisionsüberschüsse getrieben habe.

Sanofi präsentiert starke Zahlen und erhöht Umsatzprognose  

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat dank einer starken Nachfrage nach seinem Neurodermitis- und Asthma-Mittel Dupixent seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Das Unternehmen erwartet für 2026 nun ein währungsbereinigtes Umsatzplus von rund zehn Prozent. Zuvor war ein Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt worden. Der operative Gewinn soll weiterhin etwas stärker steigen als der Umsatz.

Im abgelaufenen zweiten Quartal kletterte der Umsatz um 16 Prozent auf 11,60 Milliarden Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei fast 18 Prozent. Allein die Erlöse mit Dupixent schnellten dabei um 37,6 Prozent auf 5,15 Milliarden Euro hoch. Der operative Gewinn stieg um 33,7 Prozent auf 3,29 Milliarden Euro und übertraf damit deutlich die Analystenerwartungen von 2,96 Milliarden Euro.

Adidas: Fußball-WM treibt Umsatzerwartungen 

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika gibt Adidas Rückenwind. Die weltweite Nummer zwei auf dem Sportartikelmarkt erwartet für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von neun bis zehn Prozent, wie Adidas am Donnerstag in Herzogenaurach mitteilte. Bisher hatte Vorstandschef Björn Gulden bis zu neun Prozent in Aussicht gestellt. Nach den ersten sechs Monaten steht bereits ein Plus von währungsbereinigt 14 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zu Buche. In Euro blieb ein Plus von zehn Prozent.

Den operativen Gewinn erwartet Adidas weiterhin bei rund 2,3 Milliarden Euro. Dazu könnten Erstattungen von Einfuhrzöllen in die USA von 250 bis 300 Millionen Dollar kommen, die noch nicht in der Prognose enthalten seien. Im zweiten Quartal habe man bereits erste Zollerstattungen erhalten. Im ersten Halbjahr stieg das operative Ergebnis um elf Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, die operative Marge lag damit bei 9,6 Prozent.

Der Dax-Konzern gab außerdem einen Personalwechsel bekannt: CFO Harm Ohlmeyer hat nach fast 30 Jahren im Unternehmen erklärt, seinen Vertrag nicht zu verlängern.

Deutliches Gewinnplus bei Kion 

Der Stapler- und Lagertechnikkonzern Kion hat im ersten Halbjahr deutlich mehr verdient und seine Jahresziele konkretisiert. Der bereinigte operative Gewinn (Ebit) stieg um zwölf Prozent auf 429,6 Millionen Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz kletterte um 3,5 Prozent auf 5,69 Milliarden Euro. Unter dem Strich vervielfachte sich das Konzernergebnis auf 207,6 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch hohe Kosten für ein Effizienzprogramm das Ergebnis belastet hatten. 

Für das Gesamtjahr präzisierte der Vorstand seine Prognose: Der Umsatz wird nun zwischen 11,53 und 12,03 (bisher 11,4 bis 12,3) Milliarden Euro erwartet, das bereinigte Ebit zwischen 880 und 980 (bisher 850 bis 1004) Millionen Euro.

BMW-Gewinn bricht um mehr als ein Drittel ein

Die Krise auf dem chinesischen Automarkt wirkt sich umfassend aus auf die Bilanz des Autobauers BMW. Im abgelaufenen Quartal brach der Gewinn der Münchner nach Angaben vom Donnerstag unter dem Strich um 34,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein. Der Umsatz schrumpfte zugleich um 7,9 Prozent auf knapp 31,3 Milliarden Euro. Die für BMW wichtige Gewinnmarge im Autogeschäft sank auf 2,3 Prozent. 

Der Umsatzrückgang fiel damit stärker aus, als vom Unternehmen befragte Analysten vorhergesagt hatten. Entsprechend verstärkt BMW seinen Sparkurs. Am Mittwoch hatte BMW angekündigt, Tausende Stellen in Deutschland zu streichen.

SocGen passt Ziele an und kauft eigene Aktien zurück

Die Société Générale hat nach einer starken Entwicklung in den vergangenen Monaten ihre Profitabilitätsziele angehoben. Das französische Institut strebt in diesem Jahr eine Eigenkapitalrendite (Rote) von rund elf Prozent an. Bis dato war SocGen von zehn Prozent ausgegangen. Auch will der Konzern ab August Aktien im Umfang von 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen. 

Der Nettogewinn der zweitgrößten börsennotierten Bank Frankreichs stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1,79 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit nur 1,57 Milliarden Euro gerechnet. Die Erträge legten um 4,5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro zu. 

Heidelberg Materials profitiert von starker Nachfrage

Heidelberg Materials hat im zweiten Quartal dank einer anziehenden Nachfrage die Gewinnprognose für das Gesamtjahr konkretisiert. Der Umsatz stieg stärker als am Markt erwartet um sechs Prozent auf 6,04 Milliarden Euro, wie der Baustoffkonzern am Donnerstag mitteilte. Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs (RCO) erhöhte sich um vier Prozent auf 1,09 Milliarden Euro und lag damit leicht über der Analystenprognose von 1,06 Milliarden Euro. 

Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun einen Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro und senkte damit das obere Ende der Spanne geringfügig. Die Nachfrage im Bausektor werde sich weiter stabilisieren, erklärte der Hersteller von Zement und Beton. 

Zur Profitabilität trug darüber hinaus das laufende Sparprogramm bei, das nach Unternehmensangaben bislang Einsparungen von 440 Millionen Euro einbrachte. Bis Ende des Jahres soll das Ziel von 500 Millionen Euro übertroffen werden.

Bahn macht im Kerngeschäft wohl wieder Gewinn

Die krisengebeutelte Deutsche Bahn hat Medienberichten zufolge im ersten Halbjahr 2026 schwarze Zahlen im Kernbereich geschrieben – zum ersten Mal seit sieben Jahren. Der bundeseigene Konzern habe mit seinem eigentlichen Hauptgeschäft im Zeitraum von Januar bis Juni ein Plus im dreistelligen Millionenbereich erzielt, berichteten „

Bild

„ und

„Spiegel“ in der Nacht

. Das Unternehmen teilte auf Nachfrage mit, sich vor der offiziellen Bekanntgabe der Kennzahlen heute Vormittag nicht dazu zu äußern.

Renault kehrt dank starkem E-Auto-Absatz in die Gewinnzone zurück

Dank eines florierenden Geschäfts mit Elektroautos ist Renault in den ersten sechs Monaten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Umsatz stieg um 9,4 Prozent auf 30,25 Milliarden Euro, wie der französische Autobauer am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 700 Millionen Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Milliardenverlust angefallen war. Der Absatz von reinen Elektroautos sprang um 47,6 Prozent in die Höhe. Damit war jeder fünfte verkaufte Neuwagen des Konzerns ein E-Auto.

Mit den Zahlen übertraf Renault die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und der operativen Marge, verfehlte sie jedoch beim Nettogewinn. Die operative Marge sank zwar von 6,0 Prozent im Vorjahr auf 5,2 Prozent, lag damit jedoch über den Prognosen. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Unternehmen sein Margenziel von 5,5 Prozent.

Samsung legt starke Bilanz vor

Dank eines starken Halbleitergeschäfts hat Samsung in der Nacht starke Zahlen vorgelegt. Der Umsatz stieg – angetrieben von wachsender Nachfrage nach Speicherchips und höheren Preisen – binnen Jahresfrist um 130 Prozent auf 171,5 Billionen Won (103,5 Milliarden Euro), der Betriebsgewinn auf 89,5 Billionen Won (54 Milliarden Euro). Der Reingewinn belief sich auf 71,5 Billionen Won (43,2 Milliarden Euro).

Microsoft verzeichnet überraschend starkes Cloud-Wachstum

Microsoft

kann die hohen Investitionen in Rechenzentren im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) weiter mit steigenden Umsätzen ausgleichen. Der Softwarekonzern gab am Mittwoch dank einer boomenden Cloud-Sparte ein Quartalsergebnis über Markterwartungen bekannt.

Meta enttäuscht mit Ausblick

Beim Facebook-Konzern

Meta

mehren sich die Anzeichen, dass der beschleunigte Ausbau von Angeboten rund um Künstliche Intelligenz (KI) die Bilanz belastet. Meta verfehlte die Erwartungen gleich auf mehreren Ebenen. Allein das Kerngeschäft entwickelte sich im abgelaufenen Quartal weiter erfreulich.

Schwacher Gewinnausblick und Apple-Rückgang belasten Qualcomm

Der US-Chiphersteller Qualcomm hat die Anleger mit einem verhaltenen Gewinnausblick auf das vierte Quartal enttäuscht. Die Aktien des Unternehmens gaben am Mittwoch im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent nach. Qualcomm rechnet für das laufende Vierteljahr mit einem bereinigten Gewinn zwischen 2,05 und 2,25 Dollar je Aktie. Analysten hatten laut LSEG-Daten im Schnitt 2,36 Dollar erwartet. Als Gründe nannte der Konzern gestiegene Kosten in der gesamten Lieferkette sowie einen stärker als erwarteten Umsatzrückgang mit Produkten von Apple aufgrund von Lieferengpässen.

Um die Margen wieder auf das gewohnte Niveau zu heben, plane Qualcomm ab dem 1. September Preiserhöhungen, sagte Konzernchef Cristiano Amon der Nachrichtenagentur Reuters. Der Anteil von Qualcomm-Komponenten beim nächsten iPhone werde wegen der Lieferengpässe deutlich unter die bisher geschätzten 20 Prozent fallen. 

Im abgelaufenen dritten Quartal sank der Umsatz in der für Smartphones zuständigen Handset-Sparte um 20 Prozent auf 5,09 Milliarden Dollar. Der gesamte Konzernumsatz fiel um vier Prozent auf 9,95 Milliarden Dollar, übertraf damit jedoch die Erwartungen. Der bereinigte Gewinn verfehlte mit 2,21 Dollar je Aktie die Prognosen von 2,23 Dollar knapp.

Procter & Gamble wird vorsichtiger

Procter & Gamble (P&G) blickt wegen der anhaltenden Konsumflaute vorsichtiger auf das neue Geschäftsjahr. Der US-Konsumgüterkonzern prognostizierte am Mittwoch für das im Juli beginnende Geschäftsjahr 2026/27 ein Umsatzwachstum von einem bis drei Prozent, nach 3,3 Prozent im Jahr davor. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 2,7 Prozent gerechnet. Höhere Lebensmittel- und Benzinpreise sowie die anhaltende Inflation belasten das Budget von Verbrauchern mit geringerem Einkommen, die vermehrt zu günstigeren Alternativen greifen. Zudem leidet der Hersteller von Marken wie Tide oder Gillette unter gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten infolge des US-Kriegs mit Iran. Die P&G-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel rund drei Prozent.

Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 1,5 Prozent auf 21,20 Milliarden Dollar, verfehlte jedoch die Markterwartungen von 21,38 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 1,43 Dollar knapp über den Analystenprognosen von 1,41 Dollar, wie aus Daten der LSEG hervorgeht. Während das Kosmetikgeschäft mit einem Absatzplus von drei Prozent zulegte, stagnierte das Absatzvolumen insgesamt. Der Konzern rechnet für das Geschäftsjahr 2027 mit einer Belastung von rund einer Milliarde Dollar durch höhere Rohstoff-, Energie- und Transportkosten.

Hermès verkauft wieder mehr Handtaschen

Der französische Luxusgüterkonzern Hermès ist im zweiten Quartal auch wegen der Erholung des Tourismus in seinem Heimatmarkt wieder etwas stärker gewachsen. Der Umsatz stieg währungsbereinigt um 6,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro, teilte der Hersteller von Luxuslederwaren am Mittwoch mit. Im ersten Quartal hatte das Plus noch bei sechs Prozent gelegen.

Die wichtige Lederwarensparte, die fast die Hälfte der Erlöse ausmacht, wuchs um zehn Prozent und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 10,8 Prozent knapp. Die Hermes-Aktien fielen am Vormittag um 2,5 Prozent. In diesem Jahr haben sie bereits 20 Prozent an Wert verloren.

Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen

Anzeige

ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln

Anzeige

IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik

Anzeige

Presseportal Direkt hier lesen!

Anzeige

STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden

Anzeige

Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt