Gesamtkirchengemeinde Wetterau führt Verkündigungsteam ein
Neun Ortsgemeinden haben sich zur evangelischen Gesamtkirchengemeinde Wetterau zusammengeschlossen. Dekan Volkhard Guth führt am 30. August die sechs Hauptamtlichen in ihren Dienst ein.
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Stand: 11.08.2026, 14:00 Uhr
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Neun Ortsgemeinden haben sich zur evangelischen Gesamtkirchengemeinde Wetterau zusammengeschlossen. Dekan Volkhard Guth führt am 30. August die sechs Hauptamtlichen in ihren Dienst ein.
Wölfersheim/Reichelsheim/Florstadt – „Kirche verändert sich und das ist gut so“, sagt Astrid Möller-Seeling. Die Berstädterin ist Vize-Vorsitzende des Kirchenvorstands der evangelischen Gesamtkirchengemeinde Wetterau. Diese lädt für Sonntag, 30. August, ab 10 Uhr in und um die Kirche nach Melbach zum Gemeindefest ein.
Die Gesamtkirchengemeinde hat sich zum Beginn des Jahres aus den Ortskirchen Beienheim/Weckesheim, Berstadt, Florstadt, Reichelsheim mit Heuchelheim und Dorn-Assenheim, Melbach, Södel, Staden/Stammheim und Wölfersheim zusammengeschlossen. Nun ist es Zeit, das gemeinsam zu feiern.
Arbeiten an neuer Struktur
Los geht es mit einem Festgottesdienst, den alle fünf Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Diakon und Gemeindepädagoge Christian Kammler zusammen gestalten. Dekan Volkhard Guth wird die sechs Hauptamtlichen des Verkündigungsteams, die in der Region wirken, in ihren Dienst einführen. Bisher waren die Seelsorger einer Ortskirchengemeinde zugeordnet, das hat sich geändert.
Viel hat sich in den vergangenen Jahren im Verborgenen getan: Arbeitsgruppen, die Steuerungsgruppe aus Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen haben sich aufeinander zubewegt und an der neuen Struktur gearbeitet. Sie etabliert sich in der gesamten Landeskirche, weil die Zahl der Kirchenmitglieder, die Zahl der Pfarrerinnen und Pfarrer zurückgeht.

Einer, der diesen Weg mitgegangen und mitgestaltet hat, ist Manfred Winter. Der langjährige Reichelsheimer Kirchenvorsteher blickt mit Vorfreude auf das Fest. „Sieben Jahre ist es her, dass sich mutige und engagierte Kirchenmitglieder einen neuen Weg eingeschlagen haben, die Gemeinden zusammenzuführen. Mit dem Fest erreichen wir ein großes Etappenziel.“ Klar werde es immer wieder kritische Stimmen geben, weiß er, doch es bedarf Mut, die Kirche für die Zukunft zu gestalten.
„Reformatorisches gehört zur Kirche dazu, das hat Luther vor mehr als 500 Jahren auch gemacht“, sagt Möller-Seeling. Nun gelte es, etwas aus dem Schatten des eigenen Kirchturms zu treten, aufeinander zuzugehen, aus Fremden Freunde werden zu lassen und zu zeigen, dass sich in der Kirche etwas bewegt.
Zu einem Team zusammengewachsen
„Ich empfinde es so, dass wir im Laufe der vergangenen Jahre zu einem guten Team zusammengewachsen sind, in dem jeder und jede die eigenen Stärken einbringt, wir gemeinsame Ideen entwickeln und uns aufeinander verlassen können“, sagt Pfarrerin Ursula Seeger, die mehr als drei Jahrzehnte Pfarrerin in Florstadt ist. „Ich freue mich darauf, dass wir als Team eingeführt und für unsere Arbeit gesegnet werden – und dies mit einem bunten, fröhlichen Fest gefeiert wird, an dem viele kommen, die sich für unser Gemeindeleben engagieren.“
Diese Vorfreude teilt Herrmann-Ulrich Pfeuffer: „Melbach freut sich, Gastgeber für dieses erste große Gemeindefest zu sein.“ Als Mitglied des Kirchenvorstands weiß er, welche Aufgaben vor dem Gremium liegen: Im kommenden Jahr gilt es, die erste gemeinsame Kirchenvorstandswahl zu organisieren. Dazu kommt endlich, den Umbau des Reichelsheimer Pfarrhauses, in das das Büro der Gemeinde einziehen soll, abzuschließen. Renovierungen und Restaurierungen an der Kirche in Melbach und Staden sind geplant. Auch soll Zeit bleiben, um gemeinsam neue Gottesdienstformen auszuprobieren und gemeinsam zu feiern.
Kirche funktioniere nur mit allen: Gemeinde, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen sowie ganz vielen Interessierten, die mitfeiern und mitgestalten.
Musik, Cocktails und Co.
Nach dem Festgottesdienst, der um 10 Uhr in der Melbacher Kirche beginnt, wird auf dem Gelände um die Kirche und das Gemeindehaus gefeiert. An verschiedenen Stationen werden Essen (Gegrilltes, Champignonpfanne, Pommes aus dem Foodtruck des Dekanats) und Getränke sowie Cocktails angeboten. An Verweilorten kann gebastelt werden, dabei soll aus bunten Holzteilen eine Kirche entstehen. Kinder können sich schminken lassen und es stehen viele Spielsachen zur Verfügung. Musikalisch sind die Swinging Tones, die Kirchenband aus Södel und Manhattan Affair dabei. Die Melbacher Landfrauen bieten Kaffee und Kuchen an. Essen und Getränke werden gegen Spende abgegeben, nach dem Motto: Jeder gibt das, was er kann und mag. Parkplätze gibt es am Dorfgemeinschaftshaus und am Friedhof in Melbach.