Hamburger Solarpionier insolvent: 380 Jobs wackeln
Hamburg Gefeierter Hamburger Solarpionier plötzlich pleite – wie kann das sein? Ein Techniker auf einer Enerparc-Solaranlage – nun ist das Unternehmen insolvent. picture alliance/dp...
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Hamburg
Gefeierter Hamburger Solarpionier plötzlich pleite – wie kann das sein?
Trotz guter Stimmung in der Solar-Branche muss die Hamburger Enerparc AG nach 18 Jahren Insolvenz anmelden. Wie es jetzt für die Beschäftigten weitergeht:
Mit mehr als 500 Solarparks in ganz Europa gilt Enerparc als einer der größten Eigentümer von Solarparks in Europa. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren jedoch in finanzielle Schieflage geraten und hat nun Insolvenz angemeldet.
Die 380 Angestellten der Enerparc AG wurden am Montag über die Insolvenz informiert und blicken jetzt ungewiss in die Zukunft. Wie es für die rund 300 Angestellten weitergeht, die in den Tochterunternehmen der Enerparc AG arbeiten, ist ebenfalls ungewiss. Das „Abendblatt“ und die Wirtschaftswoche hatten zuerst berichtet.
Die drei Vorstände Stefan Müller, Christoph Köppen und Frank Müllerjans gründeten das Unternehmen 2008 und gewannen 2020 sogar den Hamburger Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger. Laut Vorstand Müllerjans fokussiere sich das Unternehmen auf Groß-Solaranlagen. Viele der Projekte befinden sich in Schleswig-Holstein.
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Insolvenzverwalter hat schon Galeria-Pleite begleitet
Der vorläufige Insolvenzverwalter im Insolvenzverfahren, Stefan Denkhaus von der Hamburger Kanzlei BRL, hatte 2024 die Insolvenz von Galeria mitbegleitet. Jetzt ist er für die Enerparc-Insolvenz zuständig und spricht davon, dass es aufgrund des frühen Zeitpunkts im Insolvenzverfahren für eine vollständige Bewertung noch zu früh sei.
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25 Millionen fehlten in 2024 – finanzielle Probleme waren schon vor Insolvenz bekannt
Die finanziellen Probleme von Enerparc waren jedoch bereits vor der Insolvenz bekannt. 2024 gab es einen Jahresumsatz von knapp einer Milliarde Euro – aber auch eine Finanzierungslücke von 25 Millionen Euro. Laut dem Unternehmen sei dies auf die „Vorfinanzierung von Projektgesellschaften“ zurückzuführen. (mp)