Plan der FIFA für XXL-WM geht auf: Top-Four-Teams erhalten Vorteil – ganz wie bei Wimbledon
StartseiteSportFußballFußball wie Tennis: Wie es zum Traumhalbfinale der FIFA bei der WM kamStand: 13.07.2026, 16:55 UhrKommentareUns auf Google folgenDie FIFA hat das Tableau ähnlich einer Tennis-Setzliste ang...
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Fußball wie Tennis: Wie es zum Traumhalbfinale der FIFA bei der WM kam
Stand: 13.07.2026, 16:55 Uhr
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Die FIFA hat das Tableau ähnlich einer Tennis-Setzliste angelegt. England gegen Argentinien und Spanien gegen Frankreich waren so relativ planbar. Denn: Qualität setzt sich am Ende durch. Ein Kommentar.
Wer sich in Atlanta an der Hotelrezeption umhört, ob von Mittwoch vielleicht noch ein Zimmer für einen Freund frei sein könnte, erntet ein müdes Lächeln. „No chance! Completely overbooked!“ Was nicht bereits gebucht war, haben flott Engländer und Argentinier belegt, die irgendwie in der Olympiastadt von 1996 unterkommen wollen. Egal zu welchem Preis.

Zu elektrisierend ist das zweite Halbfinale in Atlanta, wenn das sogenannte Mutterland des Fußballs den Weltmeister fordert. Sportlich hochinteressant, politisch aufgeladen. Unterlegt mit langer Historie. Zuvor erlebt Arlington bei Dallas das WM-Halbfinale zwischen Spanien und Frankreich. Europameister gegen Vizeweltmeister. Nummer zwei der FIFA-Weltrangliste gegen die drei.
Frankreich, Spanien, Argentinien und England werden WM-Favoritenrollen gerecht
Erstmals hatte sich der Weltverband überlegt, für die XXL-Auflage das Tableau wie eine Setzliste anzulegen, in der genau diese vier erst im Halbfinale aufeinandertreffen – sofern sie Gruppenerster werden und dann nicht gegen Außenseiter stolpern. Der Plan ist aufgegangen. Ähnlich wie bei großen Tennisturnieren – zuletzt in Wimbledon mit Jannik Sinner und Alexander Zverev: die ersten beiden der Setzliste im Finale – bietet die Planbarkeit den Großen einen seichten Vorteil.
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Das geht damit los, dass die Franzosen genau wussten, dass sie als Gruppenerster an der US-Ostküste mit vergleichsweise kurzen Wegen bleiben würden. Ein bisschen größere Distanzen haben die Argentinier zurückgelegt, aber nicht von der Hand zu weisen ist, dass sie keine Nachteile durch den Schiedsrichter hatten.
Im Gegenteil: Keine Rote Karte gegen Lionel Messi beim Auftakt, keine Ahndung eines Trikotziehens gegen Ägypten, dafür aber Gelb-Rot gegen die Schweiz. Kleinigkeiten sind das, die aber in der Summe etwas bewirken. Unterm Strich jedoch, da sind sich alle einig, setzen sich Qualität und Mentalität durch.
Diese Teams sind mit Topspielern besetzt, die sich als Gruppe auf ein großes Ziel eingeschworen haben – und dafür über Grenzen gehen. Das ist der große Unterschied zum deutschen Team. Es spielen jetzt die Besten um den Goldpokal. Und deshalb muss man über die Besetzung der Halbfinals nicht klagen, sondern darf sich ruhig freuen. So wie sich Dallas und Atlanta für zwei Fußballfeiertage begeistern. Es sind ihre letzten dieser WM.