Frau kauft Kamera bei eBay und macht beim Einschalten eine unerwartete Entdeckung
StartseiteVerbraucherStand: 03.09.2026, 14:06 UhrKommentareUns auf Google folgenEin Kauf bei eBay bringt verlorengeglaubte Aufnahmen zutage. Die Personen auf den Fotos lösen schließlich das Rätsel um deren Herk...
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Stand: 03.09.2026, 14:06 Uhr
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Ein Kauf bei eBay bringt verlorengeglaubte Aufnahmen zutage. Die Personen auf den Fotos lösen schließlich das Rätsel um deren Herkunft.
Eine Frau, die eine gebrauchte Kamera kaufte, war verblüfft, als sie darin einen Film entdeckte, doch die eigentliche Überraschung kam erst, als sie die Fotos entwickeln ließ. Fotografien spielen eine wichtige Rolle bei der Bewahrung von Erinnerungen, denn Bilder können Menschen helfen, bedeutsame Lebensereignisse, Beziehungen und Meilensteine erneut zu erleben und sich ins Gedächtnis zu rufen.
Content-Partnerschaft
Dieser Artikel von Marc Vargas und James Debens entstand in Kooperation mit newsweek.com.
In einer 2023 in der Fachzeitschrift Applied Cognitive Psychology veröffentlichten Studie kamen Forschende zu dem Schluss, dass Fotografien als starke Auslöser für autobiografische Erinnerungen dienen und Menschen dabei helfen, eine engere Verbindung zu ihrer persönlichen Vergangenheit aufrechtzuerhalten. Angesichts der Kraft, die Fotos besitzen können, ist das plötzliche Löschen oder der Verlust einer Bildersammlung und der darin enthaltenen kostbaren Erinnerungen oft schwer zu verkraften.

Alte Kamera bringt verlorene Erinnerungen zurück
Genau an diesem Punkt kommt jemand wie Matt Tighe aus Austin, Texas, ins Spiel. Seit Anfang 2024 besucht er Secondhandläden und dokumentiert seine Bemühungen, verlorene Fotos, Streichholzschachteln, Postkarten und VHS-Kassetten zu ihren rechtmäßigen Besitzerinnen und Besitzern zurückzubringen.
„Ich war schon immer ein Entdecker in Secondhandläden und war von den zufälligen Fotos, die ich dort fand, fasziniert“, sagte Tighe gegenüber Newsweek. „Ich fand es immer furchtbar, dass sie einfach zurückgelassen wurden, und sagte im Scherz, ich würde sie irgendwann zurückbringen. Eines Tages beschloss ich, es wirklich zu versuchen – und es hat geklappt.“ Seitdem hat er 15 verschiedene Fotosammlungen, zwei VHS-Kassetten und ein paar Postkarten zurückgegeben.
Seine Bemühungen dokumentiert er in einer Reihe von Videos, die er unter dem Nutzernamen @batsh*tsh*tshow auf TikTok veröffentlichte. Es gab auf dem Weg dorthin zahlreiche Höhepunkte, doch ein Fall aus dem April ist Tighe besonders im Gedächtnis geblieben. „Ich erhielt eine Nachricht von einer Followerin in Berlin, die in einer Secondhand-Kamera einen Film gefunden und entwickeln ließ“, sagte Tighe.
Ein mysteriöser Film aus einer gebrauchten Kamera
„Sie fragte, ob ich helfen könne, die Menschen auf den Fotos zu finden.“ Tighe machte sich daran, anhand der ihm zur Verfügung stehenden Hinweise zu bestimmen, wann die Fotos aufgenommen worden waren. „Die Kamera war bei eBay von einem Kamerasammler im Vereinigten Königreich gekauft worden und war eine Canon-IX240-Filmkamera. Ich versuchte, die Fotos mit verschiedenen Anhaltspunkten zu datieren, konnte aber zunächst nicht viel herausfinden“, berichtete er.
„Was ich herausfinden konnte, war, dass diese Fotos nach 1996 aufgenommen worden sein mussten, weil die Canon IX240 in diesem Jahr auf den Markt kam. Das ergab Sinn, weil die Fotos aussahen, als stammten sie aus den späten 1990er- oder frühen 2000er-Jahren. Dann fiel mir auf einem der Fotos eine Kamera auf, eine Canon PowerShot S50, die 2003 herauskam. Da wusste ich, dass diese Fotos aus den Jahren 2003 oder 2004 stammen mussten.“ An diesem Punkt verlor sich zunächst jede Spur.
Mit Hilfe von Social Media zur überraschenden Wendung
Da Tighe sich inzwischen eine beträchtliche Online-Gefolgschaft aufgebaut hatte, wandte er sich an die sozialen Medien, um Hilfe zu bekommen. Er postete die Bilder auf TikTok und wartete. Der Clip ging viral und erreichte rund 150.000 Aufrufe, doch die größte Überraschung stand noch bevor. „Ich bekam plötzlich Kommentare auf meiner Seite von den Frauen auf den Fotos“, sagte Tighe.
„Sie erzählten mir, sie seien unglaublich aufgeregt, dass ich ihre Fotos gefunden hätte.“ Victoria Leeson ist Psychotherapeutin und Dichterin und lebt in Nordengland. Bis vor etwa 15 Jahren arbeitete sie jedoch in der Film- und Fernsehbranche. „Diese Bilder wurden um 2003 oder 2004 in einem Restaurant im Stadtzentrum von Leeds aufgenommen“, sagte sie gegenüber Newsweek.
Wiedersehen mit einem Leben vor tiefgreifenden Veränderungen
„Soweit ich mich erinnere, war das eine Abschlussfeier beziehungsweise Wrap-Party für eine Channel-4-Serie, an der wir alle gearbeitet hatten.“ Von der Existenz der Fotos erfuhr Leeson online, als sich eine ehemalige Kollegin bei ihr meldete. „Ich wurde direkt von meiner früheren Kollegin und Freundin Caroline Baxter kontaktiert, von der ich rund 20 Jahre lang nichts gehört hatte“, sagte sie. Als sie die Fotos nach so langer Zeit wiedersah, kehrten viele Erinnerungen zurück – gute wie schlechte.
„Ich wurde sehr nostalgisch, als ich die Bilder sah, insbesondere als mir klar wurde, dass sie eine Zeit einfingen, kurz bevor mein Vater unerwartet an Krebs gestorben ist“, sagte Leeson. „Es fühlte sich an wie ein Blick in das Leben ‚davor‘ und auch in eine Karriere, die ich vor vielen Jahren hinter mir gelassen habe. Es war großartig, all die vertrauten Gesichter wiederzusehen und zu erkennen, wie viel Spaß wir auf den Bildern hatten. Das Leben in meinen Zwanzigern fühlte sich viel einfacher an!“
Die Fotos finden ihren Weg zurück zu den Besitzerinnen
Leeson ist überzeugt, dass die Kamera, mit der die Bilder aufgenommen wurden, einst ihr gehörte, und sie würde sie eines Tages gerne zurückbekommen. In der Zwischenzeit hat Tighe die Fotos mit ihren rechtmäßigen Besitzerinnen wiedervereint. „Alle Frauen waren unglaublich begeistert, und ich schickte ihnen den Google-Drive-Ordner“, sagte er. „Die Person, die sich zuerst bei mir gemeldet hatte, schickte ihnen außerdem die physischen Abzüge per Post zurück.“
Leeson hofft unterdessen, bald mit Baxter und ihren anderen ehemaligen Kolleginnen wieder in Kontakt zu kommen. „Caroline und ich haben einige Nachrichten ausgetauscht, und ich hoffe sehr, dass wir uns in Zukunft persönlich treffen werden“, sagte sie.