Forsa-Umfrage: Zahl der Eltern mit finanziellen Sorgen nimmt laut Studie zu

Immer mehr Eltern fürchten, Grundbedürfnisse ihrer Familie nicht mehr bezahlen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Studie im Auftrag von Save the Children. Quelle...

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Forsa-Umfrage: Zahl der Eltern mit finanziellen Sorgen nimmt laut Studie zu

Immer mehr Eltern fürchten, Grundbedürfnisse ihrer Familie nicht mehr bezahlen zu können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Studie im Auftrag von Save the Children.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, KNA,

eca

  1. September 2026, 1:20 Uhr

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Insbesondere Eltern mit geringem Einkommen und Alleinerziehende bangen um ihre wirtschaftliche Lage. © Moritz Frankenberg/​picture alliance/​dpa

Gut ein Viertel der Eltern minderjähriger Kinder in Deutschland machen sich einer Umfrage zufolge Sorgen, dass sie Grundbedürfnisse ihrer Familie wie Heizen, Kleidung oder Essen in den nächsten zwölf Monaten nicht mehr decken können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Studie im Auftrag der Organisation Save the Children.

Seit der letzten Umfrage dieser Art vor einem Jahr ist der Anteil der Familien, die mit Sorgen in die Zukunft blicken, demnach von 25 auf 27 Prozent leicht gestiegen. Im Januar 2025 lag der Wert noch bei 15 Prozent. Der Anteil der Befragten ohne finanzielle Zukunftssorgen ging im Vergleich zur letzten Umfrage von 48 Prozent auf 40 Prozent zurück.

21 Prozent der Befragten sagten, Dinge wie neue Möbel, Ausflüge, Restaurantbesuche, Urlaube oder Hobbys der Kinder seien »eher nicht« oder »auf keinen Fall« möglich. 22 Prozent gaben an, sie hätten in den vergangenen zwölf Monaten bei Ausgaben für ihr Kind zurückstecken oder zumindest überlegen müssen. Darunter fallen etwa Freizeitaktivitäten und Hobbys sowie Feiern und Geschenke.

Betroffen von finanziellen Sorgen sind laut Umfrage insbesondere Eltern mit geringem Einkommen und Alleinerziehende. 83 Prozent der Befragten bezweifeln demnach, dass die aktuellen Pläne der Bundesregierung ausreichen, um Kinderarmut wirksam zu bekämpfen.

Bundesregierung muss »Vertrauen der Familien zurückgewinnen«

Der Experte für Kinderarmut und soziale Ungleichheit bei Save the Children Deutschland, Eric Großhaus, forderte von der Bundesregierung eine Gesamtstrategie, die Kindern ungeachtet ihrer Herkunft ein gutes Aufwachsen ermögliche. Damit könne sie »das Vertrauen der Familien zurückgewinnen und gleichzeitig etwas dafür tun, dass auch die Wirtschaft später auf die bestmöglich ausgebildeten Fachkräfte bauen kann«.

Für die Umfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa den Angaben zufolge zwischen dem 13. und 30. Juli telefonisch 1.001 Eltern minderjähriger Kinder in Deutschland.