Flohmarkt-Fehler: Diesen Baby-Pulli will Julia W. zurück

Hamburg Flohmarkt-Fehler: Verzweifelte Mutter will verkauften Streifenpulli zurück Julia W. ist Grafikdesignerin und hat einen eigenen Flyer erstellt, um ihren Schatz wiederzufinden. ...

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Flohmarkt-Fehler: Diesen Baby-Pulli will Julia W. zurück

Hamburg

Flohmarkt-Fehler: Verzweifelte Mutter will verkauften Streifenpulli zurück

Julia W. ist Grafikdesignerin und hat einen eigenen Flyer erstellt, um ihren Schatz wiederzufinden.
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Erst verkauft, jetzt will sie ihn zurück. Julia verkaufte einen Streifenpulli. Dabei vergaß sie, welche emotionale Bedeutung dieser für Sie hat.

Am 30. Mai beim Flohmarkt in der Grundschule Tornquiststraße war es für Julia W. so weit: „Ich habe mich dann dazu durchgerungen, mal Babysachen zu verkaufen, mich von Dingen zu trennen.“ An ihrem eigenen Flohmarktstand hat sie alles aufgebaut, hat die Stapel an Pullis präsentiert, die ihrem Sohn (5) nicht mehr passen. 

Eine junge Frau kommt vorbei. Sie hat ein kleines Baby und ihre Mutter dabei. Sie schaut sich die Pullis an und findet vor allem einen sehr schön: einen schwarz-weiß gestreiften Pulli mit drei Knöpfen hinten. „Der passt für so zwölf Monate, also ist der Größe 74“, erinnert sich Julia. 

Kinderpulli aus Versehen verkauft: „Ich habe es den ganzen Tag bereut“

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Der Verkauf fällt Julia W. schwer. Sie hat ein komisches Bauchgefühl, erinnert sich vage, dass sie emotional an dem Pulli hängt. Die Mutter verkauft den Pulli. „Und danach hatte ich schon das Gefühl, oh je, es war irgendwie ein Fehler. Ich habe es den ganzen Tag bereut“, sagt sie im Interview. 

Älterer Mann sitzt auf dem Sofa, Kleinkind steht vor ihm und spielt mit einem Papprollen-Objekt.
Dieses Bild ist der Grund für Julias emotionale Bindung zu dem Pulli. Das letzte Bild von ihrem jetzt verstorbenen Vater mit ihrem Sohn.
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Ein paar Tage später weiß sie auch, warum. Ihr Handy generiert einen Foto-Rückblick. Auf dem Bild ist ihr Vater mit ihrem kleinen Sohn zu sehen. Für Julia ist es „ein richtiger Schock erstmal“. Ihr Vater ist 2022 verstorben. Das Bild ist das Letzte, welches sie von ihm gemacht hat. Und genau auf diesem Bild trägt ihr damals elf Monate alter Sohn den Streifenpulli. 

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Der Streifenpulli erinnert Julia W. an ihren verstorbenen Vater

„Ich würde den [Pulli] so gern wiederhaben, weil ich halt weiß, mein Papa hat meinen Sohn in dem Pulli das letzte Mal gehalten“, sagt W.. Also versucht sie alles, um an den Pulli zu kommen. Als Grafikdesignerin macht sie das, was sie am besten kann: Sie erstellt einen Flyer. Den hängt sie in ihrer Nachbarschaft auf – alles in der Hoffnung, dass sich die Käuferin findet. 

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Bisher ist der Streifenpulli nicht zu Julia zurückgekehrt. Sie habe schon Anrufe bekommen, aber die hätten ihr nur geraten, den Pulli noch einmal zu kaufen. „Aber darum geht es mir ja nicht“, sagt Julia. „Ich will ja genau den Pulli haben, den mein Papa noch im Arm hatte.“ Dafür würde sie der Käuferin auch deutlich mehr zahlen. (pli)