"Female Forward"-Strategie: Star-Power mit Nicole Kidman und Anne Hathaway soll Paramount+ neue Zielgruppen sichern

Jahrelang galt Paramount+ als männerfokussiert. Originals-Chefin Jane Wiseman erklärt im Deadline-Interview, wie Stars wie Nicole Kidman das ändern sollen. Yellowstone-Ableger und Sheridan-Dramen lockten vor al...

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"Female Forward"-Strategie: Star-Power mit Nicole Kidman und Anne Hathaway soll Paramount+ neue Zielgruppen sichern

Paramount+

Jahrelang galt Paramount+ als männerfokussiert. Originals-Chefin Jane Wiseman erklärt im Deadline-Interview, wie Stars wie Nicole Kidman das ändern sollen.

Yellowstone-Ableger und Sheridan-Dramen lockten vor allem männliche Zuschauer zu Paramout+. Jetzt steuert der aufstrebender Streamer entgegen.

Das erwartet dich in diesem Artikel:

  • Fakten-Check: Die neuen Aushängeschilder der Frauen-Strategie.
  • Die Analyse: Warum Paramount+ bei Externen wie A24 einkauft.
  • Die Star-Power: Wie Kidman, Fanning und Hathaway die Wende bringen sollen.

Warum Paramount+ fremde Studios braucht, um Frauen zu erreichen

In der Vergangenheit verließ sich Paramount+ bei der Entwicklung neuer Formate fast ausschließlich auf die eigenen Konzernschwestern Paramount TV Studios und CBS Studios. Um die weiße Fläche im Angebot – hochkarätige Charakterdramen für Frauen – schnell und hochwertig zu füllen, durchbrach Jane Wiseman, seit rund einem Jahr Originals-Chefin, diese Tradition – und bestellt auch auswärtig.

Im Deadline-Interview erklärte Wiseman den Strategiewechsel bildhaft: „Wir wissen, dass Serien mit weiblichen Hauptdarstellerinnen, Dramen, Justizthriller und Seifenopern genau das sind, wonach wir gesucht haben (…) Wir wollten den Blickwinkel erweitern.“ Das Angebot an Live-Sport (in den USA deutlich präsenter als in Europa) bringe zwar bereits Männer und Frauen auf die Plattform, bei den eigenen Fiction-Inhalten fehlte es jedoch an passenden Anlaufstellen für das weibliche Publikum.

Als Wendepunkt erwies sich der Zuschlag für das von A24 produzierte Drama „Discretion“ mit Nicole Kidman und Elle Fanning. Wiseman geriet im Gespräch förmlich ins Schwärmen über den Deal: „Es ist ein seifenopernartiges Rechtsdrama für zwei Frauen von Susannah Grant und Chandler Baker mit Elle Fanning und Nicole Kidman in den Hauptrollen, und wir dachten uns: Volltreffer, los geht’s.

Dass diese Strategie aufgeht, bewiesen bereits Auskopplungen aus dem Sheridan-Universum wie „The Madison“, die überraschend hohe Sehbeteiligungen bei weiblichen Usern generierten. Nun zieht man mit Projekten wie „Fear Not“ (mit Anne Hathaway) nach. Das Ziel ist laut Wiseman klar definiert: Formate zu etablieren, die Frauen gezielt ansprechen, ohne dabei das männliche Stammpublikum zu vergraulen.

Die Verträge der „Female Forward“-Offensive im Überblick

SerientitelHauptdarstellerinnenPartner-StudioGenre
DiscretionNicole Kidman, Elle FanningA24Anwalts-Drama / Thriller
Fear NotAnne HathawayMGM TelevisionLimited Drama-Serie
The MadisonMichelle Pfeiffer (Sheridan-Kosmos)101 Studios / MTVDrama mit hohem Frauenanteil

Eckpunkte der Strategie im Schnelldurchlauf

  • Öffnung für Drittanbieter: Erstmals kauft Paramount+ Großprojekte bei Studios wie A24 oder Lionsgate ein.
  • Schluss mit reine Männer-Silos: Bestehende Männer-Reihen zeigten überraschend starke Abrufe bei Frauen.
  • Fokus auf Star-Dramen: Ziel sind hochkarätig besetzte Soaps, True Crime und Beziehungs-Thriller.

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Bildquelle:

  • Paramount+: Screenshot digitalfernsehen.de