Eine Studie zeigt, wie Menschen fast 13 Jahre länger ohne Demenz leben können – drei Faktoren zählen

Eine Langzeitstudie mit mehr als 12.400 Erwachsenen zeigt: Menschen ohne Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Rauchen in der Lebensmitte entwickelten deutlich seltener Demenz und lebten im Durchschnitt f

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Eine Studie zeigt, wie Menschen fast 13 Jahre länger ohne Demenz leben können – drei Faktoren zählen

Fast 13 Jahre länger ohne Demenz: Was drei Risikofaktoren damit zu tun haben

Stand: 06.08.2026, 14:02 Uhr

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Ein älteres Paar geht im Stadtzentrum spazieren. (Symbolbild)

Ein älteres Paar geht spazieren. (Symbolbild) © Jens Büttner/dpa

Eine Langzeitstudie mit mehr als 12.400 Erwachsenen zeigt: Menschen ohne Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Rauchen in der Lebensmitte entwickelten deutlich seltener Demenz.

New York – Wer in der Lebensmitte nicht raucht, seinen Blutdruck unter Kontrolle hält und keinen Typ-2-Diabetes entwickelt, lebt laut einer Langzeitstudie im Durchschnitt fast 13 Jahre länger ohne Demenz. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie des Universitätsklinikums der New York University mit 12.409 zunächst demenzfreien Erwachsenen, die über rund 26 Jahre begleitet wurden. Die Studie wurde in den Fachzeitschriften Neurology und Neurology Open veröffentlicht.

Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmenden im Durchschnitt 56 Jahre alt. Die Forscher untersuchten, ob sie in der Lebensmitte unter Bluthochdruck oder Typ-2-Diabetes litten oder rauchten. Anschließend verglichen sie, wie lange die Teilnehmer ohne Demenz lebten, wie The Guardian berichtet.

Fast 13 Jahre Unterschied

Menschen, die keinen der drei Risikofaktoren hatten, lebten im Durchschnitt rund 30 Jahre ohne Demenz. Bei Teilnehmern mit Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Rauchen verkürzte sich diese Zeit auf etwa 17 Jahre – ein Unterschied von fast 13 Jahren. Zudem entwickelten Menschen mit allen drei Risikofaktoren 2,7-mal häufiger eine Demenz als Personen, die alle drei vermieden.

„Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass Menschen diese Faktoren in der Lebensmitte aktiv vermeiden sollten, um die Gehirngesundheit über mehr als ein Jahrzehnt zu erhalten“, sagte Studienleiter Josef Coresh vom Optimal Aging Institute der New York University laut New Scientist.

Herz und Gehirn hängen zusammen

Nach Ansicht der Wissenschaftler zeigt die Studie, wie eng die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen mit der Gehirngesundheit verbunden ist. Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen können Blutgefäße schädigen und Entzündungen fördern, die Nervenzellen beeinträchtigen, welche für Gedächtnis und Lernen wichtig sind.

Frauen lebten in allen Risikogruppen länger ohne Demenz als Männer – und das, obwohl Frauen einem insgesamt höheren Risiko für Demenz und Alzheimer ausgesetzt sind. Weiße Teilnehmende erreichten unabhängig von der Zahl der Risikofaktoren mehr demenzfreie Jahre als schwarze Teilnehmende. Die Studienautoren betonen jedoch, dass eine bessere Kontrolle von Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen allen Bevölkerungsgruppen zugutekommen dürfte.

Nicht alle Risiken berücksichtigt

Die Autoren weisen darauf hin, dass nicht alle bekannten Demenzrisiken in die Analyse einbezogen wurden. Faktoren wie Hörverlust oder soziale Isolation wurden nicht berücksichtigt. Dennoch sehen sie in der Lebensmitte ein entscheidendes Zeitfenster für die Vorbeugung. Eine konsequente Kontrolle der Risikofaktoren durch Ernährung und Bewegung sowie der Verzicht auf das Rauchen könnten die Zahl der demenzfreien Lebensjahre deutlich erhöhen. (Redaktion) Weitere Quellen: La Razón, EurekAlert!, Nautilus Magazine, Newsy Today.