Der fünfte EM-Tag im Überblick: Farken unterstreicht Gold-Ambitionen - Staffeln im Finale

Robert Farken hat im 1500-m-Halbfinale seine Gold-Form angedeutet und danach seine Ambitionen auch mündlich unterstrichen. Beide DLV-Staffeln sowie zwei "Stabis" und zwei Speerwerferinnen erreichten das Finale. Siebenkämpferin Sophie Weißenberg überzeugt. Der fünfte Wettkampftag bei der Leichtathletik-EM in Birmingham im Überblick.

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Der fünfte EM-Tag im Überblick: Farken unterstreicht Gold-Ambitionen - Staffeln im Finale
1500-m-Läufer Robert Farken bei der Leichtathletik-EM in Birmingham.

Der fünfte EM-Tag im Überblick Farken unterstreicht Gold-Ambitionen - Staffeln im Finale

Stand: 14.08.2026 • 14:44 Uhr

Robert Farken hat im 1500-m-Halbfinale seine Gold-Form angedeutet und danach seine Ambitionen auch mündlich unterstrichen. Beide DLV-Staffeln sowie zwei "Stabis" und zwei Speerwerferinnen erreichten das Finale. Siebenkämpferin Sophie Weißenberg überzeugt. Der fünfte Wettkampftag bei der Leichtathletik-EM in Birmingham im Überblick.

Von Uli Petersen

Die Abend-Wettbewerbe ab 20.30 Uhr im Stream und im Live-Ticker.

1500 m: Farken im Finale - "Ich will EM-Gold"

Mit dem Einzug ins EM-Finale über 1500 m hat Robert Farken nicht mehr als eine Zwischenstation erreicht. Das machte der deutsche Rekordhalter nach Platz zwei im Vorlauf in 3:41,65 Minuten betont. "Ich möchte ganz gerne gewinnen. Das ist die beste Einstellung, um das Maximum zu erreichen. Ich versuche, dass ich morgen eine Goldmedaille um den Hals hängen habe", sagte Farken im Sportschau-Interview. Einer seiner größten Kontrahenten bei diesem Vorhaben ist Jake Wightman, der WM-Zweite aus Großbritannien.

4x400 m: DLV-Quartette machen Final-Teilnahme perfekt

Wenn am späten Sonntagabend (22.33/22.48 Uhr) die Leichtathletik-EM mit den beiden Finals über 4x400 beendet wird, sind auch die beiden deutschen Staffeln am Start. In ihren Vorläufen liefen sowohl die Frauen als auch die Männer als Drittplatzierte souverän ins Finale.

Bei den Frauen übernahm Schlussläuferin Johanna Martin den Stab von Annkathrin Hoven an Position drei hinter den Niederlanden und Italien und brachte diese Platzierung in 3:26,24 Minuten souverän ins Ziel. Irina Gorr und Jana Lakner waren die ersten beiden Runden gelaufen und hatten den Grundstein für diesen Erfolg gelegt. "Wir sind ein Superteam, haben viel Verständnis und einen großen Zusammenhalt. Das ist die Grundlage, um schnell zu laufen", sagte Martin mit Blick aufs Finale.

Bei den Männern war es Jean-Paul Bredau, der als Schlussläufer noch die Schweiz überholte und die deutsche Staffel in Saisonbestzeit von 3:01,07 Minuten ebenfalls auf Platz drei führte. Italien und Belgien lagen vorne. Thilo Traue als Startläufer, Thorben Finke und Manuel Sanders waren die drei anderen DLV-Staffelläufer im Vorlauf. "Wir sind zufrieden, und im Finale können wir vielleicht ja noch etwas schneller laufen", sagte Finke. Vor zwei Jahren gewann das DLV-Quartett bei der EM in Rom Bronze.

Siebenkampf: Weißenberg top, Sprengel weint bittere Tränen

Sophie Weißenberg fast ganz oben, Sandrina Sprengel fast ganz unten - so sieht es in der Gesamtwertung des Siebenkampfs nach den ersten beiden Disziplinen aus. Weißenberg ließ einer persönlichen Bestzeit über 100 m Hürden (13,19 Sekunden) dann im Hochsprung gute 1,80m folgen. Vor dem Hochsprung und den 200 m am Abend ist Weißenberg Dritte in der Gesamtwertung hinter der Polin Adrianna Sulek-Schubert und Kate O'Connor aus Irland.

Für Sandrina Sprengel, WM-Fünfte in Tokio im vergangenen Jahr, läuft es dagegen gar nicht. Ihren Hürdenlauf (14,03 Sekunden) verpatzte sie und war danach in Tränen aufgelöst. Auch im Hochsprung (1,71 m) kam sie nicht gut zurecht. Nach den ersten Disziplinen liegt sie abgeschlagen auf dem vorletzten Platz. Vanessa Grimm, die das DLV-Trio komplettiert, liefert bisher einen ordentlichen Wettkampf ab und ist nach 13,47 Sekunden über 100 m Hürden und 1,71 m im Hochsprung Gesamt-16. Die Top-Athletin Annik Kälin aus der Schweiz liegt als Vierte in Lauerstellung.

Stabhochsprung: Lita Baehre, Ladwig und natürlich Duplantis im Finale

In der Stabhochsprung-Qualifikation waren alle Augen auf Weltrekordler Armand Duplantis aus Schweden gerichtet. Allerdings verrichtete "Mondo" Kurzarbeit: Er sprang genau einmal über 5,60 m, überquerte die Höhe und hatte danach den Platz im Finale am Sonntag (20.30 Uhr) sicher. Genauso lief es bei Bo Kanda Lita Baehre. Gillian Ladwig hatte dagegen Glück: Da nur elf Spinger über 5,60 m kamen, rutschte er mit übersprungenen 5,45 m noch ins Finalfeld, das aus 14 Athleten besteht.

Speerwurf: Ulbricht wirft mit viel Spaß ganz weit

Julia Ulbricht und Luisa Tremel haben das Speerwurf-Finale erreicht. Ulbricht warf in ihrem besten Versuch 60,986 m weit, das war die zweitbeste Weite aller Teilnehmerinnen hinter der Schweizerin Leonie Hügli (62,23 m). Für Tremel reichten 58,32 m, um weiterzukommen.

"Ich habe damit gerechnet, dass ich gut drauf bin und weit werfe. Jetzt versuche ich, weiter Spaß zu haben und alles zu genießen - auch im Finale", sagte Ulbricht im Sportschau-Interview.

Die EM-Dritte von Rom 2024, Marie-Therese Obst aus Norwegen, schaffte keinen gültigen Versuch. Die Türkin Eda Tugsuz, Olympia-Vierte von Tokio, schied ebenfalls aus. Die Olympia-Dritte von Paris, Nikola Ogrodnikova aus Tschechien, muss als Neunte heftig ums Finale bangen.