Fachleute warnen: Bei Sonnenfinsternis ist Spezialbrille ein Muss

StartseiteVerbraucherStand: 11.08.2026, 14:12 UhrKommentareUns auf Google folgenMit der partiellen Sonnenfinsternis bietet sich am Mittwoch ein einzigartiges Naturschauspiel. Doch gegen die Gefahr für die Augen...

  • 2 min read
Fachleute warnen: Bei Sonnenfinsternis ist Spezialbrille ein Muss

Stand: 11.08.2026, 14:12 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Mit der partiellen Sonnenfinsternis bietet sich am Mittwoch ein einzigartiges Naturschauspiel. Doch gegen die Gefahr für die Augen reicht die Sonnenbrille alleine nicht. Was das Bundesamt für Strahlenschutz rät.

Salzgitter – Für die Sonnenfinsternis am Mittwochabend (12. August) legen Experten dringend spezielle Schutzbrillen ans Herz. „Vermeiden Sie unbedingt den direkten Blick in die Sonne mit ungeschützten Augen. Die Netzhaut kann in kürzester Zeit stark geschädigt werden“, warnt das Bundesamt für Strahlenschutz mit Sitz in Salzgitter.

Artikel der KNA

Dieser Beitrag stammt von der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

„Beobachten Sie das Naturschauspiel nur mit speziell dafür geeigneten Brillen oder anderem wirkungsvollen Schutz.“ Wichtig: „Normale Sonnenbrillen sind zur Sonnenbeobachtung nicht geeignet und dürfen nicht verwendet werden.“

Eine Person richtet ihre Sonnenfinsternis-Brille

Eine Schutz- oder Folienbrille weist besondere Eigenschaften aus und ist daher für die Beobachtung der partiellen Sonnenfinsternis geeignet. Von undurchsichtigen Internet-Angeboten für Sonnenfinsternis-Brillen wird dringend abgeraten. © Marijan Murat/dpa

Das Bundesamt riet von verschiedenen Tipps aus dem Internet ab, etwa durch rußgeschwärzte Gläser, schwarze Filmstreifen oder CDs zu schauen. Zudem warnte das Amt vor Ferngläsern, Teleskopen und Kameras ohne geeigneten Filter: „Sie bündeln die Sonnenstrahlen und verstärken Augenschäden.“

Höchstens 0,001 Prozent Sonnenlicht erlaubt

Um die Sonnenfinsternis sicher zu beobachten, eignen sich laut Mitteilung sogenannte Sonnenfinsternis-Brillen. Diese Schutz- oder Folienbrillen weisen besondere Filtereigenschaften auf. Es dürfen höchstens 0,001 Prozent des Sonnenlichts durchkommen. Die Brillen sollten nach EU-Norm als sicher für den direkten Blick in die Sonne gekennzeichnet sein.

Noch besser und auch für Kinder geeignet ist dem Bundesamt zufolge die Projektion durch eine Lochkamera (Camera obscura). „Sie gilt als sicherste Methode zur Beobachtung, da man nicht direkt in die Sonne guckt“, erklärte das Bundesamt. „Sie lässt sich außerdem leicht selbst bauen. Je größer der Karton, desto geringer ist das Risiko für Kinder, aus Versehen doch in die Sonne zu schauen.“

Am 12. August spielt sich über Europa eine partielle Sonnenfinsternis ab. Dann schiebt sich der Mond über die Sonne und bedeckt diese – von Deutschland aus betrachtet – bis zu 90 Prozent. Das Naturphänomen ist etwa zwischen 19.00 und 21.00 Uhr zu beobachten. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt: Auch um diese Uhrzeit könne die Sonne das Auge schädigen.