Programmänderungen nach Bombenfund in Köln: So reagieren RTL und ntv auf angeordnete Evakuierung

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Programmänderungen nach Bombenfund in Köln: So reagieren RTL und ntv auf angeordnete Evakuierung

Evakuierung nach Bombenfund: So sieht das Not-Programm bei RTL und ntv aus

Stand: 06.08.2026, 14:44 Uhr

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Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg legt das RTL-Sendezentrum lahm – und zwingt den Sender zu einem ungewöhnlichen Notprogramm.

Köln – Ein Fund im Rhein bringt den deutschen Fernsehsender RTL in Aufruhr. Am Mittwochabend (5. August) entdecken Taucher auf Höhe des Rheinparks im Kölner Stadtteil Deutz einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg: eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entscheidet rasch: Die Bombe muss noch am Donnerstag (6. August) entschärft werden. Für RTL beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit.

Nach einem Bombenfund in Köln muss das Sendezentrum in Köln-Deutz evakuiert werden. © IMAGO/Panama Pictures

Die Stadt Köln richtet einen Evakuierungsradius von 400 Metern rund um den Fundort ein. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, liegt das Sendezentrum von RTL vollständig innerhalb dieses Bereichs. Zahlreiche Anwohner, Betriebe und Einrichtungen müssen das Gebiet verlassen – darunter auch Teile des Konrad-Adenauer-Ufers auf der linksrheinischen Seite sowie die Kirche St. Kunibert. Rheinbrücken und Bahnstrecken bleiben nach aktuellem Stand von den Sperrungen verschont.

RTL sendet heute Abend aus Berlin: Weltkriegsbombe zwingt den Kölner Sender zu Einschnitten

Für RTL bedeutet die Evakuierung konkrete Einschnitte ins Programm. Wie ein Sendersprecher gegenüber HNA.de von Ippen.Media mitteilt, „wird die Lage fortlaufend neu bewertet.“ Die aktuellen Auswirkungen auf das laufende Programm sehen demnach wie folgt aus: „Punkt 12“ wird weiter live gesendet und kann vorerst wie geplant bis 15 Uhr auf Sendung bleiben, „RTL Aktuell“ geht ab 18:45 Uhr live aus dem Hauptstadtstudio in Berlin auf Sendung, das tagesaktuelle TV-Programm von ntv wird ab spätestens 15:00 Uhr vor dem Hyatt-Hotel in Köln aus einem mobilen Studio produziert. Außerdem wird „Explosiv“ (18:00 Uhr) vorab aufgezeichnet – normalerweise ist die Sendung live. Über die Produktion von „Exclusiv“ und dem „RTL Nachtjournal“ werde auf Basis der aktuellen Lage entschieden.

Wie bild.de berichtet, will die Stadt Köln die Bevölkerung über die Fortschritte bei der Evakuierung und die geplante Entschärfung fortlaufend in einem öffentlichen Live-Ticker informieren. Wann genau mit der Entschärfung begonnen werden kann, hängt davon ab, wie schnell der gesamte Bereich rund um den Fundort geräumt ist.

Ein Bild, das zeigt, wie routiniert und gleichzeitig improvisiert der Sendebetrieb unter solchen Umständen funktionieren kann. Anfang des Jahres musste Moderatorin Jasmin Gebele nach einem Feuer-Schreck bei RTL aus einer Live-Sendung flüchten. Verwendete Quellen: Statement gegenüber Ippen.Media, ksta.de, bild.de