Erstes Hammer Derby nach 39 Jahren: Oberdiek warnt vor Heessen – hat aber einen Plan mit der Hammer SpVg

wa.deSportHammStand: 22.08.2026, 06:00 UhrKommentareUns auf Google folgenRalph Oberdiek freut sich auf das Derby gegen den SVE, sieht seine Mannschaft aber als Außenseiter. © Günter Thomas39 Jahre nach dem letz...

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Erstes Hammer Derby nach 39 Jahren: Oberdiek warnt vor Heessen – hat aber einen Plan mit der Hammer SpVg

Stand: 22.08.2026, 06:00 Uhr

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Hammer SpVg - V. WettringenRalph Oberdiek

Ralph Oberdiek freut sich auf das Derby gegen den SVE, sieht seine Mannschaft aber als Außenseiter. © Günter Thomas

39 Jahre nach dem letzten Liga-Derby treffen HSV und Heessen wieder aufeinander. Oberdiek sieht seine junge Mannschaft als Außenseiter, glaubt aber an die Überraschung.

Hamm – Ralph Oberdiek hat die Derbys in der Fußball-Oberliga zwischen der Hammer SpVg und dem SC Eintracht Heessen in den 1980er Jahren von beiden Seiten kennengelernt. In zwei Ortsderbys trug er das Trikot der Heessener, später, nach seiner Rückkehr in den Hammer Osten, in einem Duell das Jersey der HSV. Und beim bislang letzten Aufeinandertreffen in einem Punktspiel dieser zwei Clubs am 10. Mai 1987 war der jetzt als Trainer der Hammer SpVg tätige Oberdiek beruflich verhindert, weilte an diesem Tag, als die HSV vor 1600 Zuschauern im Jahnstadion einen klaren 4:0-Sieg über die Eintracht feierte, in Budapest. „Mir wird da derzeit aber ein bisschen zu viel in Nostalgie geschwelgt“, sagt der 62-Jährige vor dem Landesliga-Duell zwischen beiden Teams am Samstag (18 Uhr) im Hammer Osten im Betten-Kutz-Stadion, kann aber nicht verheimlichen, dass es ihm mehr als gefallen würde, wenn seine Schützlinge das Derby ähnlich wie vor 39 Jahren zu ihren Gunsten entscheiden würden.

Allerdings sieht Oberdiek seine HSV am Samstag als klaren Außenseiter. Zum einen, weil sein Team am vergangenen Sonntag spielfrei hatte und daher erst eine Partie in dieser Saison bestritten hat. Zum anderen, weil seiner Meinung nach die Voraussetzungen völlig unterschiedlich seien. „Der SVE ist finanziell ganz anders aufgestellt. Wir haben bei der HSV eine ganz junge Mannschaft, die Heessener haben viel mehr Erfahrung in ihrer Truppe, wollen und werden auch oben mitspielen“, sagt der Trainer der Gastgeber. „Wir werden trotzdem alles daran setzen, um die zu schlagen. Wir wissen, was da auf uns zukommt, und werden eine topvorbereitete Mannschaft auf den Platz schicken.“

Verzichten muss die HSV dabei auf den an der Schulter verletzten Deen Keanu Begic, auf Urlauber Niclas Noldes sowie die beiden aus den A-Junioren hochgekommenen Ole Neuhaus und Ilias Boutarrada. „Wir freuen uns jedenfalls sehr auf das Derby“, sagt Oberdiek. „Auch wenn es letztlich nur um drei Punkte geht. Da wird die Meisterschaft nicht entschieden.“

Hammer Derby: HSV fordert Favorit Heessen heraus

Auch Kevin Schuzki hat eine Derbyvergangenheit. Sein Vater Eckhard war in den 1980er Jahren viermal für die HSV gegen die Eintracht aufgelaufen, kassierte zwei Niederlagen und spielte zweimal unentschieden. „Das werden wir ändern müssen“, sagt Heessens Trainer, der im direkten Duell mit Oberdiek allerdings eine positive Bilanz hat. Denn zu Kreisliga-A-Zeiten gewann er als Coach des VfL Mark beide Duelle gegen den damals von Oberdiek trainierten TuS Uentrop.

Doch all dies ist bei ihm genauso wie bei seinem Gegenüber vergessen, wenn die Partie am Samstag angepfiffen wird. „Bei uns brennen alle auf dieses Spiel“, macht er dabei klar, wie motiviert er und seine Schützlinge sein werden. Beide bisher absolvierten Meisterschaftsbegegnungen hat der SVE dabei gewonnen, wird also mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen auflaufen. „Gegen Raesfeld am vergangenen Sonntag war es sogar noch besser als zum Start gegen Emsdetten. Wir sind aktuell richtig gut drauf – und das nach unserer schwierigen Vorbereitung. Daher kommt das Derby für uns genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Heessens Michael Rzeha erleidet Kreuzbandriss

Der SVE Heessen muss im Derby bei der Hammer SpVg am Samstag (18 Uhr) auf Michael Rzeha verzichten. Der 23-Jährige, der vor der Saison von Regionalliga-Aufsteiger Westfalia Rhynern ins Marienstadion gewechselt war, hatte sich im Pokalspiel gegen die SG Massen am Knie verletzt – bei einer MRT-Untersuchung in dieser Woche hatte sich nun herausgestellt, dass er sich das Kreuzband gerissen hat und rund ein halbes Jahr pausieren muss. „Da uns ja schon Yakup Kilinc fehlt, sind wir hinten leider recht dünn besetzt“, sagt SVE-Trainer Kevin Schulzki.

Bevor es losgeht, hat er aber noch die eine oder andere komplizierte Aufgabe zu lösen. Denn ihm stehen 23 Akteure zur Verfügung. Einige Spieler werden die Partie nur von der Tribüne aus verfolgen können, andere müssen zuerst mit einem unliebsamen Platz auf der Auswechselbank vorliebnehmen. „Bei so einem Spiel will ja jeder dabei sein. Aber das geht leider nicht“, sagt Schulzki, der sich aber letztlich darüber freut, dass ihm so viele personelle Möglichkeiten zur Verfügung stehen. „Das ist ein großes Pfund für uns, dass wir von der Bank gut nachlegen können.“