Erste Fußgängerzone im Oberland wird 50: Besondere Feier soll für Staunen sorgen

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Erste Fußgängerzone im Oberland wird 50: Besondere Feier soll für Staunen sorgen

Stand: 22.08.2026, 12:01 Uhr

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Scharfes Eck im Jahr 1966: Der Verkehr lief über den Marienplatz Weilheim, vorbei am Stadtmuseum (r.) und durch das Kirchgässchen zur Pöltnerstraße, wie die Wegweiser zeigen.

Scharfes Eck im Jahr 1966: Der Verkehr lief über den Marienplatz, vorbei am Stadtmuseum (r.) und durch das Kirchgässchen zur Pöltnerstraße, wie die Wegweiser zeigen. © Dachs/Archiv

Am 26. September feiert Weilheim 50 Jahre Fußgängerzone mit einem großen Fest. Rund 50 Künstler und Artisten führen das Publikum zwei Stunden lang durch die Innenstadt.

Weilheim – Man kann und mag es sich heute nicht mehr vorstellen: Über den Weilheimer Marienplatz rollt der Straßenverkehr, die Flächen rund um Mariensäule und Stadtbrunnen sind Autoparkplatz. Bis in die 1970er Jahre war das die Realität. Und die Idee, eine Fußgängerzone einzurichten, stieß damals keineswegs nur auf Begeisterung – im Gegenteil: Sie war umstritten, es gab auch große Widerstände dagegen.

Am 26. September 1976 wurde die Weilheimer Fußgängerzone mit einem Festgottesdienst an der Mariensäule und einem großen Bürgerfest eingeweiht.

Am 26. September 1976 wurde die Fußgängerzone mit einem Festgottesdienst und einem Bürgerfest eingeweiht. © Dachs / Archiv

Am 26. September 1976 überwog dann aber klar die Begeisterung: Mit einem Festgottesdienst an der Mariensäule und einem großen Bürgerfest in der Innenstadt wurde die Weilheimer Fußgängerzone – die erste ihrer Art im Oberland – eingeweiht. Tausende Menschen waren gekommen und feierten mit. Und sehr bald gab es wohl keinen mehr, der sich Straßenverkehr zurückgewünscht hätte in Weilheims „gute Stube“, wie die Fußgängerzone fortan liebevoll genannt wurde.

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Ein halbes Jahrhundert gibt es nun also die Weilheimer Fußgängerzone. Und das wird natürlich wieder groß gefeiert. Auf den Tag genau 50 Jahre nach der Einweihung lädt die Stadt Weilheim gemeinsam mit dem gemeinnützigen Verein „smART – faireinte Bühne“ für Samstag, 26. September, zu einem abwechslungsreichen Jubiläumstag ein. Nach einer unterhaltsamen Stadtführung mit Dr. Joachim Heberlein ab 10 Uhr schneidet Bürgermeister Tillman Wahlefeld um 11 Uhr eine riesige Geburtstagstorte an. In „entspannter Wohnzimmeratmosphäre“, so die Ankündigung, lässt sich auf dem Marienplatz dann mit funkiger DJ-Musik, Kaffee und Kuchen und weiteren Aktionen aufs Angenehmste verweilen. Und auf dem Kirchplatz ist ab 13 Uhr ein fröhliches „Klimaschutz-Kinderprogramm“ geboten.

Bei einem ganz besonderen Kulturereignis heißt es dann ab 14.30 Uhr „Weilheim nimmt Platz“: Die Kreativen von „smART – faireinte Bühne“ laden zu einem „kuriosen und fulminanten Theaterspaziergang“ durch die Weilheimer Innenstadt ein. Unter dem Motto „Stadt.Stuhl.Staunen“ darf sich das Publikum auf rund zwei Stunden voller Schauspiel, Musik und Artistik an besonderen Orten freuen. Dabei tauchen die Zuschauer – die dafür ihre eigene Sitzgelegenheit, zum Beispiel einen Klappstuhl, mitbringen – in eine wunderliche Welt ein und lassen sich von rund 50 Künstlern und Artisten aus Weilheim und der Region zum Schmunzeln, Nachdenken und Träumen bringen.

Zum Theaterspaziergang „Stadt.Stuhl.Staunen“ laden die Künstler und Artisten um Heidi und Sylvia Kluthe am Jubiläumstag, dem 26. September, ein.

Zum Theaterspaziergang „Stadt.Stuhl.Staunen“ laden die Künstler und Artisten um Heidi und Sylvia Kluthe am Jubiläumstag, dem 26. September, ein. © Monte Made Media

Insgesamt gibt es fünf Runden, an denen jeweils 50 Besucher teilnehmen können. Start ist im 45-Minuten-Takt, Tickets dafür sind bereits erhältlich (siehe unten). Der Eintrittspreis von zehn Euro für Erwachsene – Kinder sind frei – sei „eher symbolisch“, erklärt Heidi Kluthe, die mit ihrer Schwester Sylvia für die künstlerische Gestaltung sorgt. Niels Heyden, der zusammen mit den Kluthe-Schwestern bei „smART“ aktiv ist, freut sich, dass die Darbietungen „total generationsübergreifend“ sind. Die jüngste Mitwirkende ist acht, der älteste an die 70; Laien und Profis (darunter die Schauspielerin Susu Padotzke, bekannt von „Hubert und Staller“) stehen gemeinsam auf der Bühne.

Zum gemütlichen Ausklang des Tags wird bei freiem Eintritt in den Innenhof der Diakonie Herzogsägmühle (Herzog-Christoph-Straße 3) eingeladen. Dort gibt es Getränke und Snacks, „AnnaLu & Shavez“ sorgen für Livemusik und die „Vaganti“ für eine spektakuläre Feuershow. Nähere Infos: www.stadt-stuhl-staunen.com.

Karten

für den Theaterspaziergang „Stadt.Stuhl.Staunen“ am Samstag, 26. September, gibt es online unter https://eventfrog.de/de/p/gruppen/theaterspaziergang-stadt-stuhl-staunen-7490320222034867274.html sowie telefonisch unter 0881/4179045.