Enzo Diessl im EM-Finale über 110 m Hürden Fünfter
Leichtathletik Enzo Diessl im EM-Finale über 110 m Hürden Fünfter Endiorass Kingley im Dreisprungfinale, Gogl-Walli über 400 m im Halbfinale. Für Niklas Strohmayer-Dangl war im Halbfinale über 400 m Hü...
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Leichtathletik
Enzo Diessl im EM-Finale über 110 m Hürden Fünfter
Endiorass Kingley im Dreisprungfinale, Gogl-Walli über 400 m im Halbfinale. Für Niklas Strohmayer-Dangl war im Halbfinale über 400 m Hürden Endstation
Birmingham – Der Steirer Enzo Diessl hat am Mittwochabend bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham im Finale über 110 m Hürden Platz fünf belegt. Der Fünfte der Vorschlussrunde in 13,35 Sekunden kam im Endlauf auf eine Zeit von 13,44. Auf Bronze fehlten letztlich 18 Hundertstel. Die Goldmedaille im Alexander Stadium sicherte sich der Schweizer Jason Joseph in 13,12 vor dem Franzosen Just Kwaou-Mathey (13,16) und dem Polen Jakub Szymanski (13,26).
Dreispringer Endiorass Kingley hat danach das samstägige Finale erreicht. In der Qualifikation kam der nigerianisch-österreichische Leichtathlet, der seit 2021 für Österreich startberechtigt ist, als Neunter auf 16,25 m. Susanne Gogl-Walli zog als Elfte in den Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten über 400 m in 52,12 Sekunden ins Halbfinale ein. Für Niklas Strohmayer-Dangl war im Semifinale Endstation, er beendete die 400 m Hürden in 49,20 Sekunden als Gesamt-14. Der 24-Jährige verpasste einen österreichischen Rekord nur um zwei Hundertstelsekunden.
Diessl sprach von einem "soliden fünften Platz", aber er sei unzufrieden mit dem, was er im Finale abgerufen habe. "Da ist viel mehr Potenzial drinnen, es war nicht rund, es war ein bissl verkrampft. Die Ausführung muss noch besser sein, aber ich bin auf einem sehr guten Niveau. Das darf sich zeigen lassen. Das motiviert mich wieder für in zwei Jahren", erklärte der 22-Jährige. Die Frustration überwiege noch etwas, aber der Stolz komme schön langsam.
Diessl ist U20-Europameister von 2023 in Jerusalem und Europas U23-Titelträger von 2025 in Bergen. Nun klappte es für den noch jungen "Erwachsenensprinter" erstmals bei einer internationalen Meisterschaft in der Allgemeinen Klasse mit einem starken Ergebnis. Bei der EM 2024 in Rom war Diessl über den Vorlauf ins Halbfinale gekommen, wurde dort Letzter seines Laufes und erklärte, "null Prozent das abgeliefert" zu haben, was er könne.
Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris war für den Jüngsten des Feldes und in seinem ersten Jahr über die Erwachsenenhürden im Hoffnungslauf Endstation, bei der WM 2025 in Tokio verpatzte er das Halbfinale und sprach von einem "sehr frustrierenden Abschluss der Saison".
Student im Sport
Die persönliche Bestzeit von Diessl liegt bei 13,17 Sek., er ist damit in der Allzeit-Liste Österreichs Zweitbester hinter Mark McCoy, der 1994 auf 13,14 kam. "Die Entwicklung ist mir und dem Trainerteam superwichtig, die konstanten Verbesserungen, das Wachstum. Wir sind Studenten im Sport, die nie auslernen. Diese Mentalität behalten wir uns, die hat das möglich gemacht", lautet die Leitlinie von Diessl.
Trainiert wird er von Beate Hochleitner (seit 2012) und Christoph Ranz (2018/Athletik). Und plangenau für die EM vorbereitet, auch eine im Juni erlittene und auskurierte Schulterverletzung brachte ihn nicht vom Weg ab.
"Maximum" von Gogl-Walli
"Ich habe definitiv das Maximum rausgeholt. Es war für mich ein runder Lauf, es war die schnellste Zeit seit Februar. Es ist eine coole Sache, dass ich im Semifinale bin", sagte Gogl-Walli, die EM-Siebente von 2024. Natürlich wäre sie gern in Bestleistungsform zum Großereignis gefahren. "Das war aufgrund der Verletzungen in den letzten Monaten nicht möglich. Wir haben nicht so trainieren können, wie wir wollten. Die Wade ist gut ausgeheilt, das Problem zuletzt war der Hamstring", sprach sie die Oberschenkelmuskulatur an.
Aber sie wolle sich nicht auf das Negative konzentrieren, sie sei schmerzfrei gelaufen und mit dem Gefühl, das Beste gegeben zu haben. Als ältere Athletin habe sie die Grundlage, zwei Läufe hintereinander zu schaffen, auch wenn freilich die Vorqualifizierten auf der Stadionrunde einen Vorteil für die Vorschlussrunde am Donnerstag haben. "Ich freue mich, wenn ich unter 52 Sekunden komme, das nehme ich mir vor." Ihre persönliche Bestleistung steht bei 50,60 Sek.
Strohmayer-Dangl zufrieden
Für Strohmayer-Dangl verläuft die Saison weiterhin top, er hatte erst vor wenigen Wochen den fast 41 Jahre alten Rekord von Thomas Futterknecht (1985/49,33 Sek.) ausgelöscht. "Ich war 16. der Entry-List, mit dem 14. Gesamtrang rauszugehen, da habe ich alles erfüllt, was in meiner Macht war. Das Niveau ist irrsinnig hoch. Ein Finale wäre einfach außer Reichweite gewesen", sagte der Burgenländer nach dem Rennen in der Mixed-Zone. (APA, red, 12.8.2026)
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