Entschädigungen als Verhandlungsbedingung: Trump erhöht den Druck auf Teheran – Iran kontert

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Entschädigungen als Verhandlungsbedingung: Trump erhöht den Druck auf Teheran – Iran kontert

Stand: 10.08.2026, 22:58 Uhr

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Ohne Zahlungen für Opfer keine Gespräche, erklärt der US-Präsident. Der Iran verlangt das Gegenteil.

Washington – Im Ringen um eine Lösung des Iran-Konflikts verschärft US-Präsident Donald Trump den Ton. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte der Republikaner, Entschädigungszahlungen Teherans seien künftig Voraussetzung für jede Verhandlung. Seine Vertreter habe er angewiesen, diesen Punkt „nachdrücklich“ in alle Gespräche einzubringen. Konkrete Summen blieb Trump schuldig.

Zahlungen für Opfer der vergangenen 50 Jahre gefordert

Teheran soll nach dem Willen des US-Präsidenten für sämtliche Menschen aufkommen, die von iranischer Seite getötet oder schwer verletzt wurden. Darüber hinaus verlangt Trump Entschädigungen für Angehörige von Demonstrierenden, die das Regime in den vergangenen fünf Jahrzehnten ums Leben gebracht habe. Auch den Anschlag auf den US-Zerstörer USS Cole schreibt der Präsident dem Iran zu – und fordert Zahlungen an die Hinterbliebenen. Das FBI hatte nach eigenen Ermittlungen allerdings Mitglieder des Terrornetzwerks Al Kaida als Planer und Ausführende identifiziert.

In einem weiteren Beitrag auf Truth Social weitete der US-Präsident seine Forderungen aus: Der Iran müsse auch für Schäden und Tötungen im Libanon, in Syrien, im Jemen und in Gaza zur Rechenschaft gezogen werden. Konkrete Beweise für eine direkte iranische Verantwortung legte Trump nicht vor.

US-Präsident Donald Trump steigt am Flughafen Morristown in die Air Force One ein.

US-Präsident Donald Trump steigt am Flughafen Morristown in die Air Force One ein. © Julia Demaree Nikhinson/dpa

Teheran stellt Gegenforderungen: Straße von Hormus bleibt Irans bestes Druckmittel

Der Vorstoß aus Washington erfolgt, nachdem der Nationale Sicherheitsrat des Iran seinerseits Bedingungen formuliert hat. Das Gremium, das als zentrales Koordinierungsorgan der iranischen Außen- und Sicherheitspolitik gilt, verlangt laut iranischen Medienberichten ein Ende aller US-Drohungen gegen die Islamische Republik. Hinzu kommen die Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen, ein Abzug der US-Streitkräfte aus der Region sowie eine vollständige finanzielle Entschädigung für Kriegsschäden.

Die Wiedereröffnung der blockierten Straße von Hormus knüpft Teheran an diese Zugeständnisse. Beschlüsse des Nationalen Sicherheitsrats werden erst wirksam, wenn der oberste Führer Modschtaba Chamenei sie bestätigt. Der Iran hatte diese Forderungen bereits früher als Verhandlungsbedingungen formuliert. (spr/dpa)